Vegane Suppenwürze selber machen
Diese Suppenwürze besteht aus frischem Wurzelgemüse und Kräutern, die mit Salz zu einer Paste gemixt werden. Ein Teelöffel pro Tasse ersetzt Brühwürfel, ohne Zusatzstoffe, und du hast sie in 20 Minuten im Glas.
So viel Salz macht die Paste haltbar
Die Faustregel lautet rund 20 bis 25 % Salz im Verhältnis zum Gemüse. Hier sind es 180 g Salz auf ca. 800 g Gemüse und Kräuter. Ohne diesen Salzanteil verdirbt die Paste im Kühlschrank rasch, deshalb gehört sie immer in saubere Gläser.
Tipps für ein rundes Aroma
- Sellerie und Lauch bringen die klassische Suppennote
- Getrocknete Tomaten und Hefeflocken liefern Umami
- Liebstöckel gibt den typischen Würzgeschmack, 15 g reichen
- Das Gemüse fein mixen, dann löst sich die Paste im Wasser schnell auf
So setzt du die Würze ein
Für klare Brühe löst du 1 TL pro 250 ml heißem Wasser auf. Für Saucen und Eintöpfe gibst du sie direkt in den Topf.
Wie du Suppen insgesamt abrundest, steht im Artikel Suppe richtig abschmecken. Fertige Produkte zeigt der Guide für vegane Brühe. Eine fertige Suppe zum Ausprobieren: die vegane Erdäpfelcremesuppe.
Rezept
Zutaten
- 250 g Karotten
- 200 g Knollensellerie
- 150 g Lauch
- 100 g Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 50 g glatte Petersilie mit Stielen
- 15 g frisches Liebstöckel (Maggikraut)
- 20 g getrocknete Tomaten ohne Öl
- 2 EL Hefeflocken
- 180 g feines Meersalz
Zubereitung
- Karotten und Sellerie schälen, Lauch und Zwiebeln putzen und alles grob würfeln. Knoblauch schälen. Petersilie und Liebstöckel samt zarten Stielen grob hacken.
- Das Gemüse mit den getrockneten Tomaten und dem Salz portionsweise in einem Standmixer oder einer Küchenmaschine zerkleinern, bis eine feinkrümelige Paste entsteht, die an nassen Sand erinnert.
- Die Hefeflocken unterrühren und die Paste noch einmal kurz durchmixen, damit sich alles gleichmäßig verteilt.
- Die Paste fest in saubere, heiß ausgespülte Gläser drücken, sodass keine Luftblasen bleiben. Mit einem Löffel glatt streichen und verschließen.
- Im Kühlschrank lagern oder im Tiefkühler. Zum Würzen 1 TL Paste in 250 ml heißem Wasser auflösen, in Suppen und Saucen direkt dazugeben.
Häufige Fragen
- Wie lange hält sich selbstgemachte Suppenwürze?
- Im Kühlschrank hält sich die Paste dank des hohen Salzanteils mehrere Monate, solange du immer mit einem sauberen Löffel entnimmst. Im Tiefkühler hält sie noch länger und bleibt weich genug zum Löffeln, weil Salz sie nicht komplett durchfrieren lässt.
- Wie viel Suppenwürze nehme ich für eine Suppe?
- Rechne mit 1 TL pro 250 ml Wasser und taste dich heran. Da die Paste viel Salz enthält, würzt du die Suppe zuerst mit der Würze und salzt erst am Schluss nach.
- Kann ich die Suppenwürze auch weniger salzig machen?
- Mit weniger Salz leidet die Haltbarkeit. Wenn du die Menge halbierst, friere die Paste portionsweise in Eiswürfelformen ein und entnimm bei Bedarf einen Würfel. Im Kühlschrank hält sie dann nur wenige Tage.
- Kann ich aus der Paste ein Pulver machen?
- Ja. Streiche die Paste dünn auf Backpapier und trockne sie im Ofen bei etwa 60 bis 70 °C mit einem Kochlöffel in der Tür, bis sie bricht. Danach fein mahlen und luftdicht aufbewahren.
- Was ist Liebstöckel und womit ersetze ich es?
- Liebstöckel, auch Maggikraut genannt, gibt Suppen den typischen Würzgeschmack. Du bekommst ihn am Markt oder im Kräutertopf. Fehlt er, nimm mehr Selleriegrün und eine Prise getrockneten Liebstöckel.