Vegane Feigenmarmelade
Feigen bringen im Spätsommer ihr eigenes Aroma und genug natürliche Süße mit - mit Zitronensaft statt Gelierzucker wird daraus eine stückige, intensive Marmelade. Aus 1 kg reifen Feigen entstehen so 3 bis 4 Gläser.
Mazerieren bringt das Aroma erst richtig zur Geltung
Die Feigen ziehen vor dem Kochen 1-2 Stunden mit Zucker und Zitronensaft im Topf. Diese aus der französischen Confiture-Zubereitung stammende Technik zieht bereits Saft aus den Früchten und vertieft den Geschmack, bevor überhaupt Hitze ins Spiel kommt.
Die Gelierprobe entscheidet, wann Schluss ist
Nach 35-45 Minuten offenem Köcheln zeigt ein Teelöffel Marmelade auf einem kalten Teller zuverlässig, ob die Konsistenz stimmt: Zieht die Masse beim Kippen Falten statt zu verlaufen, kann sofort heiß abgefüllt werden.
Feigenmarmelade passt auf Vollkornbrot, zu Frischkäse-Aufstrichen oder als Füllung für den veganen Feigenkuchen. Wer lieber Gebäck mag, findet die vegane Feigentarte als Alternative.
Rezept
Zutaten
- 1 kg reife Feigen
- 500 g Zucker (Kristallzucker oder Rohrzucker)
- Saft von 1 Zitrone (ca. 3-4 EL)
- Optional: 1 TL Zimt oder Mark einer Vanilleschote
Zubereitung
- Feigen waschen, Stiele entfernen und je nach Größe vierteln oder achteln.
- Feigen, Zucker und Zitronensaft in einem großen Topf vermischen, zudecken und 1-2 Stunden (oder über Nacht im Kühlschrank) ziehen lassen. So tritt Saft aus und das Aroma intensiviert sich.
- Topf bei mittlerer Hitze erhitzen, bis sich der Zucker vollständig löst, dann kurz aufkochen lassen.
- Offen bei mittlerer bis niedriger Hitze 35-45 Minuten köcheln lassen, dabei regelmäßig umrühren und aufsteigenden Schaum abschöpfen.
- In den letzten 5 Minuten optional Zimt oder Vanillemark einrühren.
- Gelierprobe: einen Teelöffel der heißen Marmelade auf einen kalten Teller geben. Zieht sie beim Kippen Falten statt zu verlaufen, ist sie fertig.
- Sofort heiß in sterilisierte Gläser füllen, fest verschließen und die Gläser für 5 Minuten auf den Kopf stellen.
- Vollständig auskühlen lassen, kühl und dunkel lagern.
Häufige Fragen
- Muss ich für Feigenmarmelade Gelierzucker verwenden?
- Nein. Zitronensaft aktiviert das natürliche Pektin in den Feigen und langes Köcheln dickt die Masse von selbst ein. Normaler Zucker reicht völlig aus, die Gelierprobe zeigt zuverlässig, wann Schluss ist.
- Kann ich die Marmelade auch mit getrockneten Feigen machen?
- Ja. Getrocknete Feigen vorher etwa 30 Minuten in warmem Wasser einweichen, bis sie weich sind, dann wie frische Feigen weiterverarbeiten. Das Ergebnis wird etwas dunkler und intensiver im Geschmack.
- Warum sollen die Feigen vor dem Kochen ziehen?
- Das Mazerieren mit Zucker und Zitronensaft stammt aus der klassischen französischen Confiture-Zubereitung. Es zieht Saft aus den Feigen und lässt das Aroma tiefer einziehen, bevor überhaupt Hitze dazukommt.
- Wie lange ist vegane Feigenmarmelade haltbar?
- Heiß abgefüllt in sterilisierten, fest verschlossenen Gläsern hält sie sich ungeöffnet bis zu 12 Monate kühl und dunkel gelagert. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 4-6 Wochen aufbrauchen.
- Welche Feigen eignen sich am besten für Marmelade?
- Reife, weiche, aber nicht matschige Feigen mit dunkler oder grüner Schale funktionieren beide gut. Je süßer und aromatischer die Frucht, desto weniger Zucker wird am Ende gebraucht.
- Kann ich die Marmelade mit weniger raffiniertem Zucker machen?
- Ahornsirup oder Agavendicksaft lassen sich teilweise einsetzen, die Marmelade wird dadurch aber weicher und weniger lang haltbar. Für die klassische, streichfeste Konsistenz bleibt Kristallzucker die zuverlässigste Wahl.