Veganismus und Haustiere: Der Guide für 2026

22.1.2026

Kann man als Veganer Haustiere halten? Diese Frage beschäftigt viele Menschen, die sich für einen pflanzenbasierten Lebensstil entscheiden. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Ansatz ist das Zusammenleben mit Haustieren absolut vereinbar mit veganen Werten.

Adoptieren statt kaufen

Der wichtigste Grundsatz für Veganer bei der Haustierhaltung: Adoptiere, kaufe nicht! Tierheime und Pflegestationen sind leider oft überfüllt. Jedes Jahr werden tausende Tiere ausgesetzt oder abgegeben.

Wenn du einem Tier aus dem Tierheim ein neues Zuhause gibst, rettest du nicht nur dieses eine Leben - du machst auch Platz für ein weiteres Tier, das sonst vielleicht eingeschläfert werden würde.

Wo du Tiere adoptieren kannst

In Österreich gibt es zahlreiche seriöse Organisationen:

Wichtig: Kaufe niemals Tiere aus Zoohandlungen oder von Züchtern. Auch wenn das Tier dort "gerettet" erscheint - es wird sofort durch ein neues ersetzt und du finanzierst damit die Zuchtindustrie.

Vegane Ernährung für Hunde: Was sagt die Wissenschaft?

Ein spannendes Thema ist die pflanzenbasierte Ernährung von Haustieren. Hier hat sich in den letzten Jahren wissenschaftlich viel getan.

Hunde können vegan leben

Die gute Nachricht: Hunde sind Allesfresser (Omnivoren) und können mit einer gut geplanten veganen Ernährung sehr gesund leben. Das belegen mittlerweile über 12 wissenschaftliche Studien.

Eine umfassende Studie von Professor Andrew Knight (2024) mit 2.536 Hunden ergab:

Eine weitere Studie der VetMed Wien fand bei vegan ernährten Hunden keine Abweichungen in den untersuchten Blutparametern.

Die British Veterinary Association hat 2024 offiziell anerkannt, dass eine "ernährungstechnisch fundierte" pflanzenbasierte Ernährung für Hunde möglich ist.

Veganes Hundefutter in Österreich

Wenn du deinen Hund vegan ernähren möchtest, achte auf:

Marken wie VEGDOG oder Benevo bieten speziell formuliertes veganes Hundefutter an.

Und was ist mit Katzen?

Bei Katzen ist die Situation komplexer. Katzen sind obligate Karnivoren (Fleischfresser) mit einem Stoffwechsel, der stark an tierische Nahrung angepasst ist.

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz rät von veganer Katzenernährung ab. Besonders kritisch sind:

Es gibt zwar veganes Katzenfutter mit synthetischen Zusätzen, aber die Langzeitstudien fehlen hier noch.

Unser Rat: Besprich eine Ernährungsumstellung bei Katzen unbedingt mit einem auf Tierernährung spezialisierten Tierarzt.

Kastration: Verantwortungsvolle Haustierhaltung

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Lass dein Tier kastrieren oder sterilisieren.

Warum? Weil die Überpopulation von Haustieren eines der größten Tierschutzprobleme ist. Jedes Jahr werden Millionen von Tieren eingeschläfert, weil es nicht genug Zuhause gibt.

Kastration verhindert:

Fazit: Haustiere und Veganismus passen zusammen

Das Zusammenleben mit Haustieren kann absolut im Einklang mit veganen Werten stehen. Die wichtigsten Punkte:

  1. Adoptiere aus dem Tierheim statt zu kaufen
  2. Informiere dich über pflanzenbasierte Ernährung (besonders bei Hunden)
  3. Lass kastrieren um die Überpopulation zu bekämpfen
  4. Behandle dein Tier respektvoll als fühlendes Wesen

Wenn du dich weiter informieren möchtest, schau dir auch unsere Artikel zur veganen Ernährung und den veganen Lifestyle an.