Ist Pasta vegan? Der komplette Guide für pflanzliche Nudeln

27.1.2026

Pasta gehört zu den beliebtesten Gerichten überhaupt. Aber ist sie auch vegan? Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Während die meisten getrockneten Nudeln aus dem Supermarkt pflanzlich sind, enthalten frische Pasta und viele Spezialitäten oft Eier. Hier erfährst du, worauf du beim Einkauf achten musst.

Getrocknete Pasta: Meist vegan

Die gute Nachricht für alle Nudelfans: Laut italienischem Recht darf sogenannte „Pasta secca" (getrocknete Pasta) keine Eier enthalten. Klassische italienische Trockenpasta besteht traditionell nur aus zwei Zutaten: Hartweizengrieß (Semolina) und Wasser.

Beliebte vegane Marken laut The Hidden Veggies und Plant Power Couple:

Marke Vegan? Hinweis
Barilla (Classic) Ja Nur Tortellini und Lasagneblätter enthalten Ei
De Cecco Ja Nur „all'uovo"-Produkte (goldene Verpackung) enthalten Ei
Rummo Ja Artisanal, langsam getrocknet
Colavita Ja Komplett veganes Sortiment

Tipp: Bei De Cecco erkennst du Eiernudeln am goldenen statt blauen Verpackungsdesign und der Aufschrift „all'uovo" (italienisch für „mit Ei"), wie Caring Consumer erklärt.

Warum deutsche Nudeln oft Eier enthalten

In Österreich und Deutschland ist die Situation anders als in Italien. Laut Reishunger werden hier häufig Weichweizen-Nudeln hergestellt, die weniger Protein enthalten als italienischer Hartweizen. Eier werden hinzugefügt, um die Festigkeit zu erhöhen und für eine kräftigere Farbe zu sorgen.

Faustregel: Italienische Importpasta ist fast immer vegan, während bei deutschen Produkten ein Blick auf die Zutatenliste wichtig ist.

Frische Pasta: Meist nicht vegan

Bei frischer Pasta aus dem Kühlregal oder vom Restaurant sieht es anders aus. Laut PETA enthält die meisten frischen Nudeln Eier, die für Feuchtigkeit, Fett und eine seidige Textur sorgen.

Nicht-vegane Pasta-Typen:

Versteckte tierische Zutaten

Wie Vegpool warnt, gibt es neben Eiern weitere versteckte tierische Zutaten:

Wichtig: Lies immer die Zutatenliste! Begriffe wie „Ei", „Vollei", „Eigelb" oder „Eiklar" zeigen an, dass das Produkt nicht vegan ist.

Vegane Alternativen zu Weizenpasta

Es gibt mittlerweile viele pflanzliche Nudelalternativen, die laut GreenCitizen aus verschiedenen Zutaten hergestellt werden:

Gesundheitliche Aspekte

Pasta ist mehr als nur Kohlenhydrate. Laut der International Pasta Organisation enthält Pasta etwa 12% pflanzliches Protein und Aminosäuren wie Tyrosin und Tryptophan, die das körperliche und geistige Wohlbefinden fördern.

Eine umfassende Übersichtsarbeit in PLOS ONE von 2024 zeigt, dass pflanzliche Ernährung (zu der auch vegane Pasta gehört) mit einem 15-40% niedrigeren Risiko für Herzerkrankungen verbunden ist.

Praktische Tipps für den Einkauf

  1. Zutatenliste prüfen: Suche nach „Hartweizengrieß" oder „Semolina" als einzige Zutat
  2. Vegan-Label: Die sicherste Orientierungshilfe
  3. Italienische Marken bevorzugen: Traditionell meist eifrei
  4. Kühlregal meiden: Frische Pasta enthält fast immer Eier
  5. Bei gefüllter Pasta: Immer genau hinschauen

Vegane Pasta selbst machen

Für selbstgemachte vegane Pasta brauchst du laut La Cucina Italiana nur drei Zutaten:

Olivenöl kann hinzugefügt werden, um die Feuchtigkeit und das Fett zu ersetzen, das normalerweise von Eiern kommt, wie Bianca Zapatka erklärt.

Häufige Fragen

Sind Spaghetti immer vegan?
Getrocknete italienische Spaghetti sind traditionell vegan. Bei deutschen Produkten solltest du die Zutatenliste prüfen.

Sind Lasagneblätter vegan?
Oft nicht! Viele getrocknete Lasagneblätter enthalten Eier. Achte auf das Vegan-Label oder wähle explizit eifreie Produkte.

Woher weiß ich, ob Restaurantpasta vegan ist?
Frag nach! Frische hausgemachte Pasta enthält fast immer Eier.

Fazit

Die meisten getrockneten Nudeln aus dem Supermarkt sind vegan – besonders italienische Marken. Bei frischer Pasta, Lasagneblättern und gefüllten Nudeln ist Vorsicht geboten. Mit einem kurzen Blick auf die Zutatenliste oder das Vegan-Label bist du auf der sicheren Seite.

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