Veganes Portulak-Pesto
Portulak schmeckt leicht säuerlich, saftig und erinnert an eine Mischung aus Feldsalat und Spinat. Roh zu Pesto verarbeitet, bleiben seine wertvollen Omega-3-Fettsäuren vollständig erhalten - in nur 15 Minuten fertig.
Hefeflocken sorgen für die würzige Tiefe
Klassisches Pesto lebt vom salzigen Parmesan - Hefeflocken übernehmen diese herzhafte Rolle rein pflanzlich und passen gut zur leicht säuerlichen Portulak-Note. Geröstete Sonnenblumenkerne machen die Paste cremig, ohne den zarten Geschmack zu überdecken.
Das Pesto passt zu Pasta, als Aufstrich auf frischem Brot oder als Dip zu Gemüsesticks. Wer noch mehr über die Pflanze wissen möchte, findet Hintergründe im Portulak-Superfood-Artikel.
Welche Variationen lohnen sich?
Mit Walnüssen: Kräftiger und leicht bitter - ein guter Ausgleich zur Säure des Portulaks.
Mit Kürbiskernen: Passt gut in die beginnende Herbstsaison und bringt eine erdige Note.
Mit Zitronenschale: Etwas fein abgeriebene Bio-Zitronenschale unterstreicht die frische Säure zusätzlich.
Portulak wächst in Österreich und Deutschland typischerweise von Juni bis Oktober und lässt sich problemlos im Balkonkasten ziehen - damit ist dieses Pesto auch jetzt im frühen Herbst noch gut umsetzbar.
Rezept
Zutaten
- 100 g frischer Portulak, dicke Stiele entfernt
- 40 g Sonnenblumenkerne
- 2 Knoblauchzehen
- 3 EL Hefeflocken
- 80 ml Olivenöl, plus etwas extra zum Bedecken
- 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
- 1/2 TL Salz
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Portulak-Blätter und zarte Stiele unter kaltem Wasser waschen und gut trocken schleudern oder mit einem Küchentuch abtupfen.
- Sonnenblumenkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten goldbraun rösten, bis sie duften. Kurz abkühlen lassen.
- Portulak grob hacken und mit den gerösteten Sonnenblumenkernen, Knoblauchzehen, Hefeflocken und Zitronensaft in einen Blitzhacker oder Mixer geben.
- Olivenöl in einem dünnen Strahl zugießen und alles zu einer cremigen, leicht grobkörnigen Paste verarbeiten.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken, in ein sauberes Schraubglas füllen und die Oberfläche mit einer dünnen Schicht Olivenöl bedecken.
Häufige Fragen
- Wie lange ist veganes Portulak-Pesto haltbar?
- Im Kühlschrank, gut verschlossen und mit einer Ölschicht bedeckt, hält das Pesto etwa 5-7 Tage. Zum Einfrieren eignet sich ein Eiswürfelbehälter - so lassen sich einzelne Portionen mehrere Monate lagern.
- Kann ich Portulak roh essen, ohne ihn zu erhitzen?
- Ja, Portulak wird für dieses Pesto komplett roh verarbeitet. Die leicht säuerlichen, saftigen Blätter behalten so ihre Omega-3-Fettsäuren und Vitamine, die beim Erhitzen teilweise verloren gehen würden.
- Welche Nüsse oder Kerne passen als Alternative zu Sonnenblumenkernen?
- Walnüsse und Kürbiskerne funktionieren genauso gut und bringen jeweils eine kräftigere, leicht bittere Note mit. Beide vorher kurz ohne Fett anrösten, das intensiviert das Aroma.
- Wo bekomme ich frischen Portulak in Österreich?
- Portulak wächst von Juni bis in den Oktober hinein und ist auf Wochenmärkten sowie in gut sortierten Gemüseabteilungen erhältlich. Er lässt sich auch leicht im eigenen Garten oder Balkonkasten anbauen.