Veganes Schokoladen-Eis ohne Eismaschine

Veganes Schokoladen-Eis ohne Eismaschine gelingt mit nur fünf Zutaten und einem einfachen Trick: Kokosmilch, über Nacht im Kühlschrank gekühlt, lässt sich zu einer samtigen Creme aufschlagen, die dem Eis seine Cremigkeit gibt. Alles, was es sonst noch braucht, ist etwas Geduld beim Einfrieren.

Gekühlte Kokosmilch ist die Basis für eine cremige Konsistenz

Der Schlüssel liegt im hohen Fettanteil von vollfetter Kokosmilch: Beim Kühlen trennt sich das feste Kokosfett von der wässrigen Flüssigkeit und lässt sich zu einer stabilen Creme aufschlagen - ganz ähnlich wie Schlagobers, aber rein pflanzlich. Wichtig ist vollfette Kokosmilch mit mindestens 17 % Fett, denn leichtere Varianten trennen sich nicht sauber. In Österreich gibt es vollfette Kokosmilch bei Billa, Spar und Hofer, in Deutschland bei Rewe und Edeka - achte auf das Kleingedruckte auf der Dose.

Das Rühren alle 30 Minuten verhindert störende Eiskristalle

Wenn Wasser gefriert, bilden sich Eiskristalle - und die machen Eis körnig statt cremig. Wer die Eismasse alle 30 Minuten kräftig umrührt oder kurz mit dem Handmixer aufschlägt, bricht diese Kristalle auf, bevor sie zu groß werden. Drei bis vier Durchgänge reichen aus, danach kann das Eis ungestört vollständig einfrieren. Wer nur einen Löffel zur Hand hat, rührt einfach besonders kräftig.

Weitere vegane Eisrezepte findest du beim Veganen Spaghetti-Eis, der Veganen Pistazien-Eiscreme und beim Veganen Erdbeereis. Eine Übersicht aller Methoden gibt es im Artikel Veganes Eis selber machen.

Rezepte als Stories entdecken

Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Gesamtzeit
8 Std
Portionen
6 Portionen

Zutaten

  • 2 Dosen Kokosmilch vollfett (je 400 ml, mind. 17 % Fett), mindestens 12 Stunden im Kühlschrank kühlen
  • 80 ml Ahornsirup
  • 50 g Kakaopulver (dunkel, ungesüßt)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Meersalz

Zubereitung

  1. Kokosmilchdosen mindestens 12 Stunden (am besten über Nacht) im Kühlschrank kühlen, damit sich die feste Kokosfettschicht von der wässrigen Flüssigkeit trennt.
  2. Dosen öffnen und das feste Kokosfett vorsichtig abschöpfen. Die übrige Flüssigkeit für Smoothies oder Suppen aufheben.
  3. Das feste Kokosfett mit einem Handmixer 2-3 Minuten aufschlagen, bis es cremig und leicht luftig ist.
  4. Kakaopulver, Ahornsirup, Vanilleextrakt und Meersalz dazugeben und alles glatt verrühren. Die Masse sollte intensiv schokoladig schmecken - wenn nötig, noch etwas Ahornsirup einrühren.
  5. Die Eismasse in einen gefriergeeigneten Behälter (mindestens 1 Liter) füllen und die Oberfläche glattstreichen.
  6. 30 Minuten einfrieren, dann kräftig durchrühren oder mit dem Handmixer kurz aufschlagen. Diesen Schritt noch 2-3 Mal wiederholen, jeweils nach 30 Minuten.
  7. Anschließend mindestens 4 Stunden oder über Nacht vollständig einfrieren.
  8. Das Eis 10-15 Minuten vor dem Servieren aus dem Tiefkühler nehmen und etwas antauen lassen - so lässt es sich leicht portionieren.

Häufige Fragen

Kann ich statt Kokosmilch auch Hafermilch verwenden?
Hafermilch hat zu wenig Fett, um aufgeschlagen zu werden, und ergibt eine eisige Konsistenz. Wer den Kokosgeschmack vermeiden möchte, kann stattdessen Cashewcreme verwenden: 150 g rohe Cashews über Nacht einweichen, abgießen und mit 200 ml Wasser fein mixen - das ergibt eine neutrale, cremige Basis.
Wie lange hält das vegane Schokoladen-Eis im Tiefkühler?
Gut abgedeckt hält sich das Eis bis zu 3 Wochen im Tiefkühler. Am besten direkt nach der Zubereitung die Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken (direkt auf das Eis drücken), damit keine Eiskristalle entstehen.
Warum wird veganes Eis ohne Eismaschine manchmal zu hart?
Das Rühren alle 30 Minuten ist entscheidend - mindestens 3 Durchgänge. Außerdem hilft ein Schuss Ahornsirup oder eine kleine Menge Kokosöl (1 EL), die Konsistenz geschmeidiger zu halten. Das fertige Eis immer 10-15 Minuten antauen lassen, bevor es portioniert wird.