Vegane Osternaschereien selber machen
Das Osternest befüllen macht doppelt so viel Freude, wenn die Naschereien selbst gemacht sind. Du weißt genau, was drin steckt, kannst Füllungen und Schokolade nach deinem Geschmack wählen – und das Ergebnis ist oft noch köstlicher als gekaufte Varianten. Hier kommen drei Ideen, die sich wunderbar für Ostern eignen: saftige Schokoeier mit Erdnussbutterfüllung, knusprige Schokonester ohne Backen und samtige Pralinen.
Die richtige Schokolade: Darauf kommt es an
Der Grundstein für jede dieser Naschereien ist gute vegane Schokolade. Dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von 70 % oder mehr ist in den meisten Fällen von Natur aus pflanzlich – ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, ob Milchpulver enthalten ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet auf das V-Label oder das PETA-Siegel, die zertifiziert vegane Produkte ausweisen.
Für besonders glänzende und knackige Schokoeier empfiehlt sich das Temperieren: Zwei Drittel der Schokolade bei niedriger Temperatur schmelzen, dann das restliche Drittel einrühren und auf 31–32 °C abkühlen lassen. Wem das zu aufwendig ist, kann die Schokolade einfach schmelzen – der Geschmack bleibt gleich, nur der Glanz ist etwas matter.
Vegane Schokoeier mit Erdnussbutter-Füllung
Diese Schokoeier sind ein Klassiker: außen knackige Schokolade, innen eine cremige Erdnussbutterfüllung. Laut It Doesn't Taste Like Chicken gelingt die Füllung mit nur drei Zutaten – Erdnussbutter, Puderzucker und einem Hauch Vanille.
Du brauchst (für ca. 12 Stück):
- 150 g cremige Erdnussbutter (ungesüßt)
- 80 g Puderzucker
- ½ TL Vanilleextrakt
- 200 g vegane dunkle Schokolade
- Silikon-Eiformen (Hälfte reicht)
So geht's:
- Erdnussbutter, Puderzucker und Vanille zu einer glatten Masse verrühren. Wenn die Masse zu weich ist, 30 Minuten kalt stellen.
- Aus der Masse kleine Ovale formen (ca. 1,5–2 EL pro Ei) und auf Backpapier legen. 15 Minuten einfrieren.
- Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Formen zur Hälfte mit Schokolade befüllen, Ränder bestreichen und 5 Minuten einfrieren.
- Erdnussbutter-Füllung einlegen, mit restlicher Schokolade abdecken und erneut 15–20 Minuten einfrieren.
- Aus den Formen lösen und bei Raumtemperatur servieren oder bis zum Fest im Kühlschrank aufbewahren.
Variante ohne Formen: Heal Me Delicious zeigt, wie man die Eier direkt in Ei-Form formt und in geschmolzene Schokolade taucht – ganz ohne Spezialausrüstung. Dafür die Füllung oval formen, einfrieren und dann in die Schokolade tauchen.
Tipp: Anstelle von Erdnussbutter funktioniert auch Mandelbutter, Sonnenblumenkernmus oder – für eine besonders festliche Variante – eine Carrot-Cake-Füllung aus Haferflocken, geriebener Karotte und Kokosnussraspeln.
Knusprige Schoko-Nester ohne Backen
Schoko-Nester sind das schnellste Rezept in dieser Sammlung: kein Backen, keine Formen, nur fünf Minuten aktive Arbeit. Die Grundlage aus gepufftem Reis oder Puffreiskörner verbindet sich mit dunkler Schokolade zu knusprigen Mini-Nestern – perfekt zum Befüllen mit kleinen Süßigkeiten.
Veggie Desserts empfiehlt für die vegane Variante pflanzliche Butter und Ahornsirup anstelle von Honig. The Conscious Plant Kitchen zeigt außerdem, dass man ganz ohne Marshmallows auskommt – stattdessen hält Kokosöl alles zusammen.
Du brauchst (für ca. 10 Nester):
- 200 g vegane dunkle Schokolade
- 2 EL Kokosöl
- 2 EL Ahornsirup
- 100 g Puffreis oder gepuffter Dinkel
- Muffinförmchen (Papier oder Silikon)
So geht's:
- Schokolade mit Kokosöl im Wasserbad oder in der Mikrowelle (30-Sekunden-Intervalle) schmelzen.
