Ist Cola vegan? Coca-Cola, Fritz-Kola, Pepsi und mehr im Check

18.2.2026

Cola ist das beliebteste Erfrischungsgetränk der Welt. Doch enthält dein Lieblings-Softdrink versteckte tierische Zutaten? Die gute Nachricht vorweg: Die meisten Cola-Sorten in Deutschland und Österreich sind vegan. Aber es gibt wichtige Ausnahmen.

Kurz-Check: Welche Cola-Marken sind vegan?

Marke Status Anmerkung
Coca-Cola (alle Sorten) Vegan Classic, Zero, Light, Vanilla
Fritz-Kola Vegan 100% vegane Produkte bestätigt
Pepsi (DE/AT) Vegan Pepsi, Pepsi Max, Pepsi Light
Afri-Cola Vegan Alle Sorten
Club-Mate Cola Vegan Synthetischer Kleber
Vita-Cola Vegan Deutscher Klassiker
Bionade Cola Vegan Bio-Qualität

Coca-Cola: Offiziell vegan

Coca-Cola hat auf ihrer FAQ-Seite bestätigt: Alle Hauptzutaten sind pflanzlichen Ursprungs. Das Getränk besteht aus Kohlensäure, Wasser, Zucker, Farbstoff (Zuckerkulör E150d), Phosphorsäure und natürlichen Aromen mit Koffein.

Die veganen Coca-Cola-Produkte umfassen:

Tierversuche: Das sagt PETA

PETA führt Coca-Cola als tierversuchsfrei. Das Unternehmen hat 2007 erklärt: „The Coca-Cola Company does not conduct animal tests and does not directly fund animal tests on beverages." Diese Zusage wurde in Briefen an Forschungspartner bekräftigt.

Fritz-Kola: 100 Prozent vegan

Der Hamburger Kultgetränke-Hersteller hat den veganen Status aller Produkte offiziell bestätigt. Laut dem Fritz-Kola Nachhaltigkeitsbericht 2022/2023 sind 100 Prozent der Produkte vegan. Das gilt auch für die Bio-Variante „grün & gerecht" mit Fairtrade-Zucker.

Besonders vorbildlich: Selbst die Etiketten und Kleber sind frei von tierischen Inhaltsstoffen. Das ist nicht selbstverständlich, wie wir gleich sehen werden.

Pepsi: Vorsicht bei Diet Pepsi

Die Situation bei PepsiCo ist etwas komplizierter. Veganivore hat recherchiert:

Vegan in Deutschland und Österreich:

Nicht vegan (international):

Warum Diet Pepsi nicht vegan ist, bleibt ein Geheimnis. Ein PepsiCo-Sprecher bezeichnete die Information als „commercially sensitive". In Deutschland gibt es stattdessen Pepsi Light, das als vegan bestätigt ist.

Achtung bei anderen PepsiCo-Produkten: Miranda, Punica und Lipton können laut PepsiCo-Angaben tierische Derivate von Lieferanten enthalten. Rockstar „Zero Sugar" ist definitiv nicht vegan, da es Karmin (E120) enthält.

Afri-Cola und Club-Mate: Beide vegan

Afri-Cola hat auf Anfrage bestätigt, dass alle Getränke der Marke vegan sind. Ein kleiner Wermutstropfen: Ein Abfüllbetrieb verwendet kaseinhaltigen Leim für Etiketten auf Glasflaschen (Stand: 09/2025).

Club-Mate geht einen Schritt weiter: Der Etikettenleim ist zu 100 Prozent synthetisch. Laut Hersteller ist Club-Mate Cola vegan, glutenfrei, laktosefrei und wird mit erneuerbaren Energien hergestellt.

Das Zucker-Problem: In Europa kein Thema

In den USA wird Rohrzucker oft mit Knochenkohle (Tierkohle) gefiltert, um ihn weiß zu machen. Die Knochen stammen laut Recherchen aus Afghanistan, Argentinien, Indien und Pakistan.

In Europa sieht die Situation anders aus. Vegpool hat bei den drei größten deutschen Zuckerherstellern nachgefragt: Keine Tierkohle in der Produktion.

Der Grund: Die EU produziert hauptsächlich Rübenzucker, und Rübenzucker wird nie mit Knochenkohle gefiltert. VeganBlatt berichtete ausführlich darüber, dass weißer Zucker in Deutschland und Österreich vegan ist.

Schweppes und Lilt: Fischgelatine-Warnung

Einige Coca-Cola-Untermarken enthalten Fischgelatine als Stabilisator für Beta-Carotin-Farbstoffe. Plant Based News listet auf:

Nicht vegan (hauptsächlich UK):

Gut zu wissen: In Deutschland verwendet Coca-Cola laut Unternehmensangaben keine Gelatine. Die einzige Ausnahme sind CHAQWA Kaffeespezialitäten mit Milch.

Das Etikettenkleber-Problem

Ein überraschendes Detail: Der Leim, mit dem Etiketten auf Glasflaschen geklebt werden, kann Kasein (Milchprotein) enthalten. Das betrifft verschiedene Marken und Abfüllbetriebe.

Die Lösung für Perfektionisten: Dosen kaufen! Dosen sind bedruckt und benötigen keinen Kleber. Eat-Vegan.de empfiehlt Dosen als sichere Alternative.

Für die meisten Veganer ist der Etikettenkleber jedoch kein Dealbreaker, da der Kleber nicht ins Getränk gelangt.

Vegane Cola-Marken in Österreich: Kaufen bei SPAR und BILLA

Alle großen Cola-Marken sind bei österreichischen Supermärkten erhältlich:

Tipp: Achte auf das V-Label oder die Veganblume für zusätzliche Sicherheit, auch wenn die meisten Cola-Produkte ohne Zertifizierung vegan sind.

Worauf beim Cola-Kauf achten?

  1. Zutatenliste prüfen: Fischgelatine, Karmin (E120), Vitamin D3 aus Lanolin
  2. Länder-Unterschiede: Rezepturen variieren international
  3. Energy-Drinks beachten: Nicht alle Cola-Energy-Mischungen sind vegan
  4. Im Zweifel nachfragen: Die meisten Hersteller beantworten Vegan-Anfragen schnell

Fazit: Cola ist fast immer vegan

Die klassischen Cola-Marken in Deutschland und Österreich – Coca-Cola, Fritz-Kola, Pepsi, Afri-Cola – sind alle vegan. Problematisch können einige Untermarken mit Fischgelatine oder bestimmte internationale Produkte wie Diet Pepsi sein.

Für den Alltag gilt: Greif bedenkenlos zu deiner Lieblings-Cola. Die koffeinhaltige Erfrischung ist für Veganer unbedenklich.


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