Ist Schokolade vegan? Dunkle, Milka, Lindt und mehr im Check

17.2.2026

Die Grundzutat von Schokolade - Kakao - ist rein pflanzlich. Doch zwischen der Kakaobohne und der fertigen Tafel passiert einiges. Hier erfährst du, worauf du achten musst und welche Schokoladen wirklich vegan sind.

Die Grundregel: Kakao und Kakaobutter sind immer pflanzlich

Kakaobutter wird aus der Kakaobohne extrahiert und ist trotz des Namens zu 100% pflanzlich. Laut Healthline handelt es sich um das pflanzliche Fett der Kakaobohne - es hat also nichts mit Milchbutter zu tun. Der Name kommt lediglich daher, dass Kakaobutter bei Raumtemperatur eine ähnliche Konsistenz wie Butter hat.

Die reinen Grundzutaten von Schokolade - Kakaomasse, Kakaobutter und Zucker - sind also unproblematisch. Das Problem beginnt erst bei den Zusätzen.

Welche Schokoladenarten sind vegan?

Zartbitterschokolade und dunkle Schokolade

Die meisten hochwertigen Zartbitterschokoladen sind von Natur aus vegan. Eine typische 70% Zartbitter enthält laut Open Food Facts nur drei Zutaten: Kakaomasse, Rohrzucker und Kakaobutter.

Je höher der Kakaoanteil, desto wahrscheinlicher ist die Schokolade vegan. Bei 70% und darüber findest du häufig rein pflanzliche Produkte. Doch Vorsicht: Laut Dallmann Confections fügen manche Hersteller auch bei dunkler Schokolade Milchfett hinzu, um eine cremigere Textur zu erreichen.

Vollmilchschokolade

Klassische Vollmilchschokolade ist per Definition nicht vegan. Laut Venchi muss Milchschokolade mindestens 25% Kakao und 14% Milchbestandteile enthalten - das schließt vegane Ernährung aus.

Die gute Nachricht: Es gibt mittlerweile hervorragende vegane Milchschokoladen auf Basis von Hafermilch, Reismilch oder Nüssen.

Weiße Schokolade

Traditionelle weiße Schokolade enthält Kakaobutter, Zucker und Milchpulver - sie ist damit nicht vegan. Auch hier gibt es inzwischen pflanzliche Varianten, etwa auf Basis von Kokos oder Cashews.

Diese Zutaten machen Schokolade nicht vegan

Laut Kakoa und EatHealthy365 solltest du auf folgende Zutaten achten:

Zutat Was ist das?
Milchpulver, Magermilchpulver Getrocknete Milch
Butterreinfett, Milchfett Fett aus Kuhmilch
Molkenpulver, Whey Nebenprodukt der Käseherstellung
Kasein Milchprotein, als Bindemittel verwendet
Laktose Milchzucker
E904 (Schellack) Glänzende Beschichtung aus Lackschildläusen
E120 (Karmin) Roter Farbstoff aus Cochenille-Läusen

Besonders tückisch: Milchfett wird oft auch günstigen Zartbitterschokoladen zugesetzt, um den Schmelzpunkt zu senken und die Textur cremiger zu machen. Ein Blick auf die Zutatenliste ist daher immer Pflicht.

Beliebte Marken im Check

Lindt

Lindt bietet eine wachsende vegane Auswahl. Laut VegNews sind die Excellence-Tafeln mit 70%, 85%, 90% und 99% Kakaoanteil vegan. Zusätzlich hat Lindt Oat Milk Lindor Truffles auf Hafermilch-Basis eingeführt.

Achtung: Laut The Vegan Review enthalten viele Lindt-Zartbitterschokoladen in Großbritannien wasserfreies Milchfett - darunter Excellence 78%, Cherry Intense und Sea Salt. In Österreich und Deutschland können die Rezepturen abweichen, also immer die Zutatenliste prüfen.

Ritter Sport

Ritter Sport hat eine eigene vegane Linie mit dem V-Label. Laut GoDairyFree gibt es folgende zertifiziert vegane Sorten:

Neu für 2025: Laut Vegconomist gibt es jetzt auch die Sorte Double Crunch mit gerösteten Maisstückchen und Cornflakes.

Die "zufällig veganen" dunklen Sorten wie 74% Peru oder Marzipan sind ebenfalls rein pflanzlich.

Milka

Milka ist als klassische Alpenmilchschokolade bekannt und bietet derzeit keine dedizierten veganen Produkte an. Die Marke gehört zu Mondelez International und setzt traditionell auf Milchschokolade.

iChoc

iChoc ist eine rein vegane Marke aus Deutschland. Laut iChoc sind alle acht Sorten bio, fairtrade-zertifiziert, palmölfrei und plastikfrei verpackt. Die Schokoladen werden mit Reisdrink statt Milch hergestellt und sind bei dm in Österreich erhältlich.

Vivani

Vivani bietet hochwertige Bio-Schokoladen, darunter viele vegane Optionen. Laut VeganBlatt Kaufguide findest du Vivani in Bio-Märkten und Reformhäusern in Österreich. Die 70% Bio-Zartbitterschokolade von Fairafric enthält nur drei Zutaten und ist vegan.

Der Dubai-Schokolade-Trend: Was ist vegan?

Die virale Dubai-Schokolade mit Pistaziencreme und Knafeh-Teig ist ein Social-Media-Phänomen. Laut Plant Based News gibt es mittlerweile vegane Versionen:

Die originale Dubai-Schokolade von FIX Dessert Chocolatier enthält Milchschokolade und ist nicht vegan.

Wo findest du vegane Schokolade in Österreich?

Supermärkte

Bio-Märkte und Reformhäuser

Hier findest du die größte Auswahl an Vivani, Rapunzel, Gepa und anderen Bio-Marken mit veganen Optionen.

So erkennst du vegane Schokolade

  1. V-Label oder Veganblume - Die sicherste Methode
  2. Zutatenliste lesen - Keine Milchbestandteile, kein Butterreinfett
  3. Hoher Kakaoanteil - Ab 70% oft vegan (aber prüfen!)
  4. "Kann Spuren von Milch enthalten" - Das ist für Veganer OK, bedeutet nur Kreuzkontamination

Fazit: Schokolade kann vegan sein - aber nicht automatisch

Die Grundzutaten Kakao und Kakaobutter sind immer pflanzlich, doch viele Hersteller fügen Milchprodukte hinzu. Für dunkle Schokolade gilt: Je höher der Kakaoanteil und je kürzer die Zutatenliste, desto wahrscheinlicher ist sie vegan.

Mit Marken wie Ritter Sport Vegan, iChoc, Lindt Excellence (ausgewählte Sorten) und Vivani stehen dir in Österreich viele leckere Optionen offen. Und für die, die selbst Hand anlegen wollen: In unseren veganen Brownies oder Schokomuffins kommt garantiert nur pflanzliche Schokolade zum Einsatz.

Ausführliche Empfehlungen findest du in unserem Vegane Schokolade kaufen: Der komplette Guide für Österreich.