Veganes Quittengelee
Quitten stecken ihr Pektin vor allem in Schale und Kerngehäuse - deshalb bleibt bei diesem Gelee beides einfach dran, statt im Biomüll zu landen. Aus 1,5 kg Quitten werden so ganz ohne Zusatzpektin knapp 6 bis 7 Gläser bernsteinfarbenes Gelee.
Schale und Kerngehäuse bleiben beim Köcheln dran
Quitten lassen sich roh nicht essen - sie sind hart und herb, bis sie weich gekocht werden. Wasche die Früchte gründlich, um den Flaum zu entfernen, und schneide sie ungeschält mit Kerngehäuse in grobe Stücke - dort sitzt das meiste natürliche Pektin. Die Stücke köcheln 45-55 Minuten in Wasser, bis sie weich sind.
Der Saft tropft mehrere Stunden ab, bevor er zu Gelee wird
Für ein klares Gelee tropft die gekochte Fruchtmasse 4 bis 8 Stunden durch ein Tuch im Sieb ab, am besten über Nacht - ohne zu drücken. Wer es eiliger hat, presst das Tuch leicht aus; das Gelee wird dadurch etwas trüber, schmeckt aber genauso gut. Danach den Saft 1:1 mit Gelierzucker und Zitronensaft aufkochen und die Gelierprobe machen.
Quitten haben von Oktober bis November Saison. Wer die Frucht noch öfter verarbeiten möchte, findet Inspiration im veganen Quittenkuchen oder in den veganen Apfel-Quitten Mini Pies. Zum Frühstück passt das Gelee auf Brot oder als Glasur für Kuchen.
Rezept
Zutaten
- 1,5 kg Quitten (ca. 3-4 mittelgroße Früchte)
- 1,2 l Wasser
- Saft von 1 Zitrone (ca. 40 ml)
- ca. 900 g Gelierzucker 1:1 (Menge richtet sich 1:1 nach der Menge des gewonnenen Safts)
Zubereitung
- Quitten unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, um den Flaum zu entfernen. Nicht schälen und nicht entkernen - in Schale und Kerngehäuse steckt das meiste natürliche Pektin. Grob in Stücke schneiden.
- Quittenstücke in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken, aufkochen und bei mittlerer Hitze 45-55 Minuten köcheln, bis sie weich sind.
- Fruchtmasse samt Flüssigkeit in ein mit einem sauberen Tuch ausgelegtes Sieb über eine große Schüssel geben. 4 bis 8 Stunden, am besten über Nacht, abtropfen lassen, ohne zu drücken - so bleibt der Saft klar.
- Einmachgläser sterilisieren: 10 Minuten in kochendem Wasser oder 15 Minuten im Backofen bei 120 Grad Umluft. Warm bereitstellen.
- Den aufgefangenen Saft abmessen und in einen großen Topf geben. Pro Liter Saft dieselbe Menge Gelierzucker 1:1 einrühren, dazu den Zitronensaft.
- Unter Rühren aufkochen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen (Packungsangabe des Gelierzuckers beachten).
- Gelierprobe machen: einen Teelöffel der heißen Masse auf einen eiskalten Teller geben, kurz warten. Läuft die Masse beim Schräghalten kaum noch, ist das Gelee fertig.
- Sofort heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, fest verschließen, kurz auf den Kopf stellen, 5 Minuten so stehen lassen, dann wieder umdrehen.
- Vollständig auskühlen lassen, etikettieren, kühl und dunkel lagern.
Häufige Fragen
- Warum werden Schale und Kerngehäuse nicht entfernt?
- Quitten tragen den größten Teil ihres natürlichen Pektins in Schale und Kerngehäuse. Wer beides mitkocht, braucht kein zusätzliches Geliermittel und bekommt trotzdem zuverlässig festes Gelee.
- Wie lange ist veganes Quittengelee haltbar?
- Ungeöffnet hält sich das Gelee bei kühler, dunkler Lagerung 12 bis 18 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3 bis 4 Wochen aufbrauchen. Immer mit einem sauberen Löffel entnehmen, damit kein Schimmel entsteht.
- Was tun, wenn das Gelee nicht fest wird?
- Die Masse erneut aufkochen und noch 2 bis 3 Minuten sprudelnd weiterkochen, dann die Gelierprobe wiederholen. Ist das Gelee bereits erkaltet, einfach erneut erhitzen, kurz mitkochen und wieder heiß abfüllen.
- Warum ist mein Gelee trüb statt klar?
- Trübes Gelee entsteht meist, wenn beim Abtropfen auf das Tuch gedrückt wurde. Für ein klares Gelee die Fruchtmasse nur durchtropfen lassen - wer es eiliger hat und leicht presst, bekommt ein etwas trüberes, aber genauso schmackhaftes Ergebnis.
- Wo bekomme ich Quitten in Österreich und Deutschland?
- Quitten haben von Oktober bis November Saison und sind dann auf Wochenmärkten, in Hofläden und teils bei Billa, Spar, Rewe oder Edeka erhältlich. Wer einen Baum im Garten oder in der Nachbarschaft kennt, kommt oft auch kostenlos an die Früchte.