Vegane Erbsen-Pasta

Frische Erbsen gehören zu den schönsten Zutaten des Frühlings - und diese vegane Erbsen-Pasta zeigt, warum. Die cremige Sauce entsteht durch ein einfaches Küchentrick: Zwei Drittel der Erbsen werden mit Hafermilch und Hefeflocken zu einer samtigen Paste gemixt, die verbleibenden Erbsen bleiben ganz und geben der Pasta angenehmen Biss. Frische Minze und Zitronenabrieb machen das Gericht hell und lebendig - ein Teller, der nach Mai schmeckt.

Was macht vegane Erbsen-Pasta so besonders?

Der Unterschied zu anderen cremigen Pastasaucen liegt in der Natürlichkeit der Erbsen-Sauce. Erbsen bringen von Natur aus eine milde Süße mit, die durch Minze und Zitrone einen frischen Kontrast bekommt. Anders als Cashew-Saucen oder Kokosmilch-Saucen bleibt die Erbsen-Variante leicht und bekömmlich. Hefeflocken liefern das gewisse Umami ohne Käse - wer mag, gibt noch einen Esslöffel mehr davon hinein.

Die Textur entsteht durch das teilweise Blenden: Die pürierte Hälfte bildet die Sauce, die ganzen Erbsen machen jeden Bissen interessant. Das Pastakochwasser mit seiner natürlichen Stärke hilft dabei, alles cremig zu verbinden.

Welche Erbsen eignen sich am besten?

Frische Schalerbsen von Mai bis Juli sind die erste Wahl - sie schmecken aromatisch und süß, besonders wenn sie direkt vom Markt stammen. In Österreich haben sie ihren Höhepunkt im Juni auf Wochenmärkten und beim Direktvermarkter.

Tiefkühlerbsen sind eine vollwertig gleichwertige Alternative. Sie werden direkt nach der Ernte blanchiert und tiefgefroren, weshalb ihr Nährwert und Geschmack kaum schlechter sind als bei frischer Ware. Für dieses Rezept lassen sie sich direkt gefroren in die Pfanne geben.

Schälerbsen aus der Dose passen ebenfalls, haben aber oft weniger Eigengeschmack. Wer Dosenerbsen verwendet, sollte sie gut abtropfen und abspülen.

Wie gelingt die cremige Erbsen-Sauce ohne Sahne?

Drei Elemente machen die Sauce samtig: erstens die pürierten Erbsen selbst, die durch ihren natürlichen Stärkegehalt binden. Zweitens Hafermilch, die eine runde, milde Cremigkeit einbringt - andere Pflanzenmilche wie Hafer- oder Mandelmilch funktionieren ebenfalls, Kokosmilch gibt jedoch einen anderen Geschmack. Drittens das Pastakochwasser, das durch gelöste Stärke als natürlicher Binder wirkt.

Für eine noch reichhaltigere Sauce lassen sich 30 g eingeweichte Cashewkerne direkt beim Blenden dazugeben. Das Ergebnis ist dann fast wie eine Béchamel - aber ohne jegliche tierische Zutaten.

Was passt zur veganen Erbsen-Pasta?

Geröstete Cashewkerne als Topping bringen einen angenehmen Knack-Kontrast. Wer mehr Protein möchte, ergänzt die Pasta mit knusprig gebratenen Kichererbsen aus dem Ofen oder würfelig geschnittenem Räuchertofu.

Für ein vollständiges Frühlingsgericht passt die Erbsen-Pasta gut zu veganer Spargel-Pasta als Inspiration für weitere saisonale Nudelgerichte. Die vegane Pasta Primavera zeigt, wie gut Frühlingsgemüse mit Pasta harmoniert. Wer mehr über Pastasaucen erfahren möchte, findet im veganen Pastasaucen-Guide eine Übersicht aller Techniken.

