Vegane Rohkost-Cupcakes: Schoko-Cashew-Boden mit Limetten-Creme ohne Backen
Wer Nussmilch selbst macht, kennt das: Der Trester – der Rückstand nach dem Abseihen – landet oft ungenutzt im Müll. Diese veganen Rohkost-Cupcakes lösen das Problem elegant: Der ausgepresste Nussrückstand wird zur schokoladigen Basis für ca. 20 kleine Köstlichkeiten.
Der Schoko-Boden setzt sich in Minuten zusammen
Nusstrester, Kokosblütenzucker, Cashewkerne, Kokosraspeln und Kakaopulver bilden zusammen mit Kokosöl eine formbare Masse. Du drückst sie direkt in Muffinförmchen – kein Mehl, kein Backpulver, kein Ofen. Im Dörrgerät bei 42°C trocknen sie 8 Stunden; alternativ reicht das Gefrierfach für 2–3 Stunden vollkommen aus.
Die Cashew-Limetten-Creme ist das Herzstück
Das Frosting besteht aus nur vier Zutaten: ungewürzter Cashew-Frischkäse, Kokosöl, Kokosblütennektar und frisch abgeriebene Limettenschale. Alles kommt in den Mixer, danach 30–60 Minuten in den Kühlschrank kühlen – und schon lässt sich die Creme mit einem Spritzbeutel auf die Cupcakes spritzen. Frische Beeren, Kakao-Nibs oder extra Limettenschale als Topping machen sie perfekt.
Alle Zutaten gibt es bei Billa, Spar, dm und Rewe
Cashewkerne und Kokosraspeln bekommst du in Österreich bei Billa, Spar und Hofer, in Deutschland bei Rewe, Edeka und Aldi. Kokosblütenzucker und Kokosblütennektar findest du bei dm Bio, Billa Plus und in Reformhäusern. In der Schweiz haben Migros und Coop das komplette Sortiment.
Ohne Dörrgerät gelingen die Cupcakes auch im Kühlschrank
Das Dörrgerät ist komplett optional. Drücke den Teig einfach fest in Muffinförmchen und stelle sie 2–3 Stunden ins Gefrierfach oder über Nacht in den Kühlschrank. Sie werden etwas weicher, aber genauso lecker. Die Veganen Rohkost-Blaubeer-Cupcakes sind ein weiteres Beispiel, wie gut No-Bake-Cupcakes ohne Gerät gelingen.
Welche Nüsse passen am besten für den Trester?
Mandeln ergeben einen milden, leicht süßlichen Trester, der perfekt mit Kakao harmoniert. Cashew-Trester ist cremiger und neutraler im Geschmack. Haselnüsse bringen ein nussiges Aroma. Wenn du keinen Trester zur Hand hast, funktioniert gemahlenes Mandelmehl (150–200 g) genauso gut – erhältlich bei dm Bio, Billa Plus oder Hofer.
Für klassisches Cupcake-Frosting lohnt sich ein Blick auf die Vegane Buttercreme. Die besten veganen Torten und Cupcakes zum Kaufen in Wien findest du im Guide Vegane Cupcakes Wien.
Rezept
Zutaten
- 200g Nusstrester (Rückstand von der abgeseihten Nussmilch)
- 125g Kokosblütenzucker
- 125g Cashewkerne
- 75g Kokosraspeln
- 75g Kakaopulver
- 45ml Kokosöl
- 40ml Kokosblütennektar
- 2 TL Vanillepulver
- 1 Prise Salz
- 125ml ungewürzter Cashew-Frischkäse
- 60ml Kokosöl
- 2 EL Kokosblütennektar oÄ
- abgeriebene Schale von 1 Limette
- 2 EL Limettensaft
- Limettenschale, Beeren- oder Kakaopulver, Kakao-Nibs oder Rohschokolade
Zubereitung
- Nusstrester in der Küchenmaschine mit dem Messereinsatz kurz auflockern, bis er keine Klümpchen mehr hat. In eine Schüssel geben.
- Kokosblütenzucker im Hochgeschwindigkeitsmixer zu feinem Puder verarbeiten und zum Nusstrester geben. Dann Cashewkerne und Kokosraspeln im Mixer mithilfe des Stößels bei höchster Geschwindigkeit zu einer geschmeidigen Cashew-Kokos-Butter verarbeiten. Die Geschwindigkeit zwischendurch immer wieder reduzieren, evtl. ab und zu die Masse mit einem Spatel von den Seiten nach unten schaben.
- Die cremig gemixte Masse zum Nusstrester geben, Kakaopulver dazusieben. Das Kokosöl mit den restlichen Zutaten zugeben. Mit dem Rührlöffel alles gut vermengen.
- Aus dem Teig Cupcakes formen (oder in Formen füllen), direkt auf ein Dörrgitter setzen und ca. 8h im Dörrautomat bei 42°C trocknen lassen.
- Für die Creme alle Zutaten im Mixer pürieren, nach Belieben nachsüßen oder mit Limettensaft abschmecken. Im Kühlschrank fest werden lassen. Zum Servieren die Creme in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit garnieren.