Veganes Bärlauch-Zupfbrot
Frühling bedeutet Bärlauch-Saison - und dieses vegane Bärlauch-Zupfbrot ist wohl die schönste Art, das aromatische Wildkraut zu feiern. Die zarten Blätter mit ihrem milden Knoblauch-Geschmack landen direkt in einer cremigen Bärlauch-Butter, die zwischen den fluffigen Teigschichten schmilzt. Warm aus dem Ofen ist dieses Brot ein echtes Erlebnis: einfach ein Stück abzupfen und genießen.
Zupfbrot - auf Englisch auch "Pull-Apart Bread" oder "Tear and Share Bread" genannt - ist die gemütlichste Art Brot zu essen. Keine Messerei, kein Schneiden, einfach zupfen und teilen. Das macht es zum perfekten Mittelpunkt eines gemeinsamen Abendessens, als Beilage zu Suppen oder als Highlight beim Osterbrunch.
Bärlauch: Jetzt ist die Zeit!
In Österreich und Deutschland wächst Bärlauch (Allium ursinum) von März bis Mai in schattigen Wäldern und Parks. Der Geschmack ist mild-knoblauchig, frischer und grüner als echter Knoblauch - und er macht jedes Gericht besonders. Wenn du ihn selbst sammelst, achte auf die richtige Bestimmung: Bärlauch hat einen deutlichen Knoblauchgeruch, wenn du ein Blatt zwischen den Fingern reibst. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft ihn auf dem Wochenmarkt oder im Bio-Laden.
Keine frische Bärlauch-Saison mehr? Kein Problem: Tiefgekühlter Bärlauch oder Bärlauch-Pesto aus dem Glas funktionieren als Ersatz - das Zupfbrot ist dann das ganze Jahr über machbar.
Tipps für das perfekte Zupfbrot
- Teig gut kneten: Je länger du knetest, desto luftiger wird das Brot. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und leicht glänzen.
- Butter zimmerwarm: Nur weiche Butter lässt sich gut verstreichen, ohne den Teig einzureißen.
- Kastenform gut fetten: Damit sich das Zupfbrot später leicht herauslösen lässt.
- Mit veganem Käse: Wer mag, streut zwischen die Schichten veganen Reibekäse - das gibt eine herrlich zügige, käsige Note.
- Sofort servieren: Zupfbrot schmeckt frisch aus dem Ofen am allerbesten. Die Krume ist weich, die Ränder leicht knusprig und die Bärlauch-Butter noch schmelzend warm.
Passt gut dazu
Dieses Bärlauch-Zupfbrot macht sich hervorragend neben einem cremigen veganen Frühlingseintopf oder einer leichten veganen Bärlauch-Creme-Suppe. Als Vorspeise beim veganen Osterbrunch ist es ein echter Hingucker - und garantiert als erstes aufgegessen.
Rezept
Zutaten
- 500g Weizenmehl (Type 550)
- 7g Trockenhefe (1 Päckchen)
- 250ml lauwarme Hafermilch
- 50ml neutrales Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)
- 1 TL Zucker
- 1 TL Salz
- 80g vegane Butter, zimmerwarm
- 1 Bund frischer Bärlauch (ca. 50g)
- 2 Knoblauchzehen
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional: 80g veganer Reibekäse
Zubereitung
- Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen.
- Hafermilch und Pflanzenöl hinzufügen und alles zu einem glatten, elastischen Teig kneten - von Hand ca. 10 Minuten, mit der Küchenmaschine ca. 7 Minuten.
- Teig zu einer Kugel formen, abdecken und an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Bärlauch gründlich waschen, trocken schütteln und sehr fein hacken. Knoblauch schälen und pressen. Beides mit der zimmerwarmen veganen Butter vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Eine Kastenform (ca. 25 cm) mit veganer Butter einfetten. Den gegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 40 × 30 cm ausrollen.
- Die Bärlauch-Butter gleichmäßig auf dem gesamten Teig verstreichen. Optional den veganen Reibekäse darüber streuen.
- Den Teig der Länge nach in 4 gleich breite Streifen schneiden, dann quer in 3 Teile - so entstehen 12 Rechtecke.
- Die Teigstücke stapelweise (wie Buchseiten) hochkant in die vorbereitete Kastenform stellen.
- Form abdecken und das Zupfbrot nochmals 20 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Umluft (200°C Ober-/Unterhitze) vorheizen.
- Zupfbrot 30-35 Minuten goldbraun backen. Kurz in der Form abkühlen lassen, dann warm servieren - am besten direkt am Tisch zum Zupfen!