Vegane Proteinshakes: Der komplette Guide für pflanzliche Power

18.1.2026

Vegane Proteinshakes haben sich längst von der Nische zum Mainstream entwickelt. Ob nach dem Training, als Mahlzeitenersatz oder für den extra Proteinschub zwischendurch: Pflanzliche Eiweißshakes stehen tierischen Alternativen in nichts nach.

Was sind vegane Proteinshakes?

Vegane Proteinshakes basieren auf pflanzlichen Proteinquellen wie Erbsen, Reis, Hanf, Soja oder Kürbiskernen. Im Gegensatz zu Whey-Protein (aus Molke) enthalten sie keine tierischen Bestandteile und sind damit für alle geeignet, die sich rein pflanzlich ernähren.

Der globale Markt für veganes Proteinpulver erreichte 2024 einen Wert von 1,15 Milliarden USD und wächst jährlich um über 10 Prozent. Das zeigt: Immer mehr Menschen setzen auf pflanzliche Alternativen.

Die 8 essenziellen Aminosäuren

Proteine bestehen aus Aminosäuren. Von den 20 proteinbildenden Aminosäuren kann dein Körper acht nicht selbst herstellen, die sogenannten essenziellen Aminosäuren:

Aminosäure Pflanzliche Quellen Funktion
Leucin Erbsen, Walnüsse, Soja Muskelaufbau und -erhalt
Isoleucin Erbsen, Walnüsse, Vollkorn Energielieferant beim Training
Valin Spirulina, Chlorella, Erbsen Energieversorgung der Muskelzellen
Lysin Kürbiskerne, Tofu, Buchweizen Erhalt von Muskel- und Bindegewebe
Methionin Paranüsse, Sesam, Brokkoli Proteinbiosynthese
Phenylalanin Sojabohnen, Kürbiskerne Hormonproduktion (Dopamin, Adrenalin)
Threonin Erbsen, Walnüsse, Vollkorn Beteiligt an der B12-Synthese
Tryptophan Sojabohnen, Kakao, Cashews Vorstufe von Serotonin

Wissenschaftlich belegt: Pflanzliches Protein wirkt

Aktuelle Studien zeigen, dass vegane Proteinshakes genauso effektiv für Muskelaufbau und Regeneration sind wie tierische Alternativen. Eine Studie in Frontiers in Nutrition bestätigte, dass pflanzliches Protein bei Körperzusammensetzung, Muskelwachstum und Kraft gleichwertige Ergebnisse liefert.

Noch bemerkenswerter: Die US-amerikanischen Dietary Guidelines 2025-2030 priorisieren erstmals pflanzliches Protein vor tierischem. Die Empfehlung betont die Vorteile von Hülsenfrüchten, Erbsen und Linsen als Proteinquellen.

Die besten pflanzlichen Proteinquellen für Shakes

Erbsenprotein

Erbsenprotein ist der Allrounder unter den pflanzlichen Proteinen. Es enthält alle essenziellen Aminosäuren, ist leicht verdaulich und hat ein geringes Allergiepotenzial. Besonders reich an BCAAs (verzweigtkettige Aminosäuren), die für den Muskelaufbau wichtig sind.

Reisprotein

Reisprotein ist mild im Geschmack und besonders gut verträglich. Es ist reich an BCAAs, enthält aber weniger Lysin, weshalb eine Kombination mit Erbsenprotein ideal ist.

Hanfprotein

Hanfprotein liefert neben Eiweiß auch wertvolle Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe. Es hat einen nussigen Geschmack und ist besonders naturbelassen erhältlich.

Sojaprotein

Sojaprotein ist das einzige pflanzliche Protein mit einem vollständigen Aminosäureprofil, das dem von tierischem Eiweiß entspricht. Es unterstützt laut aktueller Forschung effektiv Muskelregeneration und -aufbau.

Kombination macht's: So deckst du alle Aminosäuren ab

Die Kombination aus Reis- und Erbsenprotein hat sich als besonders effektiv erwiesen. Reis ist reich an Methionin, Erbsen an Lysin, sodass sie sich perfekt ergänzen.

Die gute Nachricht: Du musst diese Kombination nicht in jeder Mahlzeit erreichen. Aktuelle Ernährungswissenschaft zeigt, dass eine ausreichende Proteinversorgung über den Tag verteilt ausreicht.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Qualitätsmerkmale

Laut Stiftung Warentest solltest du bei veganem Proteinpulver auf folgende Punkte achten:

Mögliche Schadstoffe

Eine Untersuchung von Eiweißpulvern zeigte, dass pflanzliche Proteinpulver manchmal Schwermetalle wie Nickel oder Aluminium aus dem Boden aufnehmen können. Daher empfiehlt sich der Griff zu Produkten mit transparenten Laboranalysen.

Wie viel Protein brauchst du?

Für Sportler empfehlen Experten 1,6 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Ein Shake mit 20 bis 30 Gramm Protein nach dem Training ist optimal für die Muskelregeneration.

Mehr zum Thema Proteinbedarf findest du in unserem Guide für veganen Muskelaufbau.

Praktische Tipps für leckere Shakes

Vegane Proteinshakes schmecken am besten mit:

Probiere auch unsere Vegane Protein-Power-Bowl mit 30 Gramm pflanzlichem Eiweiß oder den proteinreichen Linsen-Kichererbsen-Eintopf für eine herzhafte Alternative.

Fazit

Vegane Proteinshakes sind eine ausgezeichnete Wahl für alle, die ihren Proteinbedarf pflanzlich decken möchten. Mit der richtigen Kombination aus verschiedenen Proteinquellen erreichst du ein vollständiges Aminosäureprofil und unterstützt deine Fitnessziele genauso effektiv wie mit tierischen Alternativen.

Achte auf Qualität, kombiniere verschiedene Proteinquellen und genieße deinen Shake am besten frisch zubereitet mit Obst und Pflanzenmilch.