Veganer Osterstriezel

Der Osterstriezel gehört zum österreichischen Osterfest wie bunte Eier und Frühlingsblumen. Dieser fluffige Hefezopf duftet nach Vanille und Zitrone, ist innen zart und luftig und außen goldbraun mit knusprigem Hagelzucker.

Warum dieser Striezel so gut gelingt

Das Geheimnis liegt im Teig: Aquafaba – das Kochwasser aus der Kichererbsendose – ersetzt die Bindefunktion von Eiern und sorgt für eine wunderbar zarte Krume. Die weiche vegane Butter macht den Teig geschmeidig, die Sojamilch liefert die nötige Feuchtigkeit für eine saftige Textur.

Tipp zur Hefe: Trockenhefe direkt mit dem Mehl vermischen, keine Vorarbeit nötig. Frische Hefe (25g) zuerst in der lauwarmen Milch auflösen – dann erst die übrigen Zutaten hinzufügen.

Zwei Ruhezeiten – beide wichtig

Beim Hefeteig lohnt es sich, die Gehzeiten einzuhalten:

Wer Zeit sparen möchte: Den Teig nach der ersten Gehzeit abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern. Am nächsten Morgen einfach flechten, gehen lassen und backen – der Teig schmeckt sogar noch aromatischer.

Aufbewahrung

In ein sauberes Küchentuch gewickelt hält der Osterstriezel 2–3 Tage bei Zimmertemperatur. Eingefroren (in Scheiben) ist er bis zu 2 Monate haltbar – einfach kurz toasten oder im Ofen aufwärmen.

Er schmeckt pur, mit veganer Butter oder einem Klecks selbstgemachter Marmelade – zum veganen Osterbrunch ein absoluter Klassiker.

Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
2 Std 30 Min
Portionen
1 Striezel (8–10 Scheiben)

Zutaten

  • 500g Weizenmehl (Type 550)
  • 1 Päckchen Trockenhefe (7g)
  • 80g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale (bio)
  • 250ml Sojamilch, lauwarm
  • 80g vegane Butter, weich (Zimmertemperatur)
  • 3 EL Aquafaba (Kichererbsenwasser aus der Dose)
  • Für die Glasur: 3 EL Sojamilch + 1 EL Ahornsirup
  • Zum Bestreuen: 2 EL Hagelzucker
  • Optional: 2 EL Mandelblättchen

Zubereitung

  1. Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz, Vanilleextrakt und Zitronenschale in einer großen Schüssel vermischen.
  2. Lauwarme Sojamilch, weiche vegane Butter und Aquafaba hinzufügen. Alles mit den Händen oder einer Küchenmaschine (Knethaken) zu einem glatten, elastischen Teig verkneten – das dauert ca. 8–10 Minuten.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen, in der Schüssel lassen und mit einem feuchten Tuch abdecken. An einem warmen Ort 60–75 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
  4. Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten. In 3 gleich große Stücke teilen (je ca. 280g).
  5. Jedes Stück zu einem gleichmäßigen Strang von ca. 50 cm Länge rollen – die Mitte etwas dicker lassen, die Enden dünn zulaufen lassen.
  6. Die drei Stränge oben zusammendrücken und zu einem lockeren Zopf flechten. Die Enden gut andrücken und nach unten tucken.
  7. Den geflochtenen Striezel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Mit einem feuchten Tuch abdecken und nochmals 45 Minuten gehen lassen.
  8. Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  9. Sojamilch und Ahornsirup verrühren und den Striezel großzügig damit bestreichen. Mit Hagelzucker und nach Wunsch Mandelblättchen bestreuen.
  10. Im vorgeheizten Ofen 32–35 Minuten backen, bis der Striezel goldbraun ist. Nach 20 Minuten Backzeit mit Alufolie abdecken, falls er zu dunkel wird.
  11. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen – am besten mindestens 20 Minuten warten, bevor er angeschnitten wird.