Vegane Bauernmärkte in Wien: Regional und saisonal einkaufen
Wien hat eine lebendige Marktkultur mit über 20 Bauernmärkten. Hier kaufst du direkt von Produzenten - ohne Plastikverpackung, ohne lange Transportwege und mit vollem Geschmack. Laut BMEL-Ernährungsreport 2024 legen mehr als 75% der Verbraucher:innen großen Wert auf regionale und saisonale Lebensmittel.
Warum Bauernmarkt?
Wer am Bauernmarkt einkauft, tut Gutes - für sich und die Umwelt:
- Weniger CO2: Laut der ifeu-Studie haben Karotten und Weißkohl aus regionalem Freilandanbau mit nur 0,1 kg CO2 pro Kilogramm den niedrigsten Fußabdruck aller Lebensmittel
- Saisonalität zählt: Erdbeeren im Winter haben laut Studien einen zehnmal höheren CO2-Fußabdruck als regionale Erdbeeren im Frühjahr
- Plastikfrei: Die meisten Produkte werden unverpackt angeboten
- Frischer: Obst und Gemüse kommen direkt vom Feld auf den Markt
- Unterstützt Bauern: Das Geld bleibt in der Region
Die Top 8 Bauernmärkte Wiens
1. Bio-Bauernmarkt Freyung (1. Bezirk)
Der älteste rein biologische Markt Europas existiert seit 1993. Hier findest du ausschließlich Bio-Produkte: Gemüse, Obst, Käse, Brot, Wein und sogar Handwerkskunst wie Keramik und Holzspielzeug.
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag, 8:00-19:30 Uhr
2. Karmelitermarkt (2. Bezirk)
Mit über 100 Marktständen einer der größten und ältesten Märkte Wiens. Der Bauernmarkt am Karmeliterplatz bietet freitags und samstags Bio-Fleisch, Käse, saisonales Obst und Gemüse sowie Slow-Food-Spezialitäten.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 6:00-21:00, Sa 6:00-18:00 Uhr Bauernmarkt: Freitag und Samstag ab 6:00 Uhr
3. Naschmarkt (6. Bezirk)
Der bekannteste Markt Wiens mit mehr als 100 Ständen zwischen Kettenbrücke und Karlsplatz. Im Bio-Eck am Naschmarkt verkaufen samstags Biobauern ihre Produkte, darunter auch der bekannte Biohof Adamah.
Öffnungszeiten: Mo-Fr 6:00-19:30, Sa 6:00-17:00 Uhr Flohmarkt: jeden Samstag beim Ende Kettenbrückengasse
4. Bio-Markt Lange Gasse (8. Bezirk)
Der erste Markt der Josefstadt bietet ausschließlich biologische Lebensmittel. Produzenten aus Wien und Niederösterreich verkaufen Fleisch, Fisch, Backwaren, Obst, Gemüse und Weine.
Öffnungszeiten: Samstag, 9:00-13:00 Uhr
5. Kutschkermarkt (18. Bezirk)
Am wöchentlichen Bauernmarkt findest du vor allem saisonale Produkte: frisches Obst, Gemüse, Käse, Fisch und Fleisch. Die gemütliche Atmosphäre im Cottageviertel macht den Einkauf zum Erlebnis.
Öffnungszeiten: Samstag, 7:00-13:00 Uhr
6. Yppenmarkt (16. Bezirk)
Teil des lebhaften Brunnenmarktes am Yppenplatz. Hier treffen Wiener Tradition und internationale Küche aufeinander. Am Samstag verwandelt sich der Platz in einen bunten Bauernmarkt.
Öffnungszeiten: Samstag, 9:00-13:00 Uhr
7. Neubaumarkt (7. Bezirk)
Jeden Mittwoch regionale, saisonale und biologische Produkte an etwa 20 Ständen. Neben Standardsortiment gibt es Spezialitäten wie Wein, Kaffee, Honig und Gewürze.
Öffnungszeiten: Mittwoch, 9:00-19:00 Uhr
8. WUK Wochenmarkt (9. Bezirk)
Im alternativen Kulturzentrum WUK (Währinger Straße 59) findet jeden Freitag ein kleiner, feiner Wochenmarkt statt. Ideal für alle, die abseits vom Mainstream einkaufen möchten.