- Ahornsirup einrühren, Puffreis hinzufügen und alles vorsichtig vermischen.
- Mit einem Löffel in Muffinförmchen geben, in der Mitte eine kleine Mulde formen.
- 15–20 Minuten im Kühlschrank oder Tiefkühlschrank fest werden lassen.
- Nach Belieben mit kleinen Schokoeiern oder Zuckerblüten dekorieren.
Sneaky Veg verwendet für die gesündere Variante weniger Schokolade und dafür etwas mehr Puffreis – das macht die Nester noch knuspriger und weniger süß.
Tipp: Die Nester halten im Kühlschrank bis zu einer Woche frisch. Für Kinder sind kleine Zuckereier aus dem Reformhaus oder dem Bio-Laden als Dekoration ideal.
Vegane Pralinen für das Osternest
Selbst gemachte Pralinen wirken elegant und aufwendig – sind es aber nicht. Mit Silikonformen, die es günstig im Haushaltsladen gibt, gelingt die klassische Hülle-Füllung-Methode unkompliziert. Full of Plants zeigt die Grundtechnik: Schokolade in die Form geben, Ränder bestreichen, einfrieren, Füllung hinein, wieder Schokolade drauf.
Du brauchst (für ca. 20 Pralinen):
- 250 g vegane dunkle oder vegane Vollmilchschokolade (z. B. von iChoc oder Zotter)
- 80 ml vegane Sahne (Hafer- oder Kokosnussbasis)
- 2 EL Haselnuss- oder Mandelmus
- 1 EL Ahornsirup
- Optional: etwas Meersalz, Vanille oder Orangenabrieb
So geht's:
- 200 g Schokolade schmelzen. Mit einem kleinen Pinsel oder Teelöffel die Pralinensilikonformen innen mit Schokolade auskleiden. 10 Minuten einfrieren.
- Für die Ganache-Füllung: vegane Sahne erhitzen (nicht kochen), restliche 50 g Schokolade darin schmelzen, Haselnussmus und Ahornsirup einrühren. 10 Minuten abkühlen lassen.
- Füllung in die Formen geben (nicht ganz bis zum Rand), kurz einfrieren.
- Mit restlicher geschmolzener Schokolade abdecken und mindestens 30 Minuten fest werden lassen.
- Vorsichtig aus den Formen drücken und servieren.
Elephantastic Vegan empfiehlt, die fertigen Pralinen in Geschenkpapier oder kleine Schächtelchen zu verpacken – so werden sie zum besonderen Ostergeschenk. Zucker&Jagdwurst hat außerdem sechs weitere Pralinenvariationen zusammengestellt, von Himbeer-Ganache bis Matcha-Füllung.
Tipps für perfekte Ergebnisse
Schokolade richtig schmelzen: Am besten im Wasserbad bei niedriger Temperatur – kein Wasser darf in die Schokolade gelangen, sonst wird sie klumpig. Die Mikrowelle geht auch, dann unbedingt in 30-Sekunden-Intervallen erhitzen und dazwischen rühren.
Formen: Silikonformen in Ei- oder Pralinenform findest du günstig im Haushaltsladen oder online. Alternativ funktionieren Eiswürfelformen für Mini-Pralinen wunderbar.
Lagerung: Alle drei Naschereien halten im Kühlschrank bis zu zwei Wochen. Zum Servieren am Ostertisch kurz auf Raumtemperatur kommen lassen – so entfaltet die Schokolade ihr volles Aroma.
Schokolade nach Wahl: Wer es etwas milder mag, probiert vegane Reismilch-Schokolade oder Hafer-Vollmilchschokolade. Diese Varianten sind in Bioläden und bei dm und Rossmann erhältlich.
Ob Schokoeier, Nester oder Pralinen – selbst gemacht sind diese Osternaschereien ein echtes Highlight. Das Schöne: Du kannst sie gut vorbereiten und schon Tage vor Ostern fertigstellen, damit am Ostersonntag mehr Zeit bleibt, um das Frühstück zu genießen. Weitere Ideen für das vegane Osterfest findest du in unserem Ostern-Guide und dem Osterstriezel-Rezept.