Vegane Kichererbsen aus dem Ofen

Manchmal braucht es keinen ausgeklügelten Plan für einen guten Snack – nur eine Dose Kichererbsen, etwas Olivenöl und einen heißen Ofen. In etwa 40 Minuten entstehen knusprige Happen, die als Snack für zwischendurch, als Topping für Salate und Suppen oder einfach als herzhafte Knabberei zum Film abend taugen.

Das Geheimnis liegt im gründlichen Trocknen: Je mehr Feuchtigkeit vorher aus den Kichererbsen entfernt wird, desto knuspriger werden sie im Ofen. Ein weiterer Trick ist das direkte Backen auf dem Blech – ohne Backpapier. Der unmittelbare Kontakt mit dem heißen Metall sorgt für eine gleichmäßige, rösche Kruste.

Tipps für extra knusprige Kichererbsen

Gründlich trocknen lässt sich nicht oft genug betonen. Kichererbsen direkt nach dem Spülen 10 Minuten auf einem Küchentuch ausbreiten und sanft abrollen. Dabei lösen sich auch die losen Häutchen, die das Knuspern verhindern würden.

Kein Backpapier, kein Alufolie. Das Blech direkt nutzen – der direkte Kontakt mit dem Metall macht den Unterschied.

Würzen erst nach dem Backen. Gewürze verbrennen bei 200°C schnell und werden bitter. Deshalb kommen Paprika und Kreuzkümmel erst in den letzten Minuten dazu.

Den Ofen ausschalten, die Kichererbsen drin lassen. Dieser finale Ruheschritt im abkühlenden Ofen zieht die Restfeuchtigkeit heraus und macht aus guten Kichererbsen großartige.

Drei Würzvarianten

Paprika-Kreuzkümmel (im Hauptrezept): würzig, leicht rauchig, sehr vielseitig – passt auf alles.

Curry-Kurkuma: je 1 TL Currypulver und Kurkuma, ½ TL Ingwerpulver, Salz. Warm, aromatisch, schöne goldgelbe Farbe.

Klassisch mit Meersalz und Zitrone: nur Olivenöl, grobes Meersalz und nach dem Backen etwas frisch geriebene Zitronenschale. Simpel und überraschend gut.

Wofür sie sich eignen

Kichererbsen aus dem Ofen sind vielseitiger als man denkt. Als Snack fürs Büro oder unterwegs halten sie gut 2–3 Stunden knusprig. Als Crouton-Ersatz auf veganer Karottensuppe oder einem veganen Frühlingssalat machen sie eine gute Figur. Und wer eine proteinreiche Ergänzung für eine vegane Buddha Bowl sucht, wird hier fündig.

Am besten schmecken sie frisch – innerhalb von ein bis zwei Stunden nach dem Backen, wenn die Knusprigkeit auf dem Höhepunkt ist. Wer sie länger aufbewahren möchte, sollte sie locker abgedeckt (nicht luftdicht!) bei Raumtemperatur lagern.

Rezept

Zubereitungszeit
10 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
40 Min
Portionen
2 Portionen

Zutaten

  • 1 Dose Kichererbsen (400g, abgetropft ca. 240g)
  • 1,5 EL Olivenöl
  • ½ TL Salz
  • 1 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • ½ TL Knoblauchpulver
  • ¼ TL Cayennepfeffer (nach Geschmack)

Zubereitung

  1. Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Kichererbsen in ein Sieb geben, gut unter fließendem Wasser abspülen und vollständig abtropfen lassen.
  3. Auf einem sauberen Küchentuch ausbreiten und gründlich trocken tupfen – je trockener, desto knuspriger das Ergebnis. Lose Häutchen dabei ruhig entfernen.
  4. Kichererbsen in eine Schüssel geben und mit Olivenöl sowie Salz vermengen, bis alle gleichmäßig bedeckt sind.
  5. Auf einem unbelegten Backblech (kein Backpapier!) in einer einzigen Schicht verteilen.
  6. Im vorgeheizten Ofen 25–30 Minuten backen, dabei das Blech einmal halbwegs durch die Backzeit kurz schütteln.
  7. Kichererbsen aus dem Ofen nehmen und sofort mit Paprikapulver, Kreuzkümmel, Knoblauchpulver und Cayennepfeffer bestäuben. Gut durchmischen, solange sie noch heiß sind, damit die Gewürze haften.
  8. Backblech für weitere 5 Minuten zurück in den Ofen schieben. Dann den Ofen ausschalten und die Kichererbsen bei geschlossener Ofentür noch 10 Minuten darin ruhen lassen – das macht sie besonders knackig.
  9. Etwas abkühlen lassen und frisch genießen.