Veganes DIY-Shampoo aus Avocado-Kernen

11.2.2026

Avocado-Kerne stecken voller bioaktiver Verbindungen wie Flavonoide und Antioxidantien. Eine Studie von 2024 zeigt, dass Avocado-Nebenprodukte wertvolle entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften besitzen - perfekt für die Haarpflege. Statt die Kerne wegzuwerfen, kannst du daraus ein natürliches Zero-Waste-Shampoo herstellen!

Warum Avocado-Kerne?

Obwohl das Fruchtfleisch der Avocado oft für Haut- und Haarpflege verwendet wird, landen die Kerne meist im Müll. Dabei enthalten sie laut Forschungsergebnissen wertvolle Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Saponine und Tannine. Diese Verbindungen haben antioxidative und antimikrobielle Eigenschaften, die dem Haar zugutekommen können.

Eine Untersuchung zu pflanzlichen Ölen und Haaren aus dem Jahr 2024 bestätigt, dass Avocado-Öl die hydrophobe Barriere des Haares stärkt und es vor Feuchtigkeitsschäden schützt.

Das brauchst du

Anleitung

  1. Kerne trocknen: Die Avocado-Kerne 1-2 Tage trocknen lassen, bis sie außen nicht mehr feucht sind. Tipp: Auf die Heizung legen beschleunigt den Prozess!

  2. Zerreiben: Mit einem Reibeisen die Kerne zu kleinen Stücken zerreiben. Die Stücke färben sich dabei orange - das ist normal.

  3. Kochen: 1,5 Liter Wasser zum Kochen bringen. Die zerriebenen Kerne hinzugeben und 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

  4. Abseihen: Durch ein feines Sieb gießen und vollständig auskühlen lassen.

  5. Abfüllen: In eine Glasflasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Anwendung

Das Shampoo ist recht flüssig und schäumt nicht - das ist bei natürlichen Shampoos völlig normal. Verteile es großzügig auf dem nassen Haar und massiere es sanft in die Kopfhaut ein. Gründlich ausspülen.

Tipp: Du kannst das Avocado-Shampoo pur verwenden oder mit deinem herkömmlichen Shampoo mischen. Je nach Haarlänge reicht eine Portion für etwa 6-8 Haarwäschen.

Vorteile

Haltbarkeit und Hinweise

Im Kühlschrank hält sich das selbstgemachte Shampoo etwa 2 Wochen. Bei längerer Aufbewahrung können sich Konsistenz und Geruch verändern - dann lieber eine frische Portion ansetzen.

Hinweis: Wie bei allen selbstgemachten Kosmetikprodukten empfehlen wir, vorher an einer kleinen Hautstelle zu testen, ob du das Produkt verträgst.

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