Ist Kakao vegan? Kakaopulver, Nesquik und Kakaobutter im Check

25.2.2026

Die gute Nachricht zuerst: Reines Kakaopulver ist immer vegan. Die Kakaobohne ist eine Frucht, und bei der Verarbeitung zu Pulver werden keine tierischen Produkte verwendet. Aber bei Instant-Kakao und Trinkschokolade sieht es anders aus.

Was ist überhaupt Kakao?

Kakao wird aus den Bohnen des Kakaobaums (Theobroma cacao) gewonnen. Die Bohnen werden fermentiert, getröstet und gemahlen. Das Ergebnis: Kakaomasse. Aus dieser werden durch Pressen zwei Produkte gewonnen:

Beide sind zu 100% pflanzlich.

Ist Kakaobutter vegan?

Ja, Kakaobutter ist vegan! Der Name ist irreführend - Kakaobutter enthält keine Milch. Das Wort "Butter" bezieht sich nur auf die cremige Konsistenz. Laut einem EU-Beschluss von 2010 darf Kakaobutter diesen traditionellen Namen behalten - ähnlich wie Erdnussbutter.

Ist Backkakao vegan?

Reiner Backkakao (wie der typische "stark entölte Kakao" zum Backen) ist immer vegan. Er besteht nur aus gemahlenem Kakaopulver ohne Zusätze. Achte auf die Zutatenliste: Steht dort nur "Kakaopulver" oder "Kakao, stark entölt", bist du auf der sicheren Seite.

Versteckte Zutaten in Instant-Kakao

Bei Trinkkakaomischungen wird es komplizierter. Diese können enthalten:

Zutat Vegan?
Kakaopulver Ja
Zucker Ja
Milchpulver Nein
Magermilchpulver Nein
Laktose Nein
Molkenpulver Nein
Aromen Unklar (können tierisch sein)
Vitamin D Unklar (manchmal aus Schafwolle)

Laut Veganivore enthielten von 23 getesteten Kakaopulvern sechs Milchpulver und neun undeklarierte Aromen. Ein Blick auf die Zutatenliste ist also Pflicht!

Marken-Check: Welcher Instant-Kakao ist vegan?

Kaba

Kaba ist vegan. Das beliebte Kakaopulver im Nachfüllbeutel verzichtet auf tierische Inhaltsstoffe.

Nesquik

Die Sache mit Nesquik ist interessant: Laut Nestlé sind die Sorten Nesquik Original, Nesquik Schoko-Hafer und Nesquik Erdbeere vegan. Ältere Informationen widersprachen dem teilweise - mittlerweile scheint die Rezeptur aber angepasst worden zu sein.

Nicht vegane Trinkschokoladen

Vegane Instant-Kakao-Optionen in Österreich

Bei BILLA und SPAR findest du vegane Optionen:

Tipp: Die einfachste vegane Trinkschokolade machst du selbst: Backkakao + Zucker oder Agavendicksaft + heiße Hafermilch.

Gesundheitsvorteile von Kakao

Kakao ist mehr als nur lecker. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Kakao-Flavanole positive Effekte haben können:

Herzgesundheit

Die COSMOS-Studie der Harvard Universität mit über 21.000 Teilnehmern zeigte: Regelmäßiger Kakaoextrakt-Konsum kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Die enthaltenen Flavanole wirken:

Gehirnleistung

Laut Zentrum der Gesundheit verbessert Kakao die Gehirndurchblutung. In einer Studie erreichten Teilnehmer über 60 nach drei Monaten regelmäßigem Kakaokonsum die Gedächtnisleistung von 30-40-Jährigen.

Hautgesundheit

Eine Studie mit Frauen im Alter von 43-86 Jahren zeigte: Nach 24 Wochen täglichem Konsum von Kakao mit 320 mg Flavanolen gingen Faltentiefe und Hautrauheit signifikant zurück.

Schnell-Check: Ist Kakao vegan?

Produkt Vegan?
Reines Kakaopulver Ja
Backkakao (stark entölt) Ja
Kakaobutter Ja
Kaba Ja
Nesquik Original Ja
Ovomaltine Nein
Krüger Trinkschokolade Nein

Fazit

Kakao in seiner reinen Form ist immer vegan. Bei Instant-Produkten gilt: Zutatenliste lesen! Die meisten beliebten Marken wie Kaba und Nesquik haben ihre Rezepturen mittlerweile vegan gestaltet. Für die gesündeste Option greifst du zu reinem Backkakao und mischst dir deine Trinkschokolade selbst mit Pflanzenmilch.

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