Vegane Airfryer Rezepte: Die besten Gerichte für die Heißluftfritteuse
Heißluftfritteusen sind längst kein kurzlebiger Trend mehr, sondern ein fester Bestandteil vieler Küchen. Für die vegane Ernährung sind sie besonders praktisch: Tofu wird in Minuten knusprig, Gemüse behält seinen Biss, und sogar Desserts gelingen im Airfryer – alles mit deutlich weniger Fett als in der klassischen Fritteuse.
Warum der Airfryer für vegane Küche ideal ist
Der Airfryer funktioniert im Prinzip wie ein kompakter Konvektionsofen: Ein Heizelement erwärmt die Luft, ein Ventilator verteilt sie gleichmäßig und mit hoher Geschwindigkeit. Das Ergebnis ist die sogenannte Maillard-Reaktion, die für knusprige, gebräunte Oberflächen sorgt – ganz ohne Ölbad.
Weniger Fett, weniger Kalorien
Laut Cleveland Clinic kannst du im Airfryer bis zu 80 Prozent weniger Fett verwenden als beim klassischen Frittieren. Während eine normale Fritteuse etwa drei Liter Öl benötigt, kommt der Airfryer mit ein bis zwei Esslöffeln aus. Das bedeutet nicht nur weniger Kalorien, sondern auch weniger gesättigte Fettsäuren, was laut WebMD zur Herzgesundheit beitragen kann.
Weniger Acrylamid
Eine Studie im Journal of Food Science zeigt: Im Airfryer entsteht bis zu 90 Prozent weniger Acrylamid als in der klassischen Fritteuse. Acrylamid bildet sich beim Erhitzen stärkehaltiger Lebensmittel und gilt als potenziell gesundheitsschädlich. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft es als „wahrscheinlich krebserregend" ein.
Wichtig: Die optimale Temperatur liegt bei maximal 180°C. Höhere Temperaturen können die Acrylamid-Bildung wieder erhöhen. Auch das Vorheizen für zwei bis drei Minuten hilft, bessere Ergebnisse zu erzielen.
Herzhafte Airfryer-Rezepte
Knuspriger Tofu (15 Minuten)
Tofu aus dem Airfryer ist eine Offenbarung: außen knusprig, innen zart – und das in nur einer Viertelstunde.
So geht's:
- Festen Tofu gut abtropfen und in Würfel schneiden
- Mit Sojasauce, Knoblauchpulver und Speisestärke marinieren
- Bei 180°C für 12-15 Minuten garen, nach der Hälfte wenden
Perfekt für Buddha Bowls, Salate oder als Protein-Topping für Suppen. Mehr dazu findest du in unserem Tofu-Guide.
Falafel (12 Minuten)
Falafel aus dem Airfryer sind fast genauso knusprig wie die frittierten Klassiker, aber deutlich fettärmer. Laut Cooking for Peanuts gelingen sie in nur zwölf Minuten.
So geht's:
- Eingeweichte Kichererbsen mit Petersilie, Koriander, Knoblauch und Kreuzkümmel pürieren
- Zu Bällchen formen
- Bei 190°C für 10-12 Minuten backen
Tipp: Verwende unbedingt rohe, eingeweichte Kichererbsen – nicht aus der Dose. Das Ergebnis ist viel besser. Passt perfekt zu unseren Veganen Wraps.
Blumenkohl-Wings (20 Minuten)
Buffalo Cauliflower Wings sind ein TikTok-Hit – und zu Recht. Die Kombination aus knuspriger Panade und würziger Sauce ist unwiderstehlich.
So geht's:
- Blumenkohl in Röschen teilen
- Durch einen Teig aus Kichererbsenmehl, Wasser und Gewürzen ziehen
- Bei 200°C für 15-20 Minuten garen
- Mit Buffalo-Sauce schwenken und nochmal 2 Minuten rösten
Eine vollständige Anleitung findest du bei Holy Cow Vegan.
Knusprige Kichererbsen (15 Minuten)
Der perfekte Snack für zwischendurch oder als Topping für Salate und Bowls.
