Ist Kokosmilch vegan?

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Kokosmilch ist vegan, denn sie besteht aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss und Wasser. Eine Unsicherheit gibt es nur bei Dosenprodukten mit Emulgator, denn der Zusatzstoff Polysorbat 60 (E 435) kann aus tierischen Fettsäuren hergestellt sein. Wie du das auf der Zutatenliste erkennst, steht unten.

Was in Kokosmilch steckt

Laut Wikipedia entsteht Kokosmilch, indem das weiße Fruchtfleisch reifer Kokosnüsse gerieben und mit Wasser ausgepresst wird. Dosenware liegt nach dem Standard der Asia-Pacific Coconut Community bei 5 bis 20 Prozent Fett. Alle gängigen Varianten sind pflanzlich:

Produkt Fettgehalt Typische Verwendung Vegan
Kokosmilch aus der Dose 5-20 % Curry, Suppen, Desserts ja
Kokoscreme 20-50 % Soßen, Eis, Schlagcreme ja
Kokosdrink aus dem Karton deutlich weniger Müsli, Kaffee, Trinken ja

Der Kokosdrink im Karton ist laut Wikipedia ein mit Wasser verdünntes Milchersatzprodukt mit weniger Fett. Je nach Produkt kommen Zucker oder Aromen dazu. Mehr zu Dose, Drink und Selbermachen findest du in unserem Kokosmilch-Guide.

Zusatzstoffe auf der Zutatenliste

In Dosenware stehen häufig Verdickungsmittel und Emulgatoren, damit sich Rahm und Wasser nicht trennen. Diese vier Angaben begegnen dir am häufigsten:

Bei E 435 kommt es auf die Fettsäure an, aus der der Emulgator hergestellt wird. Das Lebensmittellexikon schreibt, dass meist pflanzliche Fette verwendet werden, den tatsächlichen Ursprung aber nur der Hersteller nennen kann. Eine kurze Anfrage beim Hersteller oder ein V-Label auf der Verpackung schaffen Klarheit.

Kokosernte in Thailand

Kokosmilch kommt zu großen Teilen aus Südostasien. PETA Asia dokumentierte 2019 auf acht Farmen in Thailand, dass dort Affen zur Ernte eingesetzt wurden, und bestätigte das 2020 in einer Folgeuntersuchung. Laut National Geographic sind dort etwa 3.000 Schweinsaffen im Einsatz.

Das Herkunftsland steht auf vielen Packungen in der Nähe der Zutatenliste. Wer mehr zur Ernte wissen will, findet Angaben oft auf der Website des Herstellers oder erhält sie auf Anfrage.

Nährwerte im Überblick

Dosenware hat laut Matvaretabellen (Daten des US-Landwirtschaftsministeriums) pro 100 g etwa 209 Kilokalorien und 21,3 g Fett, davon 18,9 g gesättigte Fettsäuren. Eine Einordnung dazu findest du bei Wie gesund ist Kokosmilch?.

Vegane Rezepte mit Kokosmilch

Kokosmilch macht Currys und Suppen cremig, ohne dass etwas anderes nötig ist. Für den Einstieg eignet sich das Linsencurry mit Kokosmilch. Weitere Ideen sammeln wir unter Vegane Suppen mit Kokosmilch.

Häufige Fragen

Ist Kokosmilch immer vegan?
In der Regel ja. Kokosmilch besteht aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss und Wasser, manchmal mit Verdickungsmitteln wie Guarkernmehl. Nur bei Emulgatoren wie Polysorbat 60 (E 435) kann der Ausgangsstoff, eine Fettsäure, tierischer Herkunft sein. Steht kein E 435 oder ähnlicher Emulgator auf der Zutatenliste, gibt es keinen Anlass zur Sorge.
Ist Kokosdrink aus dem Karton auch vegan?
Ja, Kokosdrink ist ein mit Wasser verdünntes Getränk aus Kokosmilch und enthält keine tierischen Zutaten. Oft kommen Zucker, Aromen oder Vitamine dazu. Wirf deshalb auch bei Kokosdrink einen Blick auf die Zutatenliste.
Was ist Polysorbat 60 und ist es vegan?
Polysorbat 60 (E 435) ist ein Emulgator, der aus Sorbit und Fettsäuren hergestellt wird. Die Fettsäure kann pflanzlich oder tierisch sein, welche verwendet wurde, weiß nur der Hersteller. Die meisten Hersteller setzen laut Lebensmittellexikon pflanzliche Fette ein. Sicher bist du bei Produkten mit V-Label oder einer Bestätigung des Herstellers.
Woran erkenne ich Kokosmilch ohne Zusatzstoffe?
Auf der Zutatenliste stehen nur Kokosnussextrakt oder Kokosnuss und Wasser, oft mit dem Hinweis ohne Verdickungsmittel. Kokosmilch ohne Guarkernmehl trennt sich in der Dose in festen Rahm und klare Flüssigkeit. Das ist normal und lässt sich mit kurzem Rühren oder Erwärmen wieder verbinden.
Kann ich Kokosmilch selber machen?
Ja. Gib Kokosraspeln mit heißem Wasser in einen Mixer, mixe eine Minute und presse die Masse durch ein Passiertuch. Das Ergebnis ist frische Kokosmilch ohne Zusatzstoffe, die du im Kühlschrank zwei bis drei Tage aufbewahren kannst. Die Konsistenz ist dünner als bei Dosenware.
Ist Kokosmilch glutenfrei und laktosefrei?
Reine Kokosmilch enthält weder Gluten noch Laktose, weil sie rein pflanzlich ist. Bei Produkten mit Zusätzen wie Aromen oder Getreidebestandteilen lohnt der Blick aufs Etikett. Für Kokosmilch aus der Dose mit nur Kokos und Wasser gibt es in der Regel keine Einschränkungen.