Vegane Brokkoli-Kartoffel-Suppe: Cremige Brokkolisuppe mit Kokosmilch und Kürbiskernöl
Mehligkochende Kartoffeln machen diese Brokkolisuppe besonders samtig
Der entscheidende Unterschied zwischen einer wässrigen und einer cremigen Brokkolisuppe liegt in den Kartoffeln. Mehligkochende Sorten wie Agria oder Ditta binden beim Pürieren die Flüssigkeit und ergeben eine samtweiche Textur – ganz ohne Sahne oder Stärke. Die Kartoffeln in gleichmäßige Würfel schneiden, damit sie in denselben 10 Minuten wie der Brokkoli weich werden. Wer keinen Stabmixer hat, kann einen Standmixer nehmen – aber niemals heißes Gargut einfach hineinkippen, sondern kurz abkühlen lassen oder in Etappen füllen. In Österreich bekommst du Agria-Kartoffeln ganzjährig bei Billa, Spar und Hofer; in Deutschland bei Rewe und Edeka.
Kokosmilch oder Hafer-Cuisine: So bleibt die Suppe leicht und cremig
Das Rezept verwendet Kokosmilch oder pflanzliche Kochsahne (etwa Hafer-Cuisine von dm oder Soja-Cuisine von Alpro) – beides funktioniert hervorragend. Kokosmilch gibt der Suppe eine leicht exotische Note und macht sie besonders sämig, weil ihr hoher Fettanteil mit dem Stabmixer emulgiert. Hafer-Cuisine bleibt neutraler im Geschmack und hat weniger Kalorien. Wer die Suppe ohne jede Sahne bevorzugt, nimmt einfach etwas mehr Gemüsebrühe und püriert länger – die Kartoffeln übernehmen die Arbeit. Beide Varianten sind in allen DACH-Supermärkten erhältlich.
Kürbiskernöl zum Servieren – die österreichische Note
In der Steiermark gehört das dunkelgrüne Kürbiskernöl zu vielen Suppen einfach dazu, und diese Brokkolisuppe ist keine Ausnahme. Ein dünner Streifen Kürbiskernöl über die fertige Suppe gezogen, dazu ein paar geröstete Kürbiskerne – das macht optisch und geschmacklich den Unterschied. Das Öl nicht mitkochen, sondern erst beim Servieren dazugeben, damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Kürbiskernöl gibt es bei Hofer, Spar, Billa und dm in AT sowie bei Rewe und Edeka in DE.
Blumenkohl, Zucchini und weitere Variationen für jede Saison
Die Grundstruktur dieses Rezepts lässt sich leicht abwandeln. Im Herbst funktioniert auch Blumenkohl statt Brokkoli hervorragend – oder du mischst beide Gemüsesorten für eine mildere, nussigere Suppe. Im Sommer ersetzt Zucchini einen Teil des Brokkolis und gibt dem Gericht Frische. Wer einen veganen „Käse"-Geschmack mag, gibt 2–3 EL Hefeflocken direkt beim Pürieren dazu – das ergibt überraschend eine an Käsesuppe erinnernde Tiefe, völlig ohne Milchprodukte. Weitere Suppenideen für alle Jahreszeiten findest du im Vegane-Suppen-Guide sowie in den Rezepten für Kürbis-Kokos-Linsen-Suppe und Zucchinicremesuppe.
Warum gelingt diese vegane Brokkolisuppe immer, auch beim ersten Mal?
Das One-Pot-Prinzip macht es nahezu unmöglich, etwas falsch zu machen. Alles kommt in einen Topf, köchelt 10 Minuten und wird dann püriert. Die einzige Fehlerquelle ist zu wenig Würze – also großzügig mit Salz abschmecken und die Muskatnuss frisch reiben, wenn möglich. Wer die Suppe etwas kräftiger mag, kann am Schluss noch einen Schuss Zitronensaft ergänzen, der die Aromen von Brokkoli und Kartoffel anhebt. Eine weitere einfache Suppenidee ist die Steinpilzsuppe oder die herzhafte Vegane Pilzsuppe.
Rezept
Zutaten
- 1 Brokkoli (ca. 500g)
- 400g Kartoffeln (mehligkochend)
- 2-3 Zehen Knoblauch
- 2 EL Kokosöl
- 1l Gemüsebrühe
- 100ml pflanzliche Sahne oder Kokosmilch
- 1/4 TL Muskatnuss (frisch gerieben)
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional: Kürbiskernöl zum Servieren
Zubereitung
- Den Brokkoli waschen, in Röschen teilen und die zarten Teile des Strunks würfeln. Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Würfel schneiden. Den Knoblauch abziehen und in feine Scheiben schneiden.
- Einen großen Topf mit dem Kokosöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Den Knoblauch kurz darin anbraten, bis er duftet. Mit Gemüsebrühe ablöschen und das vorbereitete Gemüse hinzugeben.
- Alles ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis Kartoffeln und Brokkoli weich sind. Die pflanzliche Sahne hinzufügen.
- Mit dem Stabmixer fein pürieren, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Mit einem Schuss Kürbiskernöl servieren.
Häufige Fragen
- Kann ich die Brokkoli-Kartoffel-Suppe einfrieren?
- Ja, die Suppe lässt sich sehr gut einfrieren. Lass sie vollständig abkühlen und fülle sie in gefriergeeignete Behälter. Im Gefrierfach hält sie sich bis zu 3 Monate. Zum Aufwärmen direkt gefroren in einen Topf geben und bei niedriger Hitze langsam erwärmen, dabei gelegentlich rühren. Kokosmilch kann sich nach dem Einfrieren leicht trennen – kurz mit dem Stabmixer nachpürieren, dann wird die Suppe wieder samtig.
- Wie mache ich die vegane Brokkolisuppe im Thermomix?
- Im Thermomix gelingt die Suppe besonders einfach: Knoblauch und Kartoffelwürfel in den Mixtopf geben, 5 Sekunden auf Stufe 5 zerkleinern. Brokkoli, Gemüsebrühe und Kokosmilch zugeben und 20 Minuten bei 100 °C auf Stufe 1 garen. Anschließend 1 Minute auf Stufe 8 pürieren (Deckel mit Tuch festhalten!). Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit Kürbiskernöl servieren.
- Wie koche ich Brokkolisuppe ohne Kartoffeln?
- Ohne Kartoffeln wird die Suppe leichter. Ersetze die Kartoffeln durch 150 g rohe Cashewkerne (mindestens 2 Stunden eingeweicht und abgegossen) für Cremigkeit, oder durch eine halbe Dose weiße Bohnen als proteinreichere Variante. Die Kochzeit verkürzt sich auf 8–10 Minuten, da Cashews und Bohnen keine lange Garzeit brauchen. Dann ganz normal pürieren.