Vegane Quittenmarmelade

Quitten bringen ihr Pektin in Schale und Kerngehäuse gleich selbst mit - deshalb wird diese Marmelade ganz ohne Gelierzucker fest. Aus 1,2 kg Quitten werden so 5 bis 6 Gläser stückige, bernsteinfarbene Marmelade.

Würfel statt Saft macht den Unterschied zum Gelee

Anders als beim klaren Quittengelee wandern hier keine abgetropften Säfte in die Gläser, sondern kleingewürfelte Quittenstücke direkt in den Topf. Die Würfel köcheln 30-40 Minuten in Wasser, bis sie weich sind und sich rosa-orange verfärben - typisch für gut durchgekochte Quitten.

Das Kernsäckchen liefert zusätzliches Pektin

Ein kleines Mulltuch mit den Kernen kocht einfach mit und wird vor dem Zuckerzugeben wieder herausgenommen. Dieser Trick aus der klassischen französischen Confiture-Zubereitung macht zusätzliches Geliermittel überflüssig, da die Kerne selbst reich an Pektin sind.

Die Gelierprobe entscheidet, wann Schluss ist

Nach dem Einrühren von Zucker und Zitronensaft köchelt die Marmelade offen weitere 25-30 Minuten, bis sie eindickt. Ein Teelöffel auf einem kalten Teller zeigt zuverlässig, ob sie fertig ist: Zieht die Masse beim Kippen Falten statt zu verlaufen, kann sofort heiß abgefüllt werden.

Quittenmarmelade passt auf Vollkornbrot, als Füllung für den veganen Quittenkuchen oder als Glasur für Gebäck. Wer die klare Variante sucht, findet sie im veganen Quittengelee.

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Rezept

Zubereitungszeit
25 Min
Kochzeit
1 Std 10 Min
Gesamtzeit
1 Std 35 Min
Portionen
ca. 5-6 Gläser (je 200 ml)

Zutaten

  • 1,2 kg Quitten (ca. 3-4 mittelgroße Früchte)
  • 300 ml Wasser
  • 700 g Zucker (Kristallzucker oder Rohrzucker)
  • Saft von 1 Zitrone (ca. 3-4 EL)
  • Optional: 1 TL gemahlener Ingwer oder Vanilleextrakt

Zubereitung

  1. Quitten unter fließendem Wasser gründlich abbürsten, um den Flaum zu entfernen. Nicht schälen - in der Schale steckt viel natürliches Pektin.
  2. Quitten vierteln, Kerngehäuse entfernen, Kerne in einem kleinen Mulltuch oder Teefilter einbinden. Das restliche Fruchtfleisch samt Schale in kleine Würfel schneiden.
  3. Quittenwürfel, Wasser und das Kernsäckchen in einen großen Topf geben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 30-40 Minuten köcheln, bis die Würfel weich sind und sich rosa-orange verfärben.
  4. Kernsäckchen herausnehmen und gut ausdrücken - es liefert zusätzliches Pektin. Zucker und Zitronensaft einrühren.
  5. Offen bei mittlerer Hitze 25-30 Minuten köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren, bis die Masse eindickt und eine bernsteinfarbene Tönung annimmt.
  6. Gelierprobe: einen Teelöffel der heißen Marmelade auf einen kalten Teller geben. Zieht sie beim Kippen Falten statt zu verlaufen, ist sie fertig.
  7. Sofort heiß in sterilisierte Gläser füllen, fest verschließen und die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
  8. Vollständig auskühlen lassen, kühl und dunkel lagern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Quittenmarmelade und Quittengelee?
Marmelade behält kleine Fruchtstücke und wird direkt aus den gewürfelten Quitten gekocht. Gelee dagegen wird aus abgetropftem, klarem Saft hergestellt und ist durchsichtig und fest. Beide brauchen kein zusätzliches Geliermittel, da Quitten von Natur aus reich an Pektin sind.
Muss ich die Quitten für die Marmelade schälen?
Nein. Die Schale enthält viel natürliches Pektin und löst sich beim langen Köcheln weich mit auf. Gründliches Abbürsten unter fließendem Wasser reicht, um den Flaum zu entfernen.
Warum braucht die Marmelade keinen Gelierzucker?
Quitten zählen zu den pektinreichsten Früchten überhaupt, besonders in Schale und Kerngehäuse. Das mitgekochte Kernsäckchen liefert zusätzliches Pektin, sodass normaler Zucker völlig ausreicht.
Wie lange ist vegane Quittenmarmelade haltbar?
Ungeöffnet und kühl gelagert hält sich die Marmelade 12 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 4-6 Wochen aufbrauchen.
Woran erkenne ich, dass die Quitten reif genug sind?
Reife Quitten duften intensiv, sind gelb statt grün und geben bei leichtem Druck minimal nach. Der Flaum lässt sich beim Abbürsten leicht entfernen. Zu grüne Früchte brauchen länger im Topf, bis sie weich sind.