Veganer Zitronen-Blaubeerkuchen
Blaubeersaison in Österreich und Deutschland läuft von Juni bis August - und dieser saftige Kastenkuchen ist der beste Grund, gleich beim ersten Anblick frischer Blaubeeren im Supermarkt zuzugreifen. Zitronig, frisch und in 70 Minuten fertig.
Mehl-Trick und vegane Buttermilch machen den Unterschied
Der Mehl-Trick ist das wichtigste Detail dieses Rezepts: Blaubeeren vor dem Einarbeiten mit 2 EL Mehl bestäuben und schwenken. Das Mehl umhüllt jede einzelne Beere und verhindert zwei Probleme auf einmal - die Beeren sinken nicht auf den Boden, und der Teig bleibt schön hell statt lila-blau. Die vegane Buttermilch aus Hafermilch und Apfelessig sorgt zusammen mit Rapsöl für einen besonders lockeren und saftigen Teig, der sich auch nach zwei Tagen nicht trocken anfühlt.
Welche Variationen sind möglich?
Heidelbeeren (der österreichische Begriff für Blaubeeren aus dem Wald) schmecken intensiver und etwas herber als die Kulturblaubeeren aus dem Supermarkt - beide eignen sich hervorragend. Wer den Zitronengeschmack intensivieren möchte, reibt die Schale von drei statt zwei Bio-Zitronen hinein. Eine Handvoll Mohnblumen (2 EL Mohn) im Teig ergibt eine klassische Lemon-Poppy-Seed-Variation. Für einen glutenfreien Kuchen lässt sich das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen, dann aber 1 TL Xanthan zusätzlich hinzufügen.
Weitere Blaubeer-Rezepte für die Saison: Veganer Heidelbeerkuchen als Blechkuchen mit Streuseln, Vegane Heidelbeer-Muffins für Portionen zum Mitnehmen, oder die Vegane Beerentorte ohne Backen wenn kein Ofen angemacht werden soll.
Rezept
Zutaten
- 300g Weizenmehl (Type 405)
- 180g Rohrzucker
- 120ml Rapsöl
- 220ml Hafermilch, Raumtemperatur
- 1,5 EL Apfelessig
- Abrieb und Saft von 2 Bio-Zitronen
- 1,5 TL Backpulver
- 0,5 TL Natron
- 1 Prise Salz
- 300g Blaubeeren (frisch oder tiefgefroren)
- 2 EL Mehl zum Bestäuben der Blaubeeren
- Für die Glasur: 120g Puderzucker + 3 EL frischer Zitronensaft
Zubereitung
- Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform (25 cm) gut einfetten und mit Mehl ausstreuen.
- Hafermilch und Apfelessig in einer Schüssel verrühren und 5 Minuten stehen lassen - die Mischung gerinnt leicht und bildet so die vegane Buttermilch.
- Rapsöl, Rohrzucker, Zitronenabrieb und Zitronensaft zur Hafermilchmischung geben und mit einem Schneebesen glatt rühren.
- Mehl, Backpulver, Natron und Salz separat vermengen. Die Mehlmischung in die feuchten Zutaten sieben und nur so lange rühren, bis keine Mehlstreifen mehr sichtbar sind - nicht übermixen!
- Mehl-Trick: Blaubeeren (TK-Beeren NICHT auftauen) in einer kleinen Schüssel mit 2 EL Mehl bestäuben und gut schwenken. Dann sanft unter den Teig heben.
- Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und glattstreichen. Im vorgeheizten Ofen 50-55 Minuten backen, bis ein Holzstäbchen sauber herauskommt. Falls die Oberfläche zu früh bräunt, mit Backpapier abdecken.
- Den Kuchen 15 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.
- Für die Glasur Puderzucker mit frischem Zitronensaft glatt rühren bis eine dickflüssige, streichfähige Masse entsteht. Erst über den vollständig erkalteten Kuchen gießen.
Häufige Fragen
- Kann ich tiefgefrorene Blaubeeren verwenden?
- Ja, TK-Blaubeeren funktionieren ausgezeichnet und sind in AT/DE das ganze Jahr in Billa, Spar und Hofer erhältlich. Wichtig: Die Beeren auf keinen Fall auftauen lassen - direkt aus dem Gefrierschrank mit Mehl bestäuben und sofort in den Teig heben. So sinken sie nicht ab und färben den Teig nicht lila.
- Wie lange hält der vegane Zitronen-Blaubeerkuchen frisch?
- Bei Raumtemperatur, gut abgedeckt, hält der Kuchen 2-3 Tage. Im Kühlschrank bleibt er bis zu 5 Tage saftig. Du kannst den Kuchen auch einfrieren: in Stücke schneiden, einzeln in Frischhaltefolie wickeln, bis zu 3 Monate einfrieren. Am besten ohne Glasur einfrieren und diese erst nach dem Auftauen auftragen.
- Welche Pflanzenmilch eignet sich am besten?
- Hafermilch ist die erste Wahl - sie gibt dem Teig eine leichte Süße und eine cremige Konsistenz. Sojamilch funktioniert ebenfalls sehr gut und hat den höchsten Proteingehalt, was dem Kuchen etwas mehr Stabilität gibt. Mandelmilch eignet sich ebenfalls, macht den Kuchen aber etwas leichter. Reismilch ist zu dünnflüssig und empfehlenswert daher nicht.