Vegane Pancakes

Sonntagmorgen, der Kaffee dampft, und auf dem Tisch warten goldbraune, fluffige vegane Pancakes - mit frischen Erdbeeren, Ahornsirup und einem Klecks Kokoscreme. Genau dieses Frühstück macht den Pfingstbrunch zu einem Moment, für den man sich die ganze Woche freut.

Das Geheimnis hinter wirklich luftigen veganen Pancakes ist denkbar einfach: die selbstgemachte vegane Buttermilch. Sojamilch trifft auf Apfelessig, ruht fünf Minuten und verwandelt sich in eine leicht cremige, säuerliche Flüssigkeit, die die Pancakes von innen locker macht. Dazu kommt das Nicht-Rühr-Gebot: Den Teig grob vermengen, Klümpchen willkommen heißen und dann ruhen lassen.

Wie macht man vegane Buttermilch für Pancakes?

Der wichtigste Trick für fluffige vegane Pancakes ist die selbstgemachte vegane Buttermilch. 240 ml Sojamilch und 1 EL Apfelessig werden kurz verrührt und 5 Minuten stehengelassen - in dieser Zeit gerinnt die Sojamilch leicht und entwickelt eine cremige, buttermilchartige Konsistenz. Die Säure des Essigs reagiert mit dem Backpulver und dem Natron im Teig und erzeugt im Backen Kohlendioxidbläschen, die die Pancakes von innen aufblähen.

Sojamilch eignet sich am besten, weil sie von allen Pflanzenmilchen am stärksten "buttermilchartig" wird und durch ihren Proteingehalt Struktur in den Teig bringt. Hafermilch ist eine gute zweite Option und verleiht den Pancakes einen leicht nussigen Charakter.

Welche Zutaten braucht man für vegane Pancakes?

Für 8-10 fluffige Pancakes brauchst du nur einfache Vorratszutaten, die bei BILLA, SPAR oder HOFER erhältlich sind:

Zutat Menge Tipp
Weizenmehl Type 480 250 g Nicht zu fest in den Messbecher stopfen
Backpulver 2 TL Frisches Backpulver = fluffigere Pancakes
Natron 1/2 TL Arbeitet mit dem Apfelessig zusammen
Zucker 2 EL Rohrzucker gibt schönere goldbraune Farbe
Sojamilch 240 ml Beste Option für Buttermilch-Effekt
Apfelessig 1 EL Alternativ: frischer Zitronensaft
Sonnenblumenöl 2 EL Oder anderes neutrales Öl
Vanilleextrakt 1 TL Oder 1 Päckchen Vanillezucker

Wie backt man vegane Pancakes richtig fluffig?

Die Pfanne ist das wichtigste Werkzeug: Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze - nicht zu heiß, nicht zu kalt. Zu heiß verbrennt die Außenseite, bevor das Innere durchgebacken ist; zu niedrig und die Pancakes werden blass und zäh. Der richtige Moment: Wenn ein Tropfen Wasser sofort tanzt und verdampft, ist die Temperatur ideal.

Pro Pancake kommen 3-4 EL Teig in die Pfanne - nicht mehr, sonst werden sie zu dick und backen ungleichmäßig durch. Das entscheidende Signal zum Wenden: Wenn die Oberfläche vollständig mit kleinen Bläschen bedeckt ist und der Rand fest wirkt, ist der Moment gekommen. Dann genau einmal wenden - öfteres Wenden macht die Pancakes flach.

Fertige Pancakes können auf einem Backblech im Ofen bei 80 °C warmgehalten werden, während der Rest aufgebacken wird.

Welche Variationen gibt es für vegane Pancakes?

Aus einem Grundteig lassen sich viele verschiedene Varianten zaubern:

Variante Zusatz zum Teig Topping-Ideen
Heidelbeere 80 g Heidelbeeren einrühren Joghurt + frische Beeren
Schokolade 2 EL Kakao + 1 EL mehr Zucker Vegane Schokosoße + Banane
Banane 1 reife Banane püriert (Öl weglassen) Bananenscheiben + Haselnusscreme
Zitrone 1 TL Zitronenabrieb + 1 EL Zitronensaft Puderzucker + Zitronencreme
Glutenfrei Hafermehl statt Weizenmehl Beeren + Ahornsirup

Für die Bananenvariante lohnt sich ein Blick auf unsere veganen Bananen-Hafer-Pancakes, und wer auf besonders viel Protein setzt, findet bei den veganen Protein-Pancakes ein eigenständiges Rezept. Noch mehr Frühstücksideen für den Sonntagmorgen gibt es in unserem Frühstücks-Guide.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
10 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
25 Min
Portionen
8-10 Pancakes