So geht's:
- Kichererbsen aus der Dose abtropfen und trockentupfen
- Mit Paprikapulver, Kreuzkümmel und einer Prise Salz würzen
- Bei 180°C für 15 Minuten rösten, zwischendurch schütteln
Diese proteinreichen Knabbereien sind laut The Plant Based School zwei- bis dreimal schneller fertig als im Backofen.
Gemüse-Klassiker
Der Airfryer macht Gemüse richtig gut: Rosenkohl wird in 15 Minuten perfekt knusprig, Kartoffelecken gelingen ohne viel Aufwand, und selbst Zucchini-Sticks werden schön kross.
Unsere Favoriten:
- Rosenkohl: Halbiert, mit Olivenöl und Balsamico, 15 Min bei 180°C
- Kartoffelecken: Mit Rosmarin und Knoblauch, 20 Min bei 190°C
- Süßkartoffel-Pommes: 18 Min bei 200°C, einmal wenden
Mehr Inspiration findest du in unserem Hauptgerichte-Guide.
Süße Airfryer-Rezepte
Ja, auch Desserts gelingen im Airfryer – und zwar erstaunlich gut.
Vegane Brownies (25 Minuten)
Laut Veggies Save the Day sind Airfryer-Brownies besonders saftig, weil die heiße Luft sie gleichmäßig umströmt.
Grundrezept:
- 100g Mehl
- 30g Kakaopulver
- 100g Zucker
- 60ml Pflanzenöl
- 120ml Pflanzenmilch
- 1 TL Backpulver
Alles verrühren, in eine passende Form geben und bei 160°C für 20-25 Minuten backen.
Vegane Muffins (18 Minuten)
Muffins gelingen im Airfryer sogar noch schneller als im Backofen. The Vegan Lunchbox empfiehlt, frische Beeren vor dem Unterheben in etwas Mehl zu wälzen – so sinken sie nicht auf den Boden.
Schoko-Tassenkuchen (12 Minuten)
Für spontane Naschmomente: Ein veganer Schoko-Mug-Cake ist in unter 15 Minuten fertig. Das Rezept von Rachna Cooks verwendet nur Standardzutaten aus der Vorratskammer.
Praktische Tipps für den Airfryer
Temperaturen und Zeiten
| Gericht | Temperatur | Zeit |
|---|---|---|
| Tofu | 180°C | 12-15 Min |
| Falafel | 190°C | 10-12 Min |
| Gemüse | 180-200°C | 12-20 Min |
| Pommes | 190°C | 18-22 Min |
| Brownies | 160°C | 20-25 Min |
Dos and Don'ts
Das solltest du tun:
- Den Korb nie zu voll packen – Luftzirkulation ist entscheidend
- Lebensmittel einmal wenden oder schütteln
- Zwei bis drei Minuten vorheizen
- Ein wenig Öl verwenden (ein Teelöffel reicht oft)
Das solltest du vermeiden:
- Den Korb komplett mit Backpapier bedecken – die Luft muss zirkulieren können
- Nassen Teig direkt in den Korb geben
- Temperatur über 200°C für empfindliche Lebensmittel
Reinigung
Ein großer Vorteil gegenüber der klassischen Fritteuse: Kein Ölgeruch, kein Fettspritzen. Die meisten Körbe sind spülmaschinenfest. Für hartnäckige Reste hilft Einweichen mit warmem Wasser und Spülmittel.
Fazit: Lohnt sich der Airfryer für Veganer?
Definitiv. Die Heißluftfritteuse ist nicht die gesündeste Zubereitungsmethode überhaupt (Dampfgaren bewahrt mehr Nährstoffe), aber sie bietet eine hervorragende Balance aus Geschmack, Knusprigkeit und Zeitersparnis. Für vegane Küche ist sie besonders praktisch, weil pflanzliche Proteinquellen wie Tofu und Tempeh im Airfryer richtig gut werden.
Wie eine Ernährungsexpertin gegenüber FITBOOK betonte: „Die Heißluftfritteuse ist so gesund, wie die Lebensmittel, die man darin zubereitet." Das bedeutet: Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte werden nicht ungesund, nur weil du sie im Airfryer zubereitest – sie werden einfach knuspriger und schmackhafter.
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