Vegane Erkältungskiller: 7 Kräuter und Gewürze für die kalte Jahreszeit

5.2.2026

Sobald die Temperaturen sinken und die Heizungen laufen, beginnt die Erkältungssaison. Statt sofort zu Medikamenten zu greifen, lohnt sich ein Blick in die Natur: Viele Kräuter und Gewürze werden seit Jahrhunderten traditionell zur Unterstützung des Wohlbefindens eingesetzt. Moderne Forschung bestätigt zunehmend, dass bestimmte Pflanzenstoffe interessante Eigenschaften besitzen.

1. Thymian: Der mediterrane Klassiker

Thymian ist nicht nur ein aromatisches Gewürz für mediterrane Gerichte, sondern wird seit Jahrhunderten als Hausmittel bei Husten geschätzt. Die ätherischen Öle, insbesondere Thymol und Carvacrol, sind laut wissenschaftlichen Untersuchungen für die positiven Eigenschaften verantwortlich.

Thymol, der Hauptbestandteil des ätherischen Thymianöls, wurde in Laborstudien auf seine antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften untersucht. Traditionell wird Thymian als Tee oder in Form von Inhalationen verwendet.

Anwendung: Einen Teelöffel getrockneten Thymian mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen täglich können wohltuend sein.

2. Holunder: Kraftspender aus dem Garten

Die schwarzen Beeren des Holunders (Sambucus nigra) sind reich an Vitamin C und Anthocyanen. Eine Meta-Analyse klinischer Studien fand Hinweise, dass Holunderbeeren-Extrakte die Dauer und Schwere von Erkältungssymptomen günstig beeinflussen könnten.

In einer randomisierten Studie wurde Sambucol (ein Holunderbeerenextrakt) untersucht. Die Teilnehmenden der Holundergruppe zeigten im Durchschnitt nach 2-4 Tagen eine Verbesserung, während die Placebogruppe 6 Tage benötigte.

Die Holunderblüten können im Frühling gesammelt werden und eignen sich hervorragend für wohltuende Tees. Im Spätsommer sind dann die dunklen Beeren reif – perfekt für selbstgemachten Sirup oder Saft.

Tipp: Holunderbeeren niemals roh essen! Sie müssen vor dem Verzehr erhitzt werden.

3. Ingwer: Die wärmende Wurzel

Ingwer ist besonders in der kalten Jahreszeit beliebt. Die Gingerole und Shogaole geben der Wurzel ihre charakteristische Schärfe und wurden in Laborstudien auf ihre antiviralen Eigenschaften untersucht.

Interessant: Eine Studie zeigte, dass frischer Ingwer in Zellkulturen das humane Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hemmen konnte. Dabei war frischer Ingwer wirksamer als getrockneter.

Ingwer hat außerdem wärmende Eigenschaften – perfekt für kalte Wintertage! Probiere auch unsere vegane Ingwersuppe oder wärmende Heißgetränke.

Anwendung: Frischen Ingwer in Scheiben schneiden, mit heißem Wasser übergießen und nach Geschmack mit Zitrone und Agavendicksaft verfeinern.

4. Pfefferminze: Frischer Atem bei verstopfter Nase

Wenn die Nase läuft und das Atmen schwerfällt, kann Pfefferminze Linderung bringen. Das enthaltene Menthol aktiviert bestimmte Kälterezeptoren (TRPM8) in den Atemwegen, was zu einem subjektiven Gefühl von freieren Atemwegen führt – auch wenn sich die objektive Nasendurchlässigkeit nicht messbar verändert.

In einer Studie wurden Pfefferminzöl-Inhalationen bei allergischer Rhinitis untersucht. Die Teilnehmenden berichteten von einer Verbesserung der Symptome, insbesondere bei verstopfter Nase.

Anwendung: Pfefferminztee trinken oder einige Tropfen ätherisches Pfefferminzöl in eine Schüssel mit heißem Wasser geben und den Dampf inhalieren. Bitte nicht bei Kleinkindern anwenden!

5. Kurkuma: Das goldene Gewürz

Kurkuma, bekannt für seine intensive gelbe Farbe, enthält Curcumin. Dieser Pflanzenstoff wurde in zahlreichen Studien auf seine entzündungshemmenden und immunmodulierenden Eigenschaften untersucht.

Da Curcumin schlecht vom Körper aufgenommen wird, hilft ein Trick: In Kombination mit schwarzem Pfeffer (Piperin) und etwas Fett steigt die Bioverfügbarkeit deutlich an.

Tipp: Bereite dir eine Goldene Milch zu – ein wärmendes Getränk aus Pflanzenmilch, Kurkuma, Ingwer und einer Prise Pfeffer.

6. Knoblauch: Der natürliche Allrounder

Knoblauch wird seit der Antike als Heilpflanze geschätzt. Das enthaltene Allicin, das beim Zerkleinern frischer Knoblauchzehen entsteht, wurde in wissenschaftlichen Untersuchungen auf seine antimikrobiellen Eigenschaften untersucht.

In der traditionellen Medizin gilt Knoblauch als natürlicher Immunbooster. Am besten entfaltet sich das Allicin, wenn du den Knoblauch roh verzehrst oder nur kurz garst.

Idee: Bereite dir ein immununterstützendes Dressing aus gepresstem Knoblauch, Olivenöl, Zitronensaft und frischen Kräutern zu.

7. Majoran: Das unterschätzte Küchenkraut

Majoran wird oft unterschätzt, dabei ist er eng mit dem bekannten Oregano verwandt. Die ätherischen Öle beider Kräuter wurden in Studien auf ihre antimikrobiellen Eigenschaften untersucht.

Traditionell wird Majoran als Tee bei Erkältungssymptomen eingesetzt. In der Küche passt er hervorragend zu herzhaften Gerichten, Suppen und Eintöpfen.

Fazit: Pflanzenkraft aus der Natur

Diese sieben Kräuter und Gewürze können eine wohltuende Ergänzung in der Erkältungszeit sein. Sie ersetzen natürlich keinen Arztbesuch bei schweren Symptomen, aber sie können dein allgemeines Wohlbefinden unterstützen.

Am besten kombinierst du mehrere dieser natürlichen Helfer: Eine wärmende vegane Suppe mit Ingwer, Knoblauch und frischem Thymian ist nicht nur köstlich, sondern auch ein echtes Wohlfühlgericht für kalte Tage.

Wichtig: Bei länger anhaltenden oder schweren Symptomen solltest du ärztlichen Rat einholen. Die hier genannten Informationen dienen nur der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung.

Weitere Tipps für die kalte Jahreszeit