Veganes Kichererbsen-Curry ohne Kokosmilch

Dieses vegane Kichererbsen-Curry beweist: für eine samtene, cremige Currysauce braucht es keine Kokosmilch. Eine selbst gemachte Cashew-Creme übernimmt diese Aufgabe - und gibt dem Curry eine runde, nussige Note, die wunderbar mit den warmen indischen Gewürzen harmoniert.

Was macht dieses Curry ohne Kokosmilch so cremig?

Das Geheimnis liegt in der Cashew-Creme. Eingeweichte Cashewkerne werden mit etwas Wasser fein püriert und ergeben eine seidig-cremige Masse, die sich perfekt in Saucen integriert. Die Cashew-Creme ist geschmacklich neutraler als Kokosmilch und lässt die Gewürzaromen noch stärker hervortreten.

Wer keinen Mixer hat oder schnell ein Curry zubereiten möchte, kann stattdessen fertige Hafer-Cuisine direkt aus der Packung verwenden - das spart Zeit und funktioniert ebenfalls hervorragend.

Die Tomatenbasis aus gehackten Dosentomaten und frischen Tomaten gibt dem Curry seine Tiefe und eine natürliche Süsse, die die Gewürze trägt.

Welche Gewürze brauche ich für das Curry?

Das Aroma kommt aus einem klassischen indischen Gewürzprofil:

Gewürz Menge Funktion
Currypulver 2 TL Basis, Farbe und Wärme
Kurkuma 1 TL Erdiger Unterton, goldgelbe Farbe
Kreuzkümmel 1 TL Nussig-warm, typisches Curry-Aroma
Koriander (gemahlen) 1 TL Zitrusfrisch, rundet ab
Garam Masala 1 TL Finisher, gibt Tiefe

Das Anrösten der Gewürze im heissen Öl ist entscheidend: Die fettlöslichen Aromastoffe lösen sich und verteilen sich gleichmässig in der gesamten Sauce. Diesen Schritt nicht überspringen!

Wie werden Kichererbsen im Curry besonders gut?

Kichererbsen aus der Dose sind bereits gegart und müssen nur noch erwärmt und durchgezogen werden. Ein paar Tipps für die besten Kichererbsen im Curry:

Kichererbsen sind eine ausgezeichnete Proteinquelle: Laut Healthline liefern sie etwa 8,9g Protein pro 100g gekochter Hülsenfrucht, dazu reichlich Ballaststoffe, Eisen und Folsäure.

Was passt als Beilage zum Kichererbsen-Curry?

Am besten schmeckt das Curry mit duftigem Basmatireis - seine lockere Textur nimmt die Sauce perfekt auf. Weitere Möglichkeiten:

Für einen vollständigen Abend mit Hülsenfrüchten eignet sich auch ein veganer Couscous-Salat mit Kichererbsen als Starter oder ein herzhafter Linsen-Kichererbsen-Eintopf für kalte Tage.

Tipps für die Meal Prep

Dieses Curry eignet sich hervorragend zur Vorratszubereitung:

Wer gerne proteinreiche Gerichte für die ganze Woche vorbereitet, findet beim veganen Kichererbsen-Spinat-Curry eine cremige Kokosmilch-Variante als Ergänzung.

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Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
45 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 2 Dosen Kichererbsen (à 400g, abgetropft ca. 480g)
  • 80g Cashewkerne (30-60 Minuten in kaltem Wasser eingeweicht)
  • 150ml Wasser (für die Cashew-Creme)
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
  • 2 mittelgrosse frische Tomaten, grob gewürfelt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gerieben oder gepresst
  • 1 Stück frischer Ingwer (ca. 3cm), fein gerieben
  • 2 EL Rapsöl
  • 2 TL Currypulver
  • 1 TL Kurkuma (gemahlen)
  • 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1 TL Koriander (gemahlen)
  • 1 TL Garam Masala
  • 1/2 TL Chiliflocken (optional, nach Geschmack)
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • Frische Petersilie oder Koriander zum Garnieren
  • Basmatireis zum Servieren

