Veganer Einkauf ohne Plastik: 7 praktische Tipps für 2026

2.2.2026

Plastik ist überall – und das Problem wird größer. Laut dem Europäischen Parlament produziert jede Person in der EU durchschnittlich 36 Kilogramm Plastikverpackungsmüll pro Jahr. In Österreich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch sogar bei 130 Kilogramm Kunststoff jährlich – Tendenz steigend.

Die gute Nachricht: Als vegan lebende Person hast du bereits einen kleineren ökologischen Fußabdruck. Mit ein paar cleveren Gewohnheiten kannst du deinen Plastikmüll noch weiter reduzieren. Hier sind 7 praktische Tipps, die wirklich funktionieren.

1. Das richtige Equipment vorbereiten

Plastikfreies Einkaufen beginnt zu Hause. Diese Dinge gehören in deine Einkaufstasche:

2. Im Unverpackt-Laden einkaufen

Österreich hat mittlerweile ein tolles Netzwerk an Zero Waste Shops. In Wien gibt es besonders viele Optionen, wie Zero Waste Austria zeigt:

Die besten Unverpackt-Läden in Wien:

Die komplette Zero Waste Map für Österreich zeigt dir alle Unverpackt-Läden in deiner Nähe – von Graz über Salzburg bis Linz.

Ist unverpackt teurer? Laut Unverpackt Austria sind viele Produkte gleich teuer oder sogar günstiger als im Supermarkt. Du kaufst genau die Menge, die du brauchst – keine Mogelpackungen!

3. Das neue Mehrweg-Pfandsystem nutzen

Seit Jänner 2025 gibt es in Österreich ein neues Einwegpfandsystem für Kunststoff-Getränkeflaschen und Metalldosen – 25 Cent Pfand pro Verpackung.

Noch besser: Mehrweg statt Einweg! Bei Marken wie Schärdinger und Ja! Natürlich bekommst du Milch und Joghurt in Mehrweggläsern:

Zurück zum Ursprung bietet bei HOFER sogar Haferdrink im Mehrwegglas an – perfekt für den veganen Haushalt!

4. Im Supermarkt plastikfrei einkaufen

Auch in herkömmlichen Supermärkten gibt es immer mehr Möglichkeiten, Plastik zu vermeiden. Der Greenpeace Marktcheck kürt regelmäßig die nachhaltigsten Supermärkte – 2025 gewann Interspar.

Tipps für den Supermarkt:

5. Glas statt Plastik wählen

Wenn Unverpackt nicht möglich ist, greif zu Glas! Viele vegane Basics gibt es in Schraubgläsern:

Tipp: Leere Schraubgläser nicht wegwerfen! Sie eignen sich perfekt für selbstgemachtes veganes Pesto, Chia-Beeren-Marmelade oder als Behälter für den nächsten Unverpackt-Einkauf.

6. Auf Papierverpackungen achten

Bei Trockenware wie Nudeln, Reis, Haferflocken und Mehl hast du oft die Wahl zwischen Plastik und Papier. Greif bewusst zur Papiervariante – auch wenn manchmal ein kleines Sichtfenster dabei ist.

Noch besser: Großpackungen kaufen! Weniger Verpackung pro Kilogramm, und du sparst auch Geld.

7. Selber machen statt fertig kaufen

Die plastikärmste Variante ist oft die selbstgemachte:

Das Plastikproblem in Zahlen

Warum sich der Aufwand lohnt? Die Fakten sprechen für sich:

Jede Plastiktüte weniger zählt – und als vegan lebende Person lebst du ohnehin schon nachhaltiger als der Durchschnitt!

Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung

Plastikfrei einkaufen muss nicht perfekt sein. Schon mit ein paar Änderungen – wiederverwendbare Taschen, Mehrweggläser, ab und zu im Unverpackt-Laden vorbeischauen – machst du einen echten Unterschied. Die gute Nachricht: In Österreich wird es immer einfacher, nachhaltig einzukaufen.