Zum Begleiten passt frisches Ciabatta oder ein knackiger Rucola-Salat mit Zitronendressing.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
10 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
25 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 400 g Fusilli oder Penne
  • 500 g Erbsen (frisch oder TK)
  • 200 ml Hafermilch (ungesüßt)
  • 3 EL Hefeflocken
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Zitrone (Abrieb und Saft)
  • 1 Bund frische Minze (ca. 20 g Blätter)
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 g Cashewkerne
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • 150 ml Pastakochwasser (aufgefangen)

Zubereitung

  1. Pasta in reichlich Salzwasser nach Packungsanleitung bissfest kochen. Vor dem Abgießen ca. 150 ml Kochwasser abschöpfen und beiseitestellen.
  2. Cashewkerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten goldbraun rösten, herausnehmen und beiseitestellen.
  3. Knoblauch fein hacken. Olivenöl in derselben Pfanne erhitzen, Knoblauch 1 Minute anschwitzen bis er duftet.
  4. Erbsen in die Pfanne geben und 3-4 Minuten bei mittlerer Hitze garen, bis sie weich aber noch leuchtend grün sind.
  5. Ca. 300 g der Erbsen (knapp 2/3) mit Hafermilch, Hefeflocken, Zitronensaft, der Hälfte der Minzeblätter und etwas Salz in einem Standmixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren, bis eine cremige Sauce entsteht.
  6. Sauce zurück in die Pfanne geben, restliche ganze Erbsen unterrühren. Mit Pastakochwasser auf die gewünschte Konsistenz verdünnen.
  7. Abgetropfte Pasta zur Sauce geben und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  8. Auf Tellern anrichten, mit Zitronenabrieb, restlichen Minzeblättern und gerösteten Cashewkernen garnieren. Sofort servieren.

Häufige Fragen

Kann ich gefrorene Erbsen für die vegane Erbsen-Pasta verwenden?
Ja, gefrorene Erbsen funktionieren genauso gut wie frische und sind das ganze Jahr verfügbar. Einfach direkt aus dem Tiefkühlbeutel in die Pfanne geben - kein Auftauen nötig. Frische Erbsen haben von Mai bis Juli Saison und schmecken besonders süß und aromatisch.
Welche Pasta eignet sich am besten für die Erbsen-Sauce?
Fusilli, Penne oder Rigatoni sind ideal, weil die cremige Erbsen-Sauce in den Hohlräumen und Rillen haftet. Auch Tagliatelle oder breite Nudeln passen gut. Spaghetti sind weniger geeignet, da die Sauce nicht so gut daran bleibt.
Wie wird die Erbsen-Sauce besonders cremig ohne Sahne?
Der Trick liegt im Blenden: Die Hälfte der Erbsen wird mit Hafermilch, Hefeflocken und etwas Pastakochwasser fein püriert. Die Stärke im Kochwasser bindet die Sauce zusätzlich. Wer es noch samtiger mag, fügt einen Esslöffel Cashew-Mus oder 30 g eingeweichte Cashewkerne zum Mixvorgang hinzu.
Wie mache ich die vegane Erbsen-Pasta proteinreicher?
Die Pasta lässt sich leicht aufwerten: Gebratener Räuchertofu-Würfel oder Kichererbsen aus der Dose (abgespült, in der Pfanne knusprig gebraten) liefern extra Protein. Auch eine Handvoll Hanfsamen über die fertige Portion gestreut erhöht den Eiweißgehalt deutlich.
Wie lange ist die Erbsen-Pasta haltbar?
Im Kühlschrank hält die Pasta in einer geschlossenen Dose 2 Tage. Die Sauce dickt beim Abkühlen ein - beim Aufwärmen einfach einen Schuss Wasser oder Pflanzenmilch unterrühren. Die Sauce lässt sich separat auch einfrieren und hält dann bis zu 3 Monate.
Wann haben Erbsen Saison in Österreich?
Frische Erbsen (Schalerbsen) haben in Österreich von Mai bis Juli Saison, mit dem Höhepunkt im Juni. Auf Wochenmärkten und beim Bauern sind sie dann in der Schote erhältlich. Tiefkühlerbsen sind eine praktische Alternative, die ernährungsmäßig kaum Unterschied macht - sie werden direkt nach der Ernte blanchiert und eingefroren.
Was passt als Beilage zur veganen Erbsen-Pasta?
Ein einfacher grüner Salat oder Rucola mit Zitronendressing rundet das Gericht perfekt ab. Auch frisches Ciabatta zum Tunken ist beliebt. Für eine herzhafte Note passen geröstete Pinienkerne oder gehackte Walnüsse als zusätzliches Topping.