Veganes Marillenkompott

Ein gutes Marillenkompott braucht Geduld, keine Eile: Die Fruchthälften ziehen sanft im Sirup, statt zu kochen, und bleiben dabei vollständig ganz.

Der Sud macht den Unterschied

Anders als beim schnellen Röster kommt hier deutlich mehr Wasser in den Topf. Die Marillen liegen darin fast wie in einem Bad und garen bei niedrigster Hitze, während der Sirup langsam in die Frucht zieht.

15 bis 18 Minuten zugedeckt reichen, um die Hälften weich, aber formstabil zu machen. Wer rührt, riskiert Matsch - der Löffel bleibt draußen.

Kalt auskühlen bringt den Geschmack

Das Kompott schmeckt erst richtig gut, wenn es im eigenen Sud auskühlt und danach mindestens 2 Stunden im Kühlschrank durchzieht. Dabei wird der Sirup dicker und die Süße gleichmäßiger.

Variieren nach Saison und Vorrat

Wer die kurze, warme Variante sucht, findet sie im veganen Marillenröster. Für die klassische Mehlspeise mit Marillen eignen sich die veganen Marillenknödel aus Topfenteig.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
10 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
2 Std 30 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 800 g reife Marillen
  • 200 ml Wasser
  • 90 g Rohrzucker
  • 1 Zimtstange
  • 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Marillen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften bleiben ganz, nicht vierteln.
  2. Wasser, Zucker, Zimtstange, Vanille, Zitronensaft und Salz in einem weiten Topf aufkochen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  3. Marillenhälften mit der Schnittfläche nach oben in den Sud legen, Hitze auf niedrig stellen und zugedeckt 15 bis 18 Minuten sanft ziehen lassen, ohne zu rühren.
  4. Die Früchte sind fertig, wenn sie mit der Gabel leicht nachgeben, aber ihre Form vollständig behalten.
  5. Topf vom Herd nehmen und das Kompott direkt im Sud auf Zimmertemperatur auskühlen lassen - dabei zieht der Sirup weiter in die Früchte.
  6. Zimtstange entfernen, Kompott in ein Glas füllen und mindestens 2 Stunden kalt stellen, bevor es serviert wird.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich Kompott vom Marillenröster?
Kompott wird in deutlich mehr Flüssigkeit und länger sanft gezogen, damit die Fruchthälften ganz bleiben, und kommt kalt auf den Tisch. Röster wird kürzer und mit wenig Wasser gekocht, wobei die Marillen teilweise zerfallen und warm serviert werden.
Muss ich für reife Marillen überhaupt Zucker verwenden?
Bei vollreifen, süßen Marillen reichen auch 40 bis 50 g Zucker auf die angegebene Menge. Ganz ohne Zucker wird der Sirup dünner, das Kompott bleibt aber trotzdem aromatisch.
Kann ich tiefgekühlte Marillen verwenden?
Ja, die gefrorenen Hälften direkt in den kochenden Sud geben und die Ziehzeit um etwa 5 Minuten verlängern. Das Wasser um 2 Esslöffel reduzieren, da beim Auftauen zusätzlicher Saft austritt.
Wie lange ist das Kompott haltbar?
Im verschlossenen Glas hält sich das Kompott 5 bis 7 Tage im Kühlschrank. Für längere Lagerung eignet sich das Einfrieren in Portionsgläsern für bis zu 2 Monate.
Wozu passt veganes Marillenkompott am besten?
Klassisch kalt zu Grießbrei, Topfencreme oder Vanilleeis. Auch als Topping auf Overnight Oats, Pancakes oder pur mit einem Löffel Pflanzenjoghurt schmeckt es hervorragend.