Vegane Rote-Bete-Brownies

Brownies mit Rote Bete klingen erst einmal ungewöhnlich - aber wer sie einmal probiert hat, ist sofort überzeugt. Die Rote Bete macht diese veganen Brownies außergewöhnlich saftig und fudgy, ohne selbst herausschmeckbar zu sein. Die dunkle Schokolade und der Kakao übernehmen komplett das Geschmacksbild. Das Beste daran: Du kannst bei Gästen die Geheimzutat raten lassen - kaum jemand kommt auf Rote Bete.

Diese Brownies sind komplett pflanzenbasiert, brauchen keine Eier und kommen ohne tierische Produkte aus. Durch das Mandelmehl und die Rote Bete bekommen sie eine Tiefe und Saftigkeit, die viele andere vegane Backrezepte nicht erreichen.

Was macht Rote Bete in Brownies so besonders?

Rote Bete bringt in Brownies vor allem eines: Feuchtigkeit. Das Pektingefüge der gekochten Rübe hält die Feuchtigkeit im Teig auch nach dem Backen, wodurch Brownies innen saftig bleiben statt auszutrocknen. Gleichzeitig wirkt das Püree als natürlicher Binder - ähnlich wie Apfelmus in anderen Rezepten - und erspart zusätzliche Ei-Ersatzstoffe weitgehend.

Der Eigengeschmack der Roten Bete, oft als erdig beschrieben, verschwindet beim Backen praktisch vollständig hinter der intensiven Kakao- und Schokoladennote. Was bleibt, ist eine leichte Süße, die das Gesamtaroma der Brownies harmonisch abrundet.

Ein kleiner Espresso im Teig verstärkt außerdem den Schokoladengeschmack ohne eigene Kaffeenote - das ist ein klassischer Bäcker-Trick für intensivere Schoko-Rezepte.

Welche Zutaten brauche ich für das Rezept?

Die wichtigsten Zutaten sind vorgekochte Rote Bete aus dem Glas (im österreichischen Supermarkt bei Billa, Spar und Hofer zu finden), dunkle Schokolade mit mindestens 70% Kakaoanteil und ungesüßtes Kakaopulver. Das Leinsamei - gemischte gemahlene Leinsamen mit Wasser - ersetzt das Ei und ist in gut sortierten Supermärkten oder Reformhäusern erhältlich.

Mandelmehl gibt den Brownies zusätzliche Saftigkeit und eine leicht nussige Note. Es lässt sich durch gemahlene Mandeln selbst gemacht ersetzen: Mandeln einfach im Mixer fein mahlen.

Wie gelingt die Textur - fudgy statt trocken?

Der Schlüssel zu fudgigen Brownies liegt in drei Punkten:

Erstens: nicht zu lange backen. Brownies sind fertig, wenn der Zahnstocher feucht - aber nicht nass - herauskommt. Sie wirken direkt aus dem Ofen noch weich und unfertig; das ist gewollt.

Zweitens: vollständig auskühlen lassen. Erst beim Abkühlen festigen sich Brownies zur richtigen Konsistenz. Wer sie zu früh schneidet, hat matschige Stücke.

Drittens: nach dem Abkühlen kurz in den Kühlschrank. 30 Minuten kalt macht die Brownies fester und noch fudgiger - und erleichtert das saubere Schneiden erheblich.

Wie bewahre ich die Brownies am besten auf?

Bei Raumtemperatur in einer luftdicht verschlossenen Dose halten die Rote-Bete-Brownies 3-4 Tage. Im Kühlschrank sind sie bis zu einer Woche haltbar. Da Rote Bete viel Feuchtigkeit enthält, halten diese Brownies länger frisch als viele andere vegane Varianten.

Zum Einfrieren die Brownies einzeln in Frischhaltefolie wickeln und in einem Gefrierbeutel bis zu 3 Monate einfrieren. Vor dem Servieren einfach bei Raumtemperatur 1-2 Stunden auftauen lassen.

Serviere die Brownies pur, mit einer Kugel veganem Vanilleeis oder mit frischen Himbeeren - der leicht säuerliche Kontrast passt wunderbar zur süßen Schokolade.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
16 Stücke

Zutaten

  • 250g vorgekochte Rote Bete (aus dem Glas, gut abgetropft)
  • 1 Leinsamei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser)
  • 150g dunkle Schokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 80ml Rapsöl oder anderes neutrales Pflanzenöl
  • 100ml Ahornsirup
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 EL starker Espresso oder Instant-Kaffee (kalt)
  • 120g Weizenmehl Type 405
  • 40g Mandelmehl (oder gemahlene Mandeln)
  • 30g ungesüßtes Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50g Schokoladentropfen (optional, zum Darüberstreuen)

