Veganes Pulled Pork mit Kräuterseitlingen
Wer sagt, dass Pulled Pork Fleisch braucht? Mit Kräuterseitlingen zauberst du ein rauchig-süßes Gericht, das der klassischen amerikanischen BBQ-Spezialität in nichts nachsteht. Die fleischige Textur dieser besonderen Pilze macht sie zur perfekten Grundlage für veganes Pulled Pork.
Warum Kräuterseitlinge so gut funktionieren
Kräuterseitlinge (auch Königsausternpilze genannt) haben einen dicken, fleischigen Stiel, der sich wunderbar in faserige Streifen zerteilen lässt. Im Gegensatz zu anderen Pilzen behalten sie beim Backen ihre Struktur und nehmen Aromen besonders gut auf. Das Ergebnis: zartes, saftiges "Pulled Pork" mit authentischer Textur.
Tipps für perfektes Ergebnis
- Pilze gut trocknen: Je trockener die Pilze vor dem Backen sind, desto besser bräunen sie und nehmen die Aromen auf.
- Nicht zu eng legen: Die Pilze brauchen Platz auf dem Backblech, damit sie rösten statt dämpfen können.
- Geduld beim Zupfen: Nimm dir Zeit, die Pilze in schöne, lange Fasern zu zerteilen - das macht den Unterschied in der Textur.
- Sauce erst zum Schluss: Die Pilze zuerst knusprig backen, dann erst mit der Sauce vermengen für die perfekte Kombination aus knusprig und saftig.
Variationen
- Asiatisch: Sojasauce, Sesamöl, Ingwer und Sriracha statt BBQ-Sauce
- Mexikanisch: Limettensaft, Kreuzkümmel und Chipotle - perfekt für Tacos
- Extra rauchig: Einen Tropfen Liquid Smoke zur BBQ-Sauce geben
- Mit Jackfruit: Die Hälfte der Pilze durch junge Jackfruit aus der Dose ersetzen
Dazu passt
Serviere dein veganes Pulled Pork auf einem getoasteten Brioche-Brötchen, mit cremigem Cole Slaw und eingelegten Gurken. Oder fülle damit knusprige Tortillas für mexikanisches Flair.
Aufbewahrung
Das fertige Pulled Pork hält sich im Kühlschrank 3-4 Tage. Zum Aufwärmen einfach in der Pfanne mit einem Spritzer Wasser erhitzen, bis es wieder saftig ist. Einfrieren ist möglich, allerdings verlieren die Pilze dabei etwas von ihrer Textur.
Rezept
Zutaten
- 500g Kräuterseitlinge (oder Austernpilze)
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1/2 TL Knoblauchpulver
- 1/2 TL Zwiebelpulver
- 1/4 TL Cayennepfeffer
- Salz nach Geschmack
- Für die BBQ-Sauce:
- 200ml passierte Tomaten
- 2 EL Ahornsirup
- 1 EL Apfelessig
- 1 EL Sojasauce
- 1 TL Senf
- 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 Knoblauchzehe, gepresst
Zubereitung
- Kräuterseitlinge mit einem feuchten Tuch reinigen. Die Pilze der Länge nach mit zwei Gabeln in faserige Streifen zerteilen - ähnlich wie man Fleisch zupfen würde. Dadurch entsteht die typische 'Pulled'-Textur.
- Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die gezupften Pilze in einer großen Schüssel mit Olivenöl, geräuchertem Paprika, Knoblauch- und Zwiebelpulver, Cayennepfeffer und einer Prise Salz vermengen.
- Die Pilze auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen - nicht zu dicht, damit sie rösten statt dämpfen. 20-25 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt und knusprig sind.
- Während die Pilze im Ofen sind, die BBQ-Sauce zubereiten: Passierte Tomaten, Ahornsirup, Apfelessig, Sojasauce, Senf, geräuchertes Paprikapulver und gepressten Knoblauch in einem kleinen Topf verrühren. Bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eingedickt ist.
- Die gebackenen Pilze in eine Pfanne geben, die BBQ-Sauce darüber verteilen und bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten schwenken, bis die Pilze die Sauce aufgenommen haben und leicht karamellisiert sind.
- Heiß servieren - auf Burger-Brötchen, in Tortillas, auf Nachos oder als Beilage zu Cole Slaw.