Zutaten

  • 250 g Weizenmehl (Type 480 oder 550)
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Zucker (Rohrzucker oder normaler Zucker)
  • 240 ml Sojamilch (oder Hafermilch)
  • 1 EL Apfelessig
  • 2 EL Sonnenblumenöl (oder anderes neutrales Öl)
  • 1 TL Vanilleextrakt (oder 1 Pck. Vanillezucker)
  • Etwas pflanzliche Butter oder Öl für die Pfanne

Zubereitung

  1. Vegane Buttermilch herstellen: Sojamilch und Apfelessig in einem Glas verrühren und 5 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis die Milch leicht gerinnt und schaumig wird.
  2. Mehl, Backpulver, Natron, Salz und Zucker in einer großen Schüssel miteinander vermengen.
  3. Öl und Vanilleextrakt zur veganen Buttermilch geben und kurz umrühren.
  4. Die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und nur so lange rühren, bis alles grob vermischt ist - Klümpchen sind erwünscht und wichtig für fluffige Pancakes!
  5. Den Teig 5-10 Minuten ruhen lassen, damit das Backpulver aktiviert wird und der Teig andickt.
  6. Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und leicht mit Pflanzenöl oder veganer Butter einfetten.
  7. Je 3-4 EL Teig pro Pancake in die Pfanne geben. Warten, bis die Oberfläche vollständig mit kleinen Bläschen bedeckt ist und der Rand leicht fest wird (ca. 2-3 Minuten), dann einmal wenden.
  8. Weitere 1-2 Minuten backen, bis auch die zweite Seite goldbraun ist. Fertige Pancakes im Ofen bei 80 °C warmhalten, während der restliche Teig aufgebacken wird.

Häufige Fragen

Warum werden meine veganen Pancakes nicht fluffig?
Häufigste Ursache: zu viel Rühren. Der Teig darf Klümpchen haben - wer zu lange rührt, aktiviert das Gluten zu stark und bekommt flache, zähe Pancakes. Außerdem braucht der Teig 5-10 Minuten Ruhezeit, damit das Backpulver richtig arbeiten kann. Und: die Pfanne muss auf mittlerer Hitze sein - zu heiß ergibt verbrannte Außenseiten bei rohem Innenleben.
Welche Pflanzenmilch eignet sich am besten für vegane Pancakes?
Sojamilch ist die beste Wahl, weil sie beim Kontakt mit Apfelessig besonders gut zur veganen Buttermilch wird und genug Protein für Struktur mitbringt. Hafermilch funktioniert ebenfalls sehr gut und gibt einen leicht nussigen Geschmack. Mandelmilch oder Reismilch sind dünner und ergeben etwas weniger fluffige Pancakes.
Wie macht man vegane Buttermilch für Pancakes?
240 ml Sojamilch in ein Glas geben, 1 EL Apfelessig (oder Zitronensaft) dazugeben, kurz umrühren und 5 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen. Die Milch wird leicht gerinnen und schaumig werden - das ist genau richtig. Diese vegane Buttermilch macht die Pancakes von innen locker und gibt einen angenehm milden Geschmack.
Kann man vegane Pancakes einfrieren?
Ja, vegane Pancakes lassen sich hervorragend einfrieren. Vollständig abkühlen lassen, Backpapier zwischen die einzelnen Pancakes legen und in einem Gefrierbeutel bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Aufwärmen direkt gefroren in die Pfanne bei mittlerer Hitze geben oder kurz in den Toaster stecken - so werden sie wieder knusprig und warm.
Wie bewahrt man vegane Pancakes auf?
Im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter bleiben vegane Pancakes bis zu 3 Tage frisch. Der rohe Teig kann auch über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt und am nächsten Morgen frisch gebacken werden. Zum Aufwärmen fertige Pancakes kurz in der Pfanne bei niedriger Hitze erwärmen oder in den Toaster geben.
Welche Toppings passen zu veganen Pancakes?
Im Mai und Juni passen frische Erdbeeren, Blaubeeren oder Himbeeren mit Ahornsirup besonders gut. Klassisch: Puderzucker und vegane Butter. Cremig: veganer Joghurt oder Kokoscreme mit Vanille. Festlich: Kokosnusscreme mit Passionsfrucht und gerösteten Mandelblättchen. Für Herzhaftes: ein Hauch vegane Butter mit Fleur de Sel und frischem Schnittlauch.
Warum soll man den Teig vor dem Backen ruhen lassen?
Die Ruhezeit von 5-10 Minuten ist entscheidend: Das Backpulver beginnt mit der Säure der veganen Buttermilch zu reagieren und bildet Kohlendioxid-Bläschen, das Mehl quillt auf und der Teig wird dicker und luftiger. Das Ergebnis sind Pancakes, die in der Pfanne besser aufgehen. Ohne Ruhezeit werden sie flacher und dichter.