Zubereitung

  1. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 20x20 cm Backform mit Backpapier auslegen und die Ränder leicht einfetten.
  2. Leinsamei vorbereiten: 1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser in einer kleinen Schüssel mischen und mindestens 5 Minuten quellen lassen, bis eine gelartige Masse entsteht.
  3. Dunkle Schokolade hacken und im Wasserbad oder in der Mikrowelle (in 30-Sekunden-Intervallen, dazwischen rühren) schmelzen. Etwas abkühlen lassen.
  4. Rote Bete in grobe Stücke schneiden und mit einem Stabmixer oder im Standmixer zu einer glatten, cremigen Paste pürieren.
  5. In einer großen Rührschüssel Rote-Bete-Püree, Leinsamei, Rapsöl, Ahornsirup, Vanilleextrakt und Espresso verrühren. Die leicht abgekühlte Schokolade dazugeben und alles zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
  6. In einer zweiten Schüssel Weizenmehl, Mandelmehl, Kakaopulver, Backpulver und Salz gut vermischen.
  7. Die trockenen Zutaten zur feuchten Schokoladen-Rote-Bete-Masse geben und nur so lange rühren, bis sich alles gerade verbunden hat. Zu langes Rühren entwickelt das Gluten und macht die Brownies zäh statt fudgy.
  8. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und mit einem Spatel gleichmäßig glatt streichen. Schokoladentropfen nach Wunsch darüberstreuen.
  9. Im vorgeheizten Ofen 28-32 Minuten backen. Der Zahnstocher-Test: Der Zahnstocher darf feucht, aber nicht nass herauskommen - Brownies sollen innen noch saftig sein.
  10. Die Brownies vollständig in der Form auskühlen lassen (mindestens 1 Stunde), dann erst in 16 gleichmäßige Stücke schneiden. Wer es fudgiger mag, legt sie nach dem Abkühlen noch 30 Minuten in den Kühlschrank.

Häufige Fragen

Schmeckt man die Rote Bete in den Brownies?
Nein - die Rote Bete ist in den veganen Brownies kaum zu schmecken. Die intensive Schokolade und der Kakao überdecken den erdigen Eigengeschmack der Roten Bete vollständig. Was bleibt, ist eine außergewöhnlich saftige, fast fudgy Textur, die Brownies ohne Rote Bete oft nicht erreichen. Die meisten Gäste raten beim Geheimzutat auf Avocado oder Erdnussbutter - nie auf Rote Bete.
Kann ich frische statt vorgekochter Rote Bete verwenden?
Ja, frische Rote Bete funktioniert genauso gut. Du musst sie zunächst etwa 40-50 Minuten in Salzwasser weich kochen oder 60 Minuten im Ofen bei 200°C garen (in Alufolie gewickelt). Nach dem Abkühlen schälen und pürieren. Aus dem Glas ist bequemer und das Ergebnis identisch - achte darauf, die Rote Bete gut abzutropfen, damit kein überschüssiges Wasser in den Teig kommt.
Wie lange halten sich die Rote-Bete-Brownies?
Bei Raumtemperatur in einem luftdichten Behälter halten die Brownies 3-4 Tage. Im Kühlschrank bleiben sie bis zu einer Woche frisch - und werden dort sogar noch fudgiger. Du kannst die Brownies auch einfrieren: Einzeln in Frischhaltefolie wickeln und bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur 1-2 Stunden stehen lassen.
Kann ich die Brownies glutenfrei backen?
Ja, mit ein paar Anpassungen gelingt das gut. Ersetze das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. aus Reismehl, Tapiokastärke und Maisstärke) im gleichen Verhältnis. Das Mandelmehl bleibt unverändert - es ist ohnehin glutenfrei. Die Textur kann leicht gummiartiger werden; ein zusätzlicher TL Pfeilwurzelstärke hilft dabei, die Bindung zu verbessern. Überprüfe auch, dass deine Schokolade und der Kakao als glutenfrei ausgewiesen sind.
Warum werden meine Brownies nicht fudgy?
Zu langes Backen ist der häufigste Grund für trockene Brownies. Brownies sollen nach dem Backen noch leicht feucht im Zahnstocher-Test sein - sie festigen sich erst vollständig beim Abkühlen. Ein weiterer Tipp: Lass die Brownies unbedingt komplett auskühlen, bevor du sie schneidest. Wer es extra fudgy mag, stellt die Brownies nach dem Abkühlen noch 30 Minuten in den Kühlschrank.
Was kann ich statt Ahornsirup verwenden?
Agavendicksaft funktioniert 1:1 als Ersatz und hat einen milderen Eigengeschmack. Auch Reissirup eignet sich gut. Wer es etwas weniger süß mag, kann auf 80ml reduzieren. Von Zucker (auch Puderzucker) rate ich ab - der Ahornsirup sorgt für Feuchtigkeit im Teig, die trockene Süßungsmittel nicht liefern können.
Kann ich statt Leinsamei einen anderen Ei-Ersatz verwenden?
Ja. 1 EL Chiasamen + 3 EL Wasser (5 Minuten quellen lassen) funktioniert genauso gut wie Leinsamei. Auch 3 EL Aquafaba (das Kochwasser aus der Kichererbsendose) ist eine gute Option - es macht die Brownies etwas luftiger. Da Rote-Bete-Püree selbst sehr gut bindet, kannst du das Leinsamei in einem Versuch auch weglassen und stattdessen 1 EL mehr Öl hinzufügen.
Wie schneide ich die Brownies am saubersten?
Das Geheimnis für saubere Schnitte: Lass die Brownies vollständig auskühlen - am besten über Nacht oder mindestens 1 Stunde bei Raumtemperatur, dann 30 Minuten im Kühlschrank. Verwende ein scharfes Messer und wische es nach jedem Schnitt mit einem feuchten Tuch ab. So kleben keine Krümel am Messer und die Schnittflächen bleiben sauber.