Vegane Zucchini-Lasagne
Im Sommer hat Zucchini Hochsaison – in Österreich und Deutschland ab Juni frisch bei Billa, Spar und Hofer erhältlich. Diese vegane Zucchini-Lasagne tauscht Nudelplatten gegen dünne Zucchinischeiben aus: Low Carb, glutenfrei und überraschend sättigend. Das Herzstück sind eine herzhafte rote Linsen-Tomaten-Soße und eine cremige Cashew-Béchamel – beides in 75 Minuten fertig, ideal zum Vorbereiten für Gäste oder als Gartenparty-Hauptgericht.
Einsalzen und Anrösten sind die zwei entscheidenden Schritte
Zucchini bestehen zu 95 % aus Wasser – ohne Vorbereitung wird die Lasagne wässrig. Die Lösung: Scheiben mit Meersalz bestreuen, 20 Minuten ziehen lassen und gründlich trocken tupfen. Optional, aber lohnenswert: Scheiben portionsweise in heißem Olivenöl anrösten. Dabei verlieren sie noch mehr Feuchtigkeit und entwickeln Röstaromen. Die roten Linsen kochen in 18–20 Minuten zu einer dickflüssigen, herzhaften Soße ein – ähnlich wie Hackfleisch in einer Bolognese, aber mit mehr Protein. Die Cashew-Béchamel püriert mit Hefeflocken und Muskatnuss bildet die goldbraune Deckschicht. Wer keine Cashews möchte, ersetzt sie durch Mandelmus (2 EL auf 350 ml Hafermilch) oder eine einfache Mehlbéchamel.
Welche Variationen sind möglich?
Auberginen eignen sich hervorragend als Ergänzung – sie haben ab Juli Saison und geben der Lasagne ein noch mediterraneres Aroma. Mit frischem Spinat in der Linsensoße kommt zusätzliches Eisen ins Gericht. Wer es würziger mag, tauscht Oregano gegen Cumin aus und fügt Chipotle hinzu. Wer jede zweite Schicht durch normale Lasagneplatten ersetzt, bekommt eine sättigendere Hybrid-Version.
Als Beilage zum Gartenparty-Buffet passt ein knackiger Salat oder eines unserer veganen Grillbeilagen-Rezepte. Mehr Inspiration für sommerliche Hauptgerichte gibt es bei vegane Gartenparty oder als schnelle Alltagsvariante die vegane Zucchini-Hack-Pfanne.
Rezept
Zutaten
- Für die Zucchini-Schichten:
- 4 große Zucchini (ca. 1 kg), längs in 3-4 mm dicke Scheiben geschnitten
- 1 TL Meersalz (zum Entwässern)
- 1 EL Olivenöl (zum Anrösten)
- Für die rote Linsen-Tomaten-Soße:
- 150 g rote Linsen
- 1 Dose (400 g) gehackte Tomaten
- 2 EL Tomatenmark
- 300 ml Gemüsebrühe
- 1 Zwiebel, fein gehackt
- 3 Knoblauchzehen, gepresst
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 TL getrocknetes Basilikum
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Für die Cashew-Béchamel:
- 120 g Cashews (2 Stunden in Wasser eingeweicht, abgespült)
- 350 ml Hafermilch
- 3 EL Hefeflocken
- 1 EL Speisestärke
- 1/2 TL geriebene Muskatnuss
- 1/2 TL Salz
- Zum Abschluss:
- 2 EL Hefeflocken (zum Bestreuen)
- Frisches Basilikum zum Servieren
Zubereitung
- Zucchini einsalzen: Zucchinischeiben in einer einzigen Lage auf Küchenpapier auslegen, gleichmäßig mit Meersalz bestreuen und 20 Minuten stehen lassen. Danach gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen - dieser Schritt verhindert eine wässrige Lasagne.
- Linsen-Tomaten-Soße: Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel darin 3-4 Minuten glasig dünsten. Knoblauch und Tomatenmark hinzufügen und 1 Minute mitrösten. Rote Linsen, gehackte Tomaten, Gemüsebrühe, Paprikapulver, Oregano und Basilikum einrühren. Bei mittlerer Hitze 18-20 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich und die Soße eingedickt ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Cashew-Béchamel: Eingeweichte Cashews zusammen mit Hafermilch, Hefeflocken, Speisestärke, Muskatnuss und Salz in einen Hochleistungsmixer geben und 2 Minuten cremig pürieren. In einen kleinen Topf umfüllen und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten erhitzen, bis die Béchamel leicht eindickt. Vom Herd nehmen.
- Zucchini anrösten (optional, aber empfohlen): Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die trockengepften Zucchinischeiben portionsweise bei starker Hitze 1-2 Minuten pro Seite anrösten. So wird noch mehr Feuchtigkeit entzogen und das Aroma intensiviert.
- Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) vorbereiten: Eine dünne Schicht Linsen-Tomaten-Soße auf dem Boden der Form verteilen.
- Erste Schicht: Zucchinischeiben nebeneinander auf die Soße legen, leicht überlappend. Dann ca. ein Drittel der restlichen Linsensoße darüber verteilen, dann ca. ein Drittel der Cashew-Béchamel.
- Weitere Schichten: Vorgang mit Zucchini, Linsensoße und Béchamel zweimal wiederholen. Abschließen mit einer Lage Zucchini, der letzten Béchamel-Schicht und 2 EL Hefeflocken gleichmäßig darüber streuen.
- Backen: Im vorgeheizten Ofen bei 190 °C (Ober-/Unterhitze) 35-40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun und die Soße sprudelnd ist. In den letzten 3-5 Minuten den Grill zuschalten für eine schöne Kruste.
- Ruhen lassen: Lasagne 10-15 Minuten ruhen lassen, bevor sie angeschnitten wird. Dadurch setzt sich die Flüssigkeit und die Portionen lassen sich besser herausnehmen. Mit frischem Basilikum garnieren und servieren.
Häufige Fragen
- Warum wird meine vegane Zucchini-Lasagne wässrig?
- Zucchini enthalten bis zu 95 % Wasser. Der wichtigste Schritt ist das Einsalzen: Scheiben mit Salz bestreuen, 20 Minuten ziehen lassen und dann gründlich trocken tupfen. Wer die Scheiben zusätzlich in einer heißen Pfanne kurz anröstet, entzieht noch mehr Feuchtigkeit. Auch nach dem Backen 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Flüssigkeit setzen kann.
- Kann ich die Cashew-Béchamel ohne Hochleistungsmixer zubereiten?
- Ja. Cashews mindestens 4 Stunden in Wasser einweichen, dann abgießen und mit einem normalen Stabmixer sehr gründlich pürieren. Alternativ funktioniert auch eine Mehlbéchamel: 2 EL Pflanzenöl + 2 EL Mehl anschwitzen, 400 ml Hafermilch einrühren, mit Hefeflocken und Muskatnuss würzen. Ergibt eine ebenso cremige Soße ohne Nüsse.
- Kann ich die Lasagne einen Tag vorher vorbereiten?
- Unbedingt! Die rohe, geschichtete Lasagne hält sich zugedeckt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank - dann einfach frisch backen. Alternativ fertig gebacken kühlen und am nächsten Tag aufwärmen. Das Vorbereiten am Vortag empfiehlt sich besonders für Gäste und Gartenpartys, weil die Aromen noch intensiver werden.