Zubereitung

  1. Cashew-Creme vorbereiten: Eingeweichte Cashewkerne abgiessen, mit 150ml frischem Wasser in einem Mixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Beiseite stellen.
  2. Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein reiben oder pressen.
  3. Rapsöl in einem grossen Topf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln zugeben und unter gelegentlichem Rühren 6-8 Minuten glasig andünsten bis sie leicht goldbraun werden.
  4. Knoblauch und Ingwer zugeben und 1-2 Minuten weiterrühren. Alle Gewürze (Currypulver, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Chiliflocken) einstreuen und unter ständigem Rühren 30-60 Sekunden anrösten - das heisse Öl nimmt die Aromastoffe der Gewürze auf.
  5. Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten. Dann gehackte Dosentomaten und frische Tomatenwürfel zugeben. Alles gut vermengen und 5-6 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt.
  6. Cashew-Creme einrühren und gut verrühren. Weitere 5 Minuten köcheln lassen.
  7. Kichererbsen abgiessen, unter fliessendem Wasser abspülen und in den Topf geben. Alles gut verrühren und bei niedriger bis mittlerer Hitze 10-12 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce cremig und die Kichererbsen weich und durchgewärmt sind.
  8. Mit Salz, Pfeffer und Garam Masala abschmecken. Mit frischen Kräutern garnieren und mit Basmatireis servieren.

Häufige Fragen

Womit kann man Kokosmilch im Curry ersetzen?
Cashew-Creme ist ein ausgezeichneter Ersatz für Kokosmilch in veganen Currys. Einfach 70-80g eingeweichte Cashewkerne mit 150ml Wasser fein pürieren - das ergibt eine samtig-cremige Sauce. Auch Hafer-Cuisine oder Mandelmilch funktionieren gut und geben dem Curry eine leichtere Konsistenz.
Wie viel Protein liefern Kichererbsen?
Kichererbsen liefern etwa 8,9g Protein pro 100g gekochter Hülsenfrucht. In einer Portion dieses Currys (ca. 240g Kichererbsen) stecken damit rund 21g Protein. Kombiniert mit Basmatireis entsteht ein nahzu vollständiges Aminosäureprofil, da Reis und Hülsenfrüchte sich ideal ergänzen.
Muss ich die Cashewkerne einweichen?
Mindestens 30 Minuten einweichen macht die Cashewkerne weicher und die Creme glatter. Wer keine Zeit hat, kann die Cashewkerne auch 10 Minuten in heissem Wasser quellen lassen. Mit einem guten Hochleistungsmixer gelingt die Creme auch ohne langes Einweichen sehr gut.
Kann ich das Curry vorbereiten?
Ja - veganes Kichererbsen-Curry schmeckt aufgewärmt oft noch besser, weil die Gewürze durchziehen. Im Kühlschrank hält es sich 3-4 Tage, eingefroren bis zu 3 Monate. Beim Aufwärmen etwas Wasser oder Pflanzenmilch zugeben, da die Sauce beim Abkühlen eindickt.
Welcher Reis passt am besten zu Kichererbsen-Curry?
Basmatireis ist die klassische Wahl - seine lockere Textur nimmt die cremige Sauce gut auf. Alternativ passt Vollkornreis, Quinoa oder veganes Naan-Brot zum Dippen. Basmati hat einen niedrigeren glykämischen Index als Jasminreis und ergänzt die proteinreichen Kichererbsen ideal.
Wie scharf ist das Curry?
In diesem Rezept sind Chiliflocken optional. Ohne Chili ist das Curry mild und für die ganze Familie geeignet. Wer es schärfer mag, kann 1/2 bis 1 TL Chiliflocken oder frische Chilischoten zugeben. Kashmiri-Chili gibt eine schöne rote Farbe bei milder Schärfe.
Kann ich anderes Gemüse ins Curry geben?
Absolut - Spinat, Erbsen oder Blumenkohl passen hervorragend. Spinat und Erbsen in den letzten 3-5 Minuten zugeben, Blumenkohl in kleinen Röschen zusammen mit den Kichererbsen. Gewürfelte Süsskartoffeln geben extra Cremigkeit und eine natürliche Süsse - einfach 15 Minuten vor den Kichererbsen zugeben.
Geht das Rezept auch ohne Mixer oder Pürierstab?
Ja - statt selbst gemachter Cashew-Creme einfach 150ml Hafer-Cuisine oder Mandel-Cuisine direkt in die Sauce rühren. Das Ergebnis ist etwas weniger reichhaltig, aber trotzdem lecker und spart viel Zeit. Eine weitere Option sind fertige Cashew-Cremes aus dem Naturkostladen.