Vegane Hagebuttenmarmelade

Hagebutten sind pektinarm, deshalb sorgt hier ein mitgekochter Apfel für die Festigkeit. Aus 500 g Hagebutten werden so etwa 3 Gläser fruchtig-säuerliche Marmelade.

Entkernen ist die Hauptarbeit

Die Kerne und feinen Härchen im Inneren der Frucht müssen raus, sonst kratzt die Marmelade im Mund. Halbiere die Hagebutten und kratze sie mit einem kleinen Löffel aus, am besten mit Handschuhen. Plane dafür ca. 1 Stunde ein.

Weichkochen und passieren

Die Schalen köcheln 20-25 Minuten mit Apfel und Wasser, bis sie ganz zerfallen. Durch die Flotte Lotte bleiben Schalenreste und letzte Härchen zurück, das Mus wird seidig.

Einkochen mit Gelierprobe

Das Mus wiegst du ab und kochst es mit 80 % seines Gewichts an Zucker und Zitronensaft 10-15 Minuten ein. Die Gelierprobe auf dem kalten Teller zeigt zuverlässig, wann sie fertig ist.

Die Marmelade passt auf Brot, zu Palatschinken oder als Füllung für vegane Husarenkrapfen. Wer ein klares Aufstrich-Gelee sucht, findet es im veganen Quittengelee.

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Rezept

Zubereitungszeit
1 Std
Kochzeit
45 Min
Gesamtzeit
1 Std 45 Min
Portionen
ca. 3 Gläser (je 250 ml)

Zutaten

  • 500 g Hagebutten (nach dem ersten Frost oder ab Oktober, reif und leicht weich)
  • 1 säuerlicher Apfel (ca. 200 g)
  • 400 ml Wasser
  • Saft von 1 Zitrone (ca. 3 EL)
  • ca. 400 g Zucker (80 % vom Gewicht des fertigen Mus)
  • 3 saubere Schraubgläser (je 250 ml)

Zubereitung

  1. Hagebutten waschen, Stiel und Blütenansatz mit einer Schere abschneiden. Jede Frucht halbieren und mit einem kleinen Löffel die Kerne samt Härchen herauskratzen. Dabei Handschuhe tragen - die feinen Härchen jucken.
  2. Die halbierten Schalen in einem Sieb noch einmal kurz abspülen, damit keine Härchen hängen bleiben.
  3. Apfel samt Schale und Kerngehäuse grob würfeln. Mit den Hagebutten und dem Wasser in einen Topf geben, aufkochen und zugedeckt 20-25 Minuten sanft köcheln, bis alles ganz weich ist.
  4. Die Masse durch eine Flotte Lotte oder ein feines Sieb passieren und mit dem Löffel gut ausstreichen, bis nur noch Schalenreste zurückbleiben.
  5. Das Mus abwiegen (es sollten ca. 500 g sein) und mit 80 % des Gewichts an Zucker und dem Zitronensaft zurück in den Topf geben.
  6. Unter ständigem Rühren aufkochen und 10-15 Minuten sprudelnd einkochen lassen, bis die Masse dickflüssig wird.
  7. Gelierprobe: einen Teelöffel auf einen kalten Teller geben. Zieht die Marmelade nach 30 Sekunden beim Antippen Falten, ist sie fertig.
  8. Sofort heiß in saubere, ausgekochte Gläser füllen, fest verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen. Auskühlen lassen.

Häufige Fragen

Muss ich Hagebutten für Marmelade wirklich entkernen?
Ja, die Kerne und die feinen Härchen im Inneren sind hart und jucken im Mund. Entweder halbierst du die Früchte und kratzt sie aus, oder du kochst die Hagebutten ganz weich und passierst sie anschließend durch eine Flotte Lotte, die Kerne und Härchen zurückhält.
Wann sind Hagebutten reif zum Pflücken?
Ab Ende September bis in den November. Reife Hagebutten sind kräftig rot und geben bei leichtem Druck etwas nach. Nach dem ersten Frost werden sie weicher und lassen sich leichter verarbeiten.
Warum kommt Apfel in die Hagebuttenmarmelade?
Hagebutten enthalten wenig Pektin. Der mitgekochte Apfel samt Schale und Kerngehäuse sorgt dafür, dass die Marmelade fest wird, ohne dass du Gelierzucker brauchst.
Kann ich Gelierzucker verwenden?
Ja. Nimm Gelierzucker 1:1 im Verhältnis zum Mus und folge der Kochzeit auf der Packung. Dann brauchst du nur noch 3-4 Minuten sprudelnd zu kochen. Den Apfel kannst du in diesem Fall weglassen.
Wie lange hält sich Hagebuttenmarmelade?
Heiß abgefüllt und kühl gelagert 6-12 Monate. Ein geöffnetes Glas gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb von 4 Wochen verbraucht werden.
Wo pflücke ich Hagebutten am besten?
Abseits von stark befahrenen Straßen und gespritzten Feldern, zum Beispiel an Feldrändern oder Waldsäumen. Pflücke nur Früchte, die du sicher als Hagebutten der Wildrose erkennst, und wasche sie vor dem Verarbeiten gründlich.