Vegane Kürbisspätzle mit Salbeibutter

Orange Spätzle mit nussigem Kürbisgeschmack, goldbraun in Salbeibutter geschwenkt: Hokkaido-Püree färbt den Teig und ersetzt gemeinsam mit Grieß und Stärke das Ei. Das Grundprinzip kennst du von den veganen Spätzle.

Gerösteter Kürbis macht den Teig stabil

Geröstet verliert der Hokkaido Wasser und bekommt mehr Aroma als gedämpft. Das Püree sollte nach dem Abkühlen dick und cremig sein, nicht flüssig. Der fertige Teig reißt zäh in Fäden vom Löffel, ähnlich wie bei den klassischen Spätzle.

Schwenken statt nur kochen

Die gekochten Spätzle werden erst durch das Anbraten in der Pfanne richtig gut: 3 bis 4 Minuten in Salbeibutter geben knusprige Ränder und weichen Kern. Wer es herzhafter mag, mischt geröstete Zwiebeln unter oder gratiniert sie wie vegane Käsespätzle mit Reibekäse. Zu Kraut passen sie ebenso, probier dazu die veganen Krautspätzle.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 350 g Hokkaido-Kürbis (ergibt ca. 250 g Püree)
  • 300 g Weizenmehl (Type 405)
  • 50 g Weizengrieß
  • 2 EL Speisestärke
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Prise Kala Namak (Schwarzsalz, optional)
  • 100 ml ungesüßte Hafermilch
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl
  • 3 EL vegane Butter
  • 8 Salbeiblätter
  • 2 EL Kürbiskerne
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

  1. Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Hokkaido waschen, entkernen und samt Schale in Spalten schneiden. Auf einem Blech 20 Minuten rösten, bis er weich ist und die Ränder leicht bräunen.
  2. Die weichen Spalten mit der Gabel oder dem Pürierstab zu einem glatten Püree zerdrücken und 10 Minuten abkühlen lassen. Wirkt das Püree sehr wässrig, kurz durch ein Sieb abtropfen lassen.
  3. Mehl, Grieß, Speisestärke, Salz, Muskat und Kala Namak in einer großen Schüssel mischen. Kürbispüree, Hafermilch und Öl dazugeben und mit dem Kochlöffel kräftig schlagen, bis ein zäher Teig entsteht, der in Fäden vom Löffel reißt. Zu fest: einen Schluck Hafermilch ergänzen. Zu flüssig: einen Löffel Mehl einarbeiten.
  4. Den Teig 10 Minuten ruhen lassen und in der Zeit einen großen Topf Salzwasser aufkochen.
  5. Teig portionsweise durch den Spätzlehobel oder die Spätzlepresse ins leicht siedende Wasser drücken. Alternativ dünn auf ein nasses Brett streichen und mit dem Messer Streifen ins Wasser schaben.
  6. Sobald die Spätzle an der Oberfläche schwimmen, nach etwa 1 bis 2 Minuten, mit der Schaumkelle herausheben und gut abtropfen lassen.
  7. Vegane Butter in einer großen Pfanne schmelzen, Salbeiblätter 1 Minute darin knusprig braten. Spätzle dazugeben und 3 bis 4 Minuten schwenken, bis sie am Rand goldbraun werden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne kurz anrösten, über die Spätzle streuen und sofort servieren.

Häufige Fragen

Welcher Kürbis eignet sich am besten für Kürbisspätzle?
Hokkaido ist ideal, weil er nicht geschält werden muss und beim Rösten ein trockenes, aromatisches Püree ergibt. Butternut funktioniert ebenfalls und schmeckt etwas milder. Wasserreiche Sorten wie Spaghettikürbis besser meiden.
Warum ist mein Kürbisspätzle-Teig zu weich?
Kürbispüree enthält je nach Sorte unterschiedlich viel Wasser. Rösten statt Dämpfen und kurzes Abtropfen im Sieb helfen. Ist der Teig trotzdem zu flüssig, arbeitest du löffelweise Mehl ein, bis er zäh vom Löffel reißt.
Kann ich Kürbisspätzle vorbereiten oder einfrieren?
Ja. Gekochte Spätzle abkühlen lassen, mit etwas Öl vermengen und abgedeckt 2 bis 3 Tage im Kühlschrank lagern. Zum Einfrieren portionsweise auf einem Blech vorfrieren und danach direkt aus dem Gefrierfach in der Pfanne anbraten.
Geht das Rezept auch ohne Spätzlehobel?
Ja. Streich den Teig dünn auf ein nasses Schneidebrett und schabe mit einem Messer schmale Streifen ins kochende Wasser. Alternativ drückst du ihn durch ein grobes Sieb oder eine Kartoffelpresse mit großen Löchern.
Womit kann ich Kürbisspätzle noch servieren?
Sehr gut passen geröstete Zwiebeln, Rahmchampignons, Rosenkohl oder eine Sauce aus Cashewcreme und Muskat. Als überbackene Variante kannst du sie wie Käsespätzle mit veganem Reibekäse gratinieren.