Veganer Löwenzahn: Das heimische Superfood mit beeindruckenden Nährwerten

15.2.2026

Wer kennt sie nicht, die fransigen gelben Blüten, die von Frühling bis Spätsommer unsere Wiesen, Felder und Gärten schmücken? Was in Deutschland oft als Unkraut gilt, ist in Frankreich längst eine Delikatesse – und das zu Recht! Löwenzahn (Taraxacum officinale) steckt voller wertvoller Nährstoffe und wird seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde geschätzt.

Von den knackigen Blättern über die leuchtenden Blüten bis zur kräftigen Wurzel – der gesamte Löwenzahn ist essbar und bietet dir eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und bioaktiven Verbindungen. Hier sind 7 wissenschaftlich belegte Gründe, warum du dieses heimische Superfood in deine vegane Ernährung integrieren solltest!

1. Reich an Antioxidantien und bioaktiven Verbindungen

Laut einer umfassenden Übersicht im Bulletin of the National Research Centre enthält Löwenzahn eine beeindruckende Vielfalt an bioaktiven Verbindungen: Sesquiterpenlactone, Saponine, Flavonoide, Phenole und viele weitere. Diese Stoffe wirken antioxidativ und unterstützen den Körper beim Schutz vor oxidativem Stress.

Eine aktuelle Studie in MDPI (2025) zu Taraxacum-Arten bestätigt das antitumorale, entzündungshemmende und antioxidative Potenzial dieser Pflanzenstoffe.

2. Unterstützung der Leberfunktion

Die Leber ist unser wichtigstes Entgiftungsorgan – und Löwenzahn wird seit Jahrhunderten traditionell zur Leberunterstützung eingesetzt. Eine wissenschaftliche Übersicht in PMC (2025) bestätigt die hepatoprotektiven Eigenschaften: Präklinische Studien zeigen, dass Löwenzahnextrakte vor Leberschäden durch Alkohol und andere toxische Substanzen schützen können.

Der Inhaltsstoff Taraxasterol moduliert dabei entzündliche und oxidative Stresspfade und kann so zur Vorbeugung von Leberschäden beitragen.

3. Vitamin-K-Bombe für die Knochengesundheit

Löwenzahn ist eine der reichsten pflanzlichen Quellen für Vitamin K! Laut Nutrition and You liefern 100 g frische Löwenzahnblätter etwa 778 µg Vitamin K – das sind beeindruckende 649 % des Tagesbedarfs! Vitamin K ist essenziell für die Blutgerinnung und spielt eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit.

4. Mehr Eisen und Calcium als Spinat

Löwenzahnblätter übertreffen Spinat in Sachen Nährstoffdichte! Laut Aprifel enthalten 100 g:

Damit ist Löwenzahn eine hervorragende Quelle für Mineralstoffe in der veganen Ernährung.

5. Vitamin A und C für Augen und Immunsystem

Löwenzahn ist extrem reich an Provitamin A (Beta-Carotin). Mit über 10.000 IU pro 100 g gehört er zu den reichsten Quellen überhaupt! Dazu kommen laut Healthline:

6. Natürliche Entwässerung (Diuretikum)

In Frankreich wird Löwenzahn liebevoll „pissenlit" (Bettnässer) genannt – ein Hinweis auf seine harntreibende Wirkung. Eine Pilotstudie in PMC mit 17 Teilnehmern zeigte eine signifikante Zunahme der Urinfrequenz nach der Einnahme von Löwenzahnblatt-Extrakt.

Das Besondere: Löwenzahn enthält mehr Kalium als Bananen. Während viele Diuretika Kalium ausschwemmen, liefert Löwenzahn diesen wichtigen Mineralstoff gleich mit!

7. B-Vitamine für Energie und Nerven

Löwenzahn ist eine gute Quelle für B-Vitamine laut Foodstruct:

Diese Kombination macht Löwenzahn zu einem idealen Frühlingsgemüse, um den Körper mit neuer Energie zu versorgen.

Nährwerte pro 100 g Löwenzahnblätter (roh)

Nährstoff Menge % Tagesbedarf
Kalorien 45 kcal -
Ballaststoffe 3,5 g 14 %
Vitamin K 778 µg 649 %
Vitamin A 10.161 IU 338 %
Vitamin C 35 mg 39 %
Eisen 3,1 mg 39 %
Calcium 187 mg 19 %
Kalium 397 mg 12 %
Magnesium 36 mg 9 %

So verwendest du Löwenzahn in der Küche

Löwenzahn ist unglaublich vielseitig! Du kannst:

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Wichtiger Hinweis

Löwenzahn enthält natürliche Bitterstoffe, die bei empfindlichen Personen die Magensäureproduktion anregen können. Laut Drugs.com sollte bei der Einnahme von Lithium, Diuretika oder blutzuckersenkenden Medikamenten vor dem regelmäßigen Verzehr ärztlicher Rat eingeholt werden.


Fazit: Der Löwenzahn ist ein unterschätztes heimisches Superfood, das mit beeindruckenden Nährwerten aufwartet. Mit mehr Vitamin K als fast jedes andere Lebensmittel, mehr Eisen als Spinat und einer Fülle an Antioxidantien verdient er einen festen Platz in deiner veganen Küche. Also beim nächsten Spaziergang: nicht jäten, sondern ernten!