Nachhaltig im Büro - Teil II
Nach Papier und Technik aus Teil I geht es hier um den Rest des Arbeitsalltags: Wie kommst Du klimafreundlich ins Büro, wie sieht ein nachhaltiges Mittagessen aus und wo lässt sich beim Strom noch etwas herausholen?
Klimafreundlich zur Arbeit
Der Arbeitsweg ist oft der größte CO2-Hebel im Büro-Alltag. Rund 365 kg CO2 im Jahr spart, laut Umweltbundesamt, wer täglich 5 km einfache Strecke vom Auto aufs Fahrrad umsteigt - und spart sich nebenbei das Fitnessstudio.
- Mit dem Rad in die Arbeit strampeln schont Umwelt und Geldbörse gleichermaßen.
- Öffis sind günstig und ersparen den Stress im Stau - wer überwiegend Auto fährt, verursacht laut Umweltbundesamt rund fünfmal so viele Emissionen wie Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr setzen.
- Wenn's gar nicht ohne Auto geht: Fahrgemeinschaften mit Kolleginnen und Kollegen gründen.
- Nicht jeder Termin muss face-to-face stattfinden - oft reicht ein Anruf oder eine Videokonferenz.
- In vielen Städten gibt es inzwischen Car Sharing mit Elektroautos.
Nachhaltig durch die Mittagspause
- Essen selbst mitbringen und Verpackungsmüll sparen - eine Lunchbox aus Edelstahl oder Glas hält jahrelang und ersetzt jede Einwegverpackung.
- Wenn mal keine Zeit zum Vorkochen bleibt: Auf lokale Lieferservices mit Mehrweggeschirr zurückgreifen, zum Beispiel Rita bringt's in Wien.
- Bei Fairtrade@work mitmachen und im Büro auf fairen Kaffee, Tee und Saft umsteigen.
Strom sparen im Büro-Alltag
Stand-by ist die unterschätzteste Stromfalle im Büro. Drucker, Scanner, Monitore und Kaffeemaschinen ziehen im Leerlauf oft zusammen über 100 Watt durchgehend - macht hochgerechnet 876 kWh im Jahr und bei 0,40 Euro pro kWh rund 350 Euro Stand-by-Kosten, ganz ohne Nutzen. Seit Mai 2025 gelten dafür sogar strengere EU-Ökodesign-Grenzwerte für neue Geräte.
- Auf Ökostrom fürs Büro umsteigen.
- Bei längeren Pausen den Desktop ausschalten oder den Ruhezustand nutzen.
- Geräte über Nacht mit einer schaltbaren Steckdosenleiste komplett vom Strom nehmen.
Wie Du auch bei Papier, Schreibwaren und Bürotechnik Ressourcen sparst, steht in Teil I der Serie.
Häufige Fragen
- Wie viel CO2 spart der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad beim Arbeitsweg wirklich?
- Laut Umweltbundesamt spart eine Pendlerin oder ein Pendler mit 5 km einfacher Strecke durch den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad rund 365 kg CO2 im Jahr. Rad- und Fußverkehr verursachen zudem etwa 166 g weniger Treibhausgase pro Personenkilometer als der Pkw, weil kein Verbrennungsmotor läuft.
- Lohnen sich Öffis wirklich mehr als das eigene Auto für den Arbeitsweg?
- Ja - Menschen, die fast nur mit dem Auto unterwegs sind, verursachen laut Umweltbundesamt rund fünfmal so viele Treibhausgase für ihre Alltagsmobilität wie Menschen ohne Pkw, die auf den öffentlichen Nahverkehr setzen. Dazu kommt der Zeitgewinn, weil man im Zug oder Bus arbeiten oder entspannen statt im Stau stehen kann.
- Was bringt es, den Stand-by-Modus von Druckern und Monitoren zu vermeiden?
- Drucker, Scanner, Monitore und Kaffeemaschinen ziehen im Leerlauf oft gemeinsam über 100 Watt durchgehend, macht hochgerechnet um die 876 kWh im Jahr. Bei 0,40 Euro pro kWh sind das rund 350 Euro reine Stand-by-Kosten für ein einziges Büro - Geräte über Nacht ganz vom Strom zu nehmen, spart das komplett.
- Gelten für neue Bürogeräte inzwischen strengere Stand-by-Grenzwerte?
- Ja, seit Mai 2025 gelten EU-weit neue Ökodesign-Grenzwerte für den Stand-by-Verbrauch elektrischer Geräte - je nach Gerätetyp sinken die erlaubten Werte auf 0,3 bis 0,8 Watt bzw. 7 bis 8 Watt bei vernetzten Geräten. Beim Neukauf von Druckern oder Monitoren lohnt sich also ein Blick aufs Energielabel.
- Wie lässt sich das Büro-Mittagessen ohne Einwegverpackung organisieren?
- Am einfachsten ist eine wiederverwendbare Lunchbox aus Edelstahl oder Glas fürs selbst mitgebrachte Essen. Wer keine Zeit zum Vorkochen hat, kann auf lokale Lieferservices mit Mehrweggeschirr zurückgreifen oder in der Kantine nach einer Mehrwegoption statt Einweg-Take-away-Verpackung fragen.
- Was bedeutet Fairtrade@work für den Kaffee im Büro?
- Fairtrade@work ist eine Initiative, bei der Büros und Teams offiziell auf fair gehandelten Kaffee, Tee und Saft umsteigen und das mit einem Siegel sichtbar machen. Die Teilnahme läuft über ein Online-Formular direkt bei Fairtrade Österreich beziehungsweise Fairtrade Deutschland.