Vegane Krautkrapfen
Krautkrapfen sind eine herzhafte Spezialität aus dem Allgäu: dünner Teig, gefüllt mit würzigem Sauerkraut, zu Röllchen gerollt und im Ofen fertig gegart. Diese vegane Version ersetzt den klassischen Speck durch geräucherten Tofu und bleibt trotzdem angenehm rauchig.
Der Trick: erst anbraten, dann backen
Die Schnittflächen der Rolle vor dem Backen scharf anbraten sorgt für knusprige Kanten, während das Garen in der Gemüsebrühe im Ofen den Kern saftig hält. Diese Kombination aus zwei Techniken macht den Unterschied zu einfach gebackenen Teigrollen.
Tipps und Varianten
- Der Teig lässt sich am Vortag vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank ruhen.
- Wer es milder mag, mischt das Sauerkraut zur Hälfte mit fein geschnittenem Weißkraut.
- Die Füllung muss vor dem Rollen vollständig ausgekühlt sein, sonst weicht der Teig auf.
Dazu passt ein frischer grüner Salat oder ein Löffel vegane saure Sahne.
Rezept
Zutaten
- 300 g Weizenmehl
- 1/2 TL Salz
- 80 ml Wasser
- 5 EL Sonnenblumenöl
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 100 g geräucherter Tofu, fein gewürfelt
- 500 g Sauerkraut
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 Lorbeerblatt
- 1 Gewürznelke
- 1/2 TL Kümmel
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 2 EL Öl zum Anbraten
- 1 TL vegane Butter für die Auflaufform
Zubereitung
- Mehl und Salz vermischen, Wasser und Sonnenblumenöl einarbeiten und zu einem glatten, festen Teig kneten. Zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen.
- Zwiebel und geräucherten Tofu in etwas Öl anbraten. Sauerkraut, Lorbeerblatt, Nelke, Kümmel und die Hälfte der Gemüsebrühe dazugeben.
- Zugedeckt 30 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. Lorbeerblatt und Nelke entfernen, Füllung vollständig auskühlen lassen.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig halbieren und jede Hälfte dünn zu einem Rechteck ausrollen.
- Füllung gleichmäßig verteilen, dabei einen Rand freilassen. Von der langen Seite her wie einen Strudel aufrollen und die Naht mit etwas Wasser verschließen.
- Die Rolle in etwa 3 cm dicke Stücke schneiden. Die Schnittflächen in einer Pfanne mit Öl goldbraun anbraten.
- Die angebratenen Stücke dicht an dicht in eine gefettete Auflaufform setzen und die restliche Brühe angießen, sodass sie zu etwa zwei Dritteln bedeckt sind.
- Zugedeckt 20 Minuten backen, dann weitere 15 Minuten ohne Deckel, bis die Oberfläche knusprig ist.
Häufige Fragen
- Kann ich frisches Kraut statt Sauerkraut verwenden?
- Ja, dann brätst du feines Weißkraut mit etwas Essig und Salz zunächst weich, bevor du es wie das Sauerkraut würzt. Der typische säuerliche Geschmack der Krautkrapfen wird dadurch etwas milder.
- Wie ersetze ich den geräucherten Tofu?
- Geräuchertes Paprikapulver oder ein Schuss Rauchsalz in der Füllung sorgen ebenfalls für eine rauchige Note. Für mehr Biss eignen sich auch grob gehackte vegane Speckwürfel aus dem Kühlregal.
- Wie lange sind vegane Krautkrapfen haltbar?
- Im Kühlschrank halten sie sich abgedeckt 2-3 Tage. Zum Aufwärmen kurz im Ofen bei 160°C erhitzen, damit die Oberfläche wieder knusprig wird.
- Kann ich Krautkrapfen einfrieren?
- Ja, am besten roh geformt und ungebacken einfrieren. Vor dem Anbraten und Backen einfach im Kühlschrank auftauen lassen, der Rest der Zubereitung bleibt gleich.
- Womit serviere ich Krautkrapfen?
- Klassisch dazu passen ein grüner Salat oder vegane saure Sahne. Auch ein Löffel der Backflüssigkeit über den Krapfen gegossen macht sie besonders saftig.