Vegane Ernährung: 5 Tipps um Milchprodukte zu vermeiden
Der Umstieg auf pflanzliche Alternativen ist heute einfacher denn je. In Österreich ist bereits jede zehnte verkaufte Milch bei BILLA eine pflanzliche Alternative, und das Segment wächst weiter stark: 2024 stieg der Absatz pflanzlicher Milchprodukte im österreichischen Einzelhandel um elf Prozent.
Laut dem DGE-Positionspapier 2024 können pflanzliche Milchalternativen bei der Umsetzung einer pflanzenbetonten Ernährung helfen - und sie punkten mit weniger gesättigten Fettsäuren und keinem Cholesterin. Diese 5 Tipps helfen Dir beim Umstieg:
1. Pflanzliche Milch für jeden Geschmack
Die Auswahl an Pflanzendrinks ist riesig: Hafermilch für cremigen Kaffee, Sojamilch mit dem höchsten Proteingehalt, Mandelmilch für Smoothies, Kokosmilch für asiatische Gerichte. Die Vielfalt macht es leicht, für jeden Anlass die perfekte Alternative zu finden.
Wo kaufen in Österreich:
- BILLA: Vegavita-Eigenmarke mit über 559 pflanzlichen Produkten, im Veganuary sogar mit reduzierter Mehrwertsteuer
- SPAR: SPAR Veggie ist die am stärksten wachsende Eigenmarke mit +13% Absatz
- Hofer, Lidl und dm führen ebenfalls günstige Pflanzendrinks
Tipp: Für den Kaffee eignen sich "Barista"-Varianten am besten - sie schäumen wie Kuhmilch.
2. Vegane Aufstriche statt Butter und Käse
Statt Butter greifst Du zu pflanzlicher Margarine oder Avocado. Für herzhaften Geschmack probiere Hummus, Baba Ganoush oder würzige Gemüseaufstriche. Und für alle, die veganen Käse vermissen: Moderne Alternativen auf Cashew- oder Kokosölbasis überzeugen geschmacklich immer mehr.
Aktuelle Produkte:
- Simply V, Violife und Bedda für Scheiben- und Streukäse
- Naturli und Alsan für pflanzliche Butter
- Dr. Mannah's für fermentierte Cashew-Alternativen
3. Snacks ohne Milch
Die gute Nachricht: Viele Snacks sind bereits von Natur aus vegan - Obst, Gemüsesticks, Nüsse, Hummus mit Karotten. Für süße Gelüste gibt es dunkle Schokolade, Energiebällchen oder vegane Süßigkeiten.
Versteckte Milch beachten: Viele Chips, Cracker und Fertigsnacks enthalten überraschend Milchpulver oder Molke. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich!
4. Kochen und Verfeinern ohne Sahne
Für cremige Saucen und Suppen gibt es geniale Alternativen:
- Kokosmilch für asiatische Currys
- Cashewcreme für Pasta-Saucen
- Hafersahne zum Kochen (z.B. Oatly Cuisine)
- Hefeflocken für käsigen Geschmack
Laut einer Studie von Kiesswetter et al. (2024) ist der Austausch von Milchprodukten gegen pflanzliche Lebensmittel sogar mit einem niedrigeren Gesamtmortalitätsrisiko verbunden.
5. Vegane Joghurts und Desserts
Der Markt für veganes Joghurt ist in den letzten Jahren explodiert. Von Soja- über Kokos- bis zu Haferjoghurt findest Du alles bei BILLA, SPAR und Co. Auch Eis, Pudding und Cremes gibt es längst in veganer Variante.
Empfehlung: Achte bei veganem Joghurt auf angereicherte Varianten mit Calcium und Vitamin B12. Laut Öko-Test erhielten 10 von 20 getesteten veganen Joghurts die Bestnote.
Nährwerte im Blick behalten
Ein wichtiger Hinweis aus der Wissenschaft: Laut dem DGE-Positionspapier sind pflanzliche Milchalternativen ohne Anreicherung nicht automatisch mit Kuhmilch gleichzusetzen. Besonders bei Calcium, Vitamin B12 und Vitamin D solltest Du auf angereicherte Produkte achten oder diese Nährstoffe anderweitig aufnehmen.
Die gute Nachricht: Sojadrinks ähneln Kuhmilch am ehesten in Proteingehalt und -qualität. Und pflanzliche Milchalternativen enthalten durchschnittlich mehr ungesättigte Fettsäuren und weniger gesättigte Fette.
Warum der Umstieg lohnt
Neben gesundheitlichen Aspekten sprechen auch Umweltgründe für pflanzliche Alternativen: Laut Quarks verursachen Pflanzendrinks durchschnittlich bis zu 80% weniger Treibhausgasemissionen als Kuhmilch.
Der Umstieg wird Dir nach einer kurzen Eingewöhnungsphase leichtfallen. Die Vorteile - oft bessere Verdauung, schönere Haut und ein gutes Gewissen - machen sich bemerkbar!
Weiterführende Artikel:
- Ist veganer Joghurt gesund? - Nährwerte und Marken im Check
- Veganes Joghurt selber machen - Der komplette Guide
- Veganer Käse - Der komplette Guide 2026
Häufige Fragen
- Welche pflanzliche Milch schmeckt am ehesten wie Kuhmilch?
- Sojamilch kommt Kuhmilch bei Proteingehalt und -qualität am nächsten und eignet sich deshalb besonders gut zum Kochen und Backen. Für Kaffee empfehlen sich spezielle "Barista"-Varianten von Hafer- oder Sojamilch, da sie ähnlich gut aufschäumen wie Kuhmilch. Geschmacklich ist das aber Gewöhnungssache - am besten mehrere Sorten testen.
- Wo bekomme ich pflanzliche Milchalternativen in Österreich günstig?
- BILLA führt mit Vegavita über 559 pflanzliche Produkte, SPAR hat mit SPAR Veggie die am stärksten wachsende Eigenmarke. Auch Hofer, Lidl und dm bieten günstige Pflanzendrinks unter Eigenmarken an. Ein Preisvergleich zwischen den Ketten lohnt sich, da Aktionspreise häufig wechseln.
- Muss ich beim Umstieg auf Nährstoffe achten?
- Ja, unangereicherte Pflanzendrinks liefern nicht automatisch dieselben Nährstoffe wie Kuhmilch. Besonders bei Calcium, Vitamin B12 und Vitamin D lohnt sich der Griff zu angereicherten Produkten oder eine anderweitige Zufuhr dieser Nährstoffe. Sojadrinks kommen beim Proteingehalt Kuhmilch am nächsten.
- Welche Milchprodukte lassen sich am einfachsten ersetzen?
- Am leichtesten fällt der Umstieg bei Milch selbst - Hafer-, Soja- oder Mandelmilch lassen sich 1:1 in Kaffee, Müsli und beim Kochen einsetzen. Butter wird durch pflanzliche Margarine oder Avocado ersetzt, Sahne durch Kokosmilch, Cashewcreme oder Hafersahne. Käse und Joghurt brauchen oft etwas mehr Ausprobieren, da hier die größte Produktvielfalt existiert.
- Enthalten Snacks und Fertigprodukte oft versteckte Milch?
- Ja, viele Chips, Cracker und Fertigsnacks enthalten Milchpulver oder Molke, obwohl man es beim ersten Blick nicht erwarten würde. Ein Blick auf die Zutatenliste schafft schnell Klarheit. Zum Glück sind viele klassische Snacks wie Obst, Gemüsesticks, Nüsse oder dunkle Schokolade ohnehin von Natur aus vegan.