Veganer Allerheiligenstriezel
Der Allerheiligenstriezel gehört rund um den 1. November zu Österreich wie der Osterstriezel zum Frühling - ein lockerer Hefezopf mit Rosinen, den Patinnen und Paten traditionell ihren Patenkindern schenken. Diese vegane Version kommt ganz ohne Ei und Kuhmilch aus und gelingt trotzdem herrlich fluffig.
Der Teig macht den Unterschied
Sojamilch und weiche vegane Butter sorgen für eine saftige, zarte Krume, während die Rosinen dem Striezel seine typische Süße geben. Wichtig ist die richtige Hefeaktivierung: Frische Hefe zuerst in lauwarmer Sojamilch mit etwas Zucker auflösen, bis sich Bläschen bilden - erst dann mit den restlichen Zutaten verkneten.
Tipp zur Butter: Eine feste, kühlschrankkalte vegane Butter lässt sich besser einarbeiten als eine weiche Margarine und ergibt eine kompaktere, gut flechtbare Teigkonsistenz.
Zwei Gehzeiten für die richtige Textur
- Erste Gehzeit (60 Min.): Der Teig mit den eingekneteten Rosinen geht auf und entwickelt Aroma
- Zweite Gehzeit (30-40 Min.): Der geflochtene Zopf geht nochmals auf und hält beim Backen die Form
Die Kurkuma-Glasur sorgt beim Backen für die typisch goldbraune, glänzende Kruste - ganz ohne Ei.
Aufbewahrung
In ein Küchentuch gewickelt bleibt der Striezel 2-3 Tage frisch. Für längere Lagerung eignet sich das Einfrieren in Scheiben, die sich einzeln auftauen und antoasten lassen.
Serviert wird er pur, mit veganer Butter oder einem Klecks Marmelade - genauso wie sein österliches Pendant, der vegane Osterstriezel.
Rezept
Zutaten
- 500g Weizenmehl (Type 550)
- 21g frische Hefe (oder 7g Trockenhefe)
- 100g Zucker
- 1 TL Salz
- 280ml Sojamilch, lauwarm
- 80g vegane Butter, weich (Zimmertemperatur)
- 100g Rosinen
- Für die Glasur: 3 EL Sojamilch + 1 Prise Kurkuma
- Optional zum Bestreuen: 2 EL Hagelzucker
Zubereitung
- Frische Hefe mit 1 TL Zucker in 120ml der lauwarmen Sojamilch auflösen und 10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
- Mehl, restlichen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. Hefemischung, restliche Sojamilch (160ml) und weiche vegane Butter dazugeben. Alles 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verkneten.
- Die Rosinen unterkneten, bis sie gleichmäßig im Teig verteilt sind. Den Teig zu einer Kugel formen, mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis er sich deutlich vergrößert hat.
- Den Teig kurz durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen (je ca. 260g). Jedes Stück zu einem Strang von etwa 45 cm Länge rollen.
- Die drei Stränge oben zusammendrücken und zu einem lockeren Zopf flechten. Enden gut andrücken und nach unten falten. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
- Mit einem feuchten Tuch abdecken und nochmals 30-40 Minuten gehen lassen, bis der Zopf sichtbar aufgegangen ist.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Sojamilch mit Kurkuma verrühren und den Striezel großzügig damit bestreichen. Nach Wunsch mit Hagelzucker bestreuen.
- 25-30 Minuten backen, bis der Striezel goldbraun ist. Bei zu starker Bräunung nach 18 Minuten mit Alufolie abdecken. Vor dem Anschneiden mindestens 15 Minuten auf einem Gitter auskühlen lassen.
Häufige Fragen
- Warum bekommen Patenkinder traditionell einen Allerheiligenstriezel?
- In Österreich ist es Brauch, dass Patinnen und Paten ihren Patenkindern rund um den 1. November einen Striezel schenken - ein Zeichen der Verbundenheit. Der Brauch stammt aus einer Zeit, in der frisches Weißgebäck etwas Besonderes war, und wird bis heute in vielen Familien gepflegt.
- Kann ich den Striezel auch ohne Rosinen backen?
- Ja, problemlos. Einfach die Rosinen weglassen - der Teig bleibt dann etwas heller in der Krume, schmeckt aber trotzdem angenehm süß durch den Zucker in der Grundmischung. Alternativ passen auch Cranberries oder klein geschnittene getrocknete Aprikosen.
- Wie lange ist der vegane Allerheiligenstriezel haltbar?
- In ein Küchentuch gewickelt hält er 2-3 Tage bei Zimmertemperatur, ohne stark auszutrocknen. In Scheiben eingefroren ist er bis zu 2 Monate haltbar - einfach kurz auftauen und antoasten.
- Kann ich den Teig am Vorabend vorbereiten?
- Ja. Nach dem ersten Kneten (inklusive Rosinen) den Teig abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Morgen kurz akklimatisieren lassen, flechten, die zweite Gehzeit einhalten und backen.
- Welche vegane Butter eignet sich am besten für den Teig?
- Eine feste, kühlschrankkalte vegane Butter oder Margarine mit hohem Fettanteil ergibt die beste Krume. Zu weiche oder flüssige Alternativen machen den Teig klebrig und erschweren das Flechten.