Öffnungszeiten: Freitag, 10:00-18:00 Uhr
Online-Alternative: markta
Keine Zeit für den Marktbesuch? markta bietet Produkte von über 250 regionalen Klein- und Familienbetrieben - ohne Zwischenhändler. 2018 gegründet, hat markta mittlerweile zwei Filialen in Wien: die ursprüngliche 400 m² große Filiale in der Alser Straße 16 (1090) sowie eine neuere Filiale in der Zollergasse 9 (1070), Montag bis Samstag geöffnet.
Tipps für den Marktbesuch
Mitbringen:
- Stoffbeutel und Gemüsenetze
- Eigene Behälter für Käse und Aufstriche
- Bargeld (nicht alle Stände nehmen Karten)
Beste Zeiten:
- Früh am Morgen für die beste Auswahl
- Gegen Mittag oft Restposten günstiger
Saisonal denken:
- Frühling: Spargel, Radieschen, Bärlauch
- Sommer: Beeren, Tomaten, Gurken
- Herbst: Kürbis, Äpfel, Trauben
- Winter: Kohl, Wurzelgemüse, Lagerobst
Fazit
Die Wiener Bauernmärkte sind mehr als Einkaufsorte - sie sind Treffpunkte, an denen man mit Produzenten ins Gespräch kommt und Lebensmittel mit Geschichte kauft. Pack deine Stofftasche und entdecke die Vielfalt!
Mehr regionales Kochen: Probiere unsere Vegane Wiener Küche mit Klassikern wie Veganem Kaiserschmarrn oder Veganen Topfengolatschen.
Häufige Fragen
- Gibt es an Wiener Bauernmärkten auch rein pflanzliche Stände?
- Ja. An allen genannten Märkten findest du reichlich Stände nur mit Obst, Gemüse, Brot, Getreide und pflanzlichen Aufstrichen. Bio-Bauernmarkt Freyung und markta führen zusätzlich ein durchgehend pflanzenbasiertes Kernsortiment, auch wenn andere Marktstände daneben auch Fleisch, Fisch oder Käse verkaufen.
- Ist Einkaufen am Bauernmarkt teurer als im Supermarkt?
- Bei saisonalem Obst und Gemüse liegen die Preise meist auf Supermarkt- Niveau oder leicht darüber, da kein Zwischenhandel dazwischenliegt. Bei Restposten gegen Marktschluss bekommst du oft deutlich günstigere Preise. Verarbeitete Bio-Spezialitäten wie Aufstriche oder Käse kosten dagegen meist mehr als Handelsmarken.
- Kann ich an Wiener Bauernmärkten mit Karte zahlen?
- Das ist von Stand zu Stand unterschiedlich - viele kleine Produzent:innen nehmen nur Bargeld. Größere Stände am Naschmarkt oder Karmelitermarkt sowie das markta-Geschäft akzeptieren meist auch Kartenzahlung. Nimm sicherheitshalber immer etwas Bargeld mit.
- Welche Wiener Bauernmärkte haben auch im Winter geöffnet?
- Karmelitermarkt und Naschmarkt sind ganzjährige Wochenmärkte mit eigenem Bauernmarkt-Teil und haben auch im Winter regulär geöffnet. Kleinere reine Bauernmärkte wie Kutschkermarkt, Yppenmarkt oder Neubaumarkt finden ebenfalls ganzjährig statt, mit reduziertem Winterangebot an Wurzelgemüse und Lagerobst.
- Was mache ich, wenn ich unter der Woche keine Zeit für den Markt habe?
- Der markta-Onlineshop liefert regionale Bio-Lebensmittel direkt nach Hause, oder du besuchst eine der beiden markta-Filialen (Alser Straße 16 in 1090 sowie die neuere Filiale in der Zollergasse 9 in 1070), die unter der Woche länger geöffnet haben als die meisten Wochenmärkte.
- Woran erkenne ich Bio-Qualität direkt am Marktstand?
- Frag aktiv nach - viele kleine Produzent:innen sind zertifiziert, ohne das Bio-Logo prominent auszuhängen. Ein gültiges Bio-Zertifikat muss der Stand auf Nachfrage vorzeigen können. Am verlässlichsten sind Märkte wie der Bio-Bauernmarkt Freyung, wo ausschließlich zertifizierte Bio-Betriebe zugelassen sind.