Vegane Krautspätzle

Krautspätzle sind ein deftiges bayerisch-österreichisches Pfannengericht: selbst gemachte Spätzle werden mit karamellisiertem Weißkraut vermengt und gemeinsam knusprig angebraten. Diese vegane Version ersetzt den klassischen Speck durch geräucherten Tofu.

Kraut karamellisieren und Spätzle separat anbraten sind die zwei Schlüsselschritte

Das Weißkraut braucht 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze, bis es weich wird und stellenweise goldbraun karamellisiert - nicht früher vom Herd nehmen, sonst bleibt es fad. Der Zucker unterstützt die Bräunung, der ganze Kümmel macht das Kraut bekömmlicher und würziger.

Die gekochten Spätzle danach nicht direkt unter das Kraut mischen, sondern zuerst 3 bis 4 Minuten separat in der Pfanne anbraten, bis sie leicht Farbe annehmen. Erst dann kommt das Kraut dazu und beides wird 2 Minuten gemeinsam fertig gebraten. Dieser Zwischenschritt sorgt für die typisch leicht krossen Ränder.

Wer Zeit sparen will, greift zu Fertigspätzle aus dem Kühlregal und spart sich den eigenen Teig. Der geräucherte Tofu lässt sich durch etwas Rauchsalz oder geräuchertes Paprikapulver ersetzen, wenn er nicht zur Hand ist.

Gut kombiniert mit veganer Kaspressknödel-Suppe oder als Beilage zu veganem Sauerbraten. Mehr herzhafte Kraut-Rezepte im Überblick bei den veganen Krautfleckerln und den veganen Krautkrapfen.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
55 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 300 g Mehl (Dinkel oder Weizen)
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 1 TL Salz
  • 250 ml Hafermilch, zimmerwarm
  • 50 ml Sprudelwasser
  • 2 EL neutrales Öl
  • 1 kg Weißkraut, fein gehobelt
  • 2 große Zwiebeln, in dünnen Ringen
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL ganzer Kümmel
  • 1 Lorbeerblatt
  • 100 g geräucherter Tofu, gewürfelt
  • 4 EL Pflanzenöl
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Schnittlauch zum Garnieren

Zubereitung

  1. Mehl, Hartweizengrieß und Salz vermischen. Hafermilch, Sprudelwasser und Öl zugeben und kräftig verrühren, bis ein zähflüssiger Teig entsteht. 10 Minuten ruhen lassen.
  2. Zwiebeln in 2 EL Öl bei mittlerer Hitze 8 Minuten anbraten, bis sie golden werden. Kümmel und Lorbeerblatt zugeben.
  3. Weißkraut und Zucker dazugeben, salzen und bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten braten, bis das Kraut weich und stellenweise goldbraun karamellisiert ist. Dabei gelegentlich wenden.
  4. Geräucherten Tofu in den letzten 5 Minuten mitbraten. Lorbeerblatt entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, warm halten.
  5. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Teig portionsweise durch einen Spätzlehobel ins kochende Wasser drücken.
  6. Spätzle sind fertig, sobald sie an die Oberfläche steigen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen.
  7. Restliches Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Spätzle darin 3-4 Minuten braten, bis sie leicht Farbe annehmen.
  8. Krautmischung zu den Spätzle in die Pfanne geben, alles gut vermengen und 2 Minuten zusammen braten. Mit Schnittlauch bestreut servieren.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Krautspätzle von Krautfleckerl?
Krautfleckerl sind kleine quadratische Nudeln, die mit dem Kraut vermengt werden. Krautspätzle nutzen stattdessen selbst gemachten Spätzleteig, der roh direkt ins Wasser gepresst und danach mit dem Kraut in der Pfanne fertig gebraten wird.
Kann ich Fertigspätzle aus dem Supermarkt verwenden?
Ja, das spart rund 15 Minuten. Fertigspätzle aus dem Kühlregal nach Packungsanweisung kochen oder direkt kalt in die Pfanne geben und mit dem karamellisierten Kraut zusammen anbraten.
Kann ich Sauerkraut statt frischem Weißkraut verwenden?
Ja, das ergibt eine säuerlichere Variante. Sauerkraut vor dem Anbraten gut abtropfen lassen und die Garzeit auf etwa 10 Minuten verkürzen, da es schon vorgegart ist.
Wie ersetze ich den geräucherten Tofu?
Ein Schuss Rauchsalz oder etwas geräuchertes Paprikapulver direkt im Kraut sorgt ebenfalls für die rauchige Note. Auch grob gehackte vegane Speckwürfel aus dem Kühlregal passen gut.
Wie lange sind vegane Krautspätzle haltbar?
Im Kühlschrank halten sie sich abgedeckt 2-3 Tage. Zum Aufwärmen am besten kurz in der Pfanne erhitzen, damit die Spätzle wieder etwas Biss bekommen.