Veganer Nudelteig: Frische Pasta und Ravioli ohne Ei selber machen
Frische Pasta selber zu machen macht wirklich Freude – und das Ergebnis schmeckt so viel besser als gekaufte Trockennudeln. Dieser vegane Nudelteig kommt ganz ohne Ei aus und gelingt mit nur fünf Grundzutaten, die du bei Billa, Spar, Rewe oder Edeka problemlos bekommst.
Hartweizengrieß und Weizenmehl: die perfekte Basis für vegane Pasta
Für einen gelungenen veganen Nudelteig brauchst du eine Kombination aus Weizenmehl Type 405 oder 550 und Hartweizengrieß (Semola di grano duro). Der Grieß sorgt für die typische Bissfestigkeit und verhindert, dass die Nudeln beim Kochen matschig werden. Wer keinen Semola zur Hand hat, kann auch 100 % Weizenmehl Type 00 verwenden – der Teig wird dann etwas weicher, funktioniert aber ebenfalls. Hartweizengrieß findest du im Mehl-Regal von Billa, Spar und Hofer (AT) sowie Rewe und Edeka (DE), meist als Eigenmarke oder von Recheis.
Kneten und Ruhezeit: so wird der vegane Pastateig elastisch
Der wichtigste Schritt ist das Kneten: mindestens 8 Minuten auf der bemehlten Arbeitsfläche, bis der Teig samtig glatt ist und sich wie ein weiches Ohrläppchen anfühlt. Ist er zu trocken, kommt teelöffelweise Wasser dazu; klebt er, ein bisschen mehr Mehl einarbeiten. Danach wickelst du ihn in Frischhaltefolie und lässt ihn 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen. Diese Ruhezeit entspannt das Gluten und macht das Ausrollen deutlich leichter – bitte nicht weglassen.
Tagliatelle, Ravioli und Lasagneplatten: viele Formen aus einem Teig
Aus diesem veganen Pastateig lassen sich viele Formen zubereiten. Für Tagliatelle und Fettuccine rollst du den Teig auf ca. 1-2 mm aus und schneidest ihn in Streifen. Für Ravioli geht der Teig noch dünner – Stufe 6-7 der Nudelmaschine reicht aus – und du stichst Kreise aus, füllst sie mit Tofu-Ricotta oder Spinat-Cashew-Creme und drückst die Ränder mit leicht angefeuchtetem Wasser an. Für Lasagneplatten bleibt der ausgerollte Teig ungeteilt.
Spinat, Tomate und Kurkuma: bunte Varianten einfach gemacht
Farbige Nudeln entstehen ganz ohne künstliche Zusätze: Für grüne Spinat-Nudeln pürierst du 50 g blanchierten, gut ausgedrückten Spinat mit dem Wasser. Für rote Nudeln rührst du 2 EL Tomatenmark ein, für goldgelbe Pasta mischst du 1 TL Kurkumapulver ins Mehl. Frische Nudeln halten im Kühlschrank 2 Tage. Getrocknet – einfach an der Luft auf einem Rost liegenlassen – hält der vegane Nudelteig als fertige Pasta bis zu 3 Monate.
Welche Sauce passt am besten zu frischer veganer Pasta?
Frisch gemachte Nudeln schmecken zu fast jeder Sauce. Eine vegane Pasta Alfredo aus Cashewcreme ist cremig und leicht, eine vegane Pasta Carbonara mit Räuchertofu und Hefeflocken kommt dem Original überraschend nahe. Wer noch mehr Inspiration sucht, findet im veganen Pasta-Saucen-Guide über zehn Sauce-Ideen für jede Jahreszeit.
Rezept
Zutaten
- 300 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 100 g Hartweizengrieß (Semola di grano duro)
- 200 ml warmes Wasser
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- Extra Mehl zum Bestäuben
Zubereitung
- Mehl und Hartweizengrieß in einer großen Schüssel vermengen. Das Salz dazugeben und eine Mulde in der Mitte formen.
- Warmes Wasser und Olivenöl in die Mulde gießen. Mit einer Gabel von innen nach außen das Mehl langsam einarbeiten.
- Sobald ein grober Teig entsteht, auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und 8-10 Minuten kräftig kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
- Nach der Ruhezeit den Teig in 4 gleiche Stücke teilen. Jedes Stück mit dem Nudelholz oder einer Nudelmaschine dünn ausrollen (ca. 1-2 mm).
- Für Tagliatelle: Die Teigplatten aufrollen und in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Für Fettuccine etwas schmaler schneiden.
- Die Nudeln auf einem bemehlten Brett leicht auseinanderziehen und zu kleinen Nestern formen.
- In reichlich kochendem Salzwasser 3-4 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Sofort mit der Lieblingssauce servieren.
Häufige Fragen
- Kann ich veganen Nudelteig einfrieren?
- Ja, geformte Nudelnester lassen sich hervorragend einfrieren. Dafür auf einem Blech vorfrieren, dann in Gefrierbeutel umfüllen. Haltbarkeit bis zu 3 Monate. Direkt aus dem Gefrierfach in kochendes Salzwasser geben und 5-6 Minuten garen.
- Funktioniert der vegane Pastateig auch für Ravioli?
- Absolut. Den Teig noch dünner ausrollen (Stufe 6-7 der Nudelmaschine oder unter 1 mm) und kreisförmig ausstechen. Füllung auf eine Hälfte geben, Ränder mit Wasser befeuchten und andrücken. Besonders gut eignen sich Tofu-Ricotta, Spinat-Cashew-Creme oder Kürbispüree als Füllung.
- Wo kaufe ich Hartweizengrieß (Semola) in Österreich und Deutschland?
- Bei Billa und Spar findest du Hartweizengrieß meist im Mehl-Regal, oft als Eigenmarke oder von Recheis. In Deutschland bei Rewe und Edeka ebenfalls ganzjährig erhältlich. Alternativ funktioniert auch 100 % Weizenmehl Type 00 – der Teig wird dann etwas weicher.