Paprika: Nährwerte, Sorten und Gesundheitsvorteile

18.2.2026

Paprika zählt zu den beliebtesten Gemüsesorten in der veganen Küche. Das ist auch kein Wunder: Die bunten Schoten sind nicht nur unglaublich vielseitig einsetzbar, sondern stecken auch voller wichtiger Nährstoffe. Von der knackigen Rohkost über gefüllte Varianten bis zum würzigen Gulasch – Paprika bereichert unseren Speiseplan auf vielfältige Weise.

Paprika: Botanik und Sortenvielfalt

Die Paprika gehört botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und trägt den wissenschaftlichen Namen Capsicum annuum. Was viele nicht wissen: Die vermeintlichen "Schoten" sind eigentlich Beeren. Die Gemüsepaprika unterscheidet sich von scharfen Chilisorten dadurch, dass sie kein oder nur sehr wenig Capsaicin enthält – jenen Stoff, der für die Schärfe verantwortlich ist. Laut Wikipedia ist die Gemüsepaprika die einzige Vertreterin der Gattung Capsicum, die kein Capsaicin produziert.

Die Farbe der Paprika hängt weniger von der Sorte als vom Reifegrad ab. Grüne Paprika werden unreif geerntet, weshalb sie etwas herber schmecken. Gelbe und orangefarbene Paprika sind halbreif, während rote Paprika vollständig ausgereift und dadurch besonders süß sind.

Die wichtigsten Paprikasorten

Nährwerte: Darum ist Paprika so gesund

Paprika ist ein echtes Nährstoffwunder. Laut USDA-Daten liefert rote Paprika bei nur 31 Kalorien pro 100 g beeindruckende Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen.

Vitamin-C-Bombe

Das Erstaunliche: Rote Paprika enthält mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Mit etwa 128 mg pro 100 g deckt eine einzige rote Paprika bereits mehr als den doppelten Tagesbedarf an Vitamin C. Laut Healthline liefert rote Paprika 158 % des Tagesbedarfs an Vitamin C pro 100 g.

Interessant ist auch der Unterschied zwischen den Farben: Eine rote Paprika enthält etwa doppelt so viel Vitamin C und achtmal so viel Vitamin A wie eine grüne Paprika.

Weitere wichtige Nährstoffe

Nährstoff Rote Paprika (100 g) % Tagesbedarf
Vitamin C 127,7 mg 213 %
Vitamin A 3131 IU 101 %
Vitamin B6 - 23 %
Folsäure - 12 %
Vitamin E - 11 %
Kalium hoch -
Eisen moderat -

Quelle: Nutrition and You, Healthline

Carotinoide und Antioxidantien

Paprika ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Carotinoiden wie Beta-Carotin, Lutein, Zeaxanthin und Capsanthin. Eine Studie aus PMC untersuchte den Carotinoidgehalt verschiedener Paprikasorten und bestätigte, dass rote Paprika besonders hohe Werte an Capsanthin und antioxidativer Aktivität aufweist.

Gesundheitsvorteile von Paprika

Augengesundheit

Die Kombination aus Vitamin E, Beta-Carotin, Lutein und Zeaxanthin macht Paprika zu einem wertvollen Nahrungsmittel für die Augen. Laut Healthline wird ein hoher Verzehr dieser Nährstoffe mit einem verringerten Risiko für altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und Grauen Star in Verbindung gebracht.

Herz-Kreislauf-System

Der regelmäßige Verzehr von Paprika kann laut wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen. Die enthaltenen Antioxidantien schützen die Blutgefäße vor oxidativem Stress.

Gesundes Blut

Paprika liefert Eisen und Vitamin E – zwei Mikronährstoffe, die für gesundes Blut wichtig sind. Eisen ist ein wesentlicher Bestandteil von Hämoglobin, dem Protein in roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert. Vitamin E wird für die Bildung gesunder Zellmembranen benötigt.

Paprika auf dem Balkon anbauen

Paprikapflanzen sind dankbare Selbstbestäuber und gedeihen auch auf kleinem Raum. Für den Anbau in Österreich gibt es sogar heimische Traditionssorten wie 'Neusiedler Ideal', die besonders gut an unser Klima angepasst sind.

Standort und Temperatur

Laut Lubera gedeihen Paprikapflanzen am besten an einem warmen, sonnigen Standort. Ab Mitte Mai, wenn die Temperaturen konstant über 8 °C liegen, dürfen die Pflanzen nach draußen. Die optimale Wachstumstemperatur liegt zwischen 20 und 28 °C.

Topfgröße

Ein Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser und 40 cm Tiefe ist ideal – pro Pflanze empfehlen sich 10 bis 15 Liter Volumen. Ein normaler Balkonkasten ist zu klein.

Pflege-Tipps

Ertragserwartung

Bei richtigem Standort und Pflege kannst du mit 8-10 Früchten pro Pflanze rechnen. Lass die Paprika am Strauch ausreifen – zu früh geerntete Früchte schmecken bitter.

Paprika in der veganen Küche

Paprika ist unglaublich vielseitig einsetzbar:

Tipp: Rote Paprika schmecken am süßesten, grüne am herbsten. Für Rohkost eignen sich rote und gelbe Sorten besser, zum Braten kannst du alle Farben verwenden.

Fazit

Paprika ist ein echtes Superfood, das in keiner veganen Küche fehlen sollte. Mit mehr Vitamin C als Orangen, reichlich Carotinoiden und einer Fülle an Mineralstoffen unterstützt das bunte Gemüse deine Gesundheit auf vielfältige Weise. Ob roh, gebraten, gefüllt oder gegrillt – die Möglichkeiten sind endlos.