Vegane Quarkkeulchen
Quarkkeulchen sind knusprig gebratene Küchlein aus Kartoffelpüree und Quark, ein Klassiker der sächsischen Küche. Diese vegane Version nutzt pflanzlichen Quark und kommt ohne Ei aus.
Das Verhältnis macht den Teig
Das klassische Verhältnis ist etwa zwei Drittel Kartoffeln zu einem Drittel Quark, hier 500 g Kartoffeln auf 250 g Quarkalternative. Gekocht werden die Kartoffeln am besten am Vortag, denn trockenes, kaltes Püree hält den Teig zusammen. Statt Ei bindet Sojamehl mit Wasser.
Braten ohne Zerfall
Der Teig soll dicker als Pfannkuchenteig sein und sich nur mit bemehlten Händen formen lassen. Brate bei mittlerer Hitze je 3-4 Minuten pro Seite, damit die Mitte durchgart, bevor die Kruste dunkel wird. Ein Testküchlein vorab verrät, ob noch Mehl fehlt.
Servieren
Heiß in Zimtzucker gewendet schmecken die Küchlein am besten. Dazu passen Apfelmus, Kirschkompott oder ein veganer Zwetschgenröster. Wer Quark selbst herstellen möchte, findet die Anleitung im Rezept für veganen Topfen.
Rezept
Zutaten
- 500 g mehligkochende Kartoffeln
- 250 g vegane Quarkalternative (Soja, fest)
- 100 g Weizenmehl (glatt)
- 2 EL Sojamehl
- 2 EL Wasser
- 3 EL Zucker
- 1 Packung Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zitronenschale (Bio)
- 3 EL Rosinen (optional)
- 4 EL neutrales Öl oder vegane Bratmargarine zum Braten
- Zum Servieren: 3 EL Zucker mit 1 EL Zimt, Apfelmus oder Kirschkompott
Zubereitung
- Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser 20-25 Minuten weich kochen, abgießen, schälen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken. Vollständig auskühlen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank.
- Sojamehl mit dem Wasser glatt verrühren. Falls die Quarkalternative Flüssigkeit abgibt, kurz in einem Tuch abtropfen lassen.
- Kartoffelpüree, Quarkalternative, Sojamehl-Mischung, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenschale und Rosinen zu einem dicken, gerade noch formbaren Teig vermengen.
- Mit bemehlten Händen etwa 12 Küchlein von 7 cm Durchmesser und 1,5 cm Dicke formen. Bei klebrigem Teig 1-2 EL Mehl einarbeiten.
- Öl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zuerst ein Testküchlein braten und Hitze sowie Dicke danach anpassen.
- Die Küchlein portionsweise 3-4 Minuten pro Seite goldbraun braten und vorsichtig wenden.
- Heiß in Zimtzucker wenden oder damit bestreuen und mit Apfelmus oder Kirschkompott servieren.
Häufige Fragen
- Welche Kartoffeln eignen sich für Quarkkeulchen?
- Nimm mehligkochende Sorten wie Russet oder Bintje. Festkochende Kartoffeln machen den Teig dichter und klebriger. Wichtig ist, dass das Püree vollständig ausgekühlt ist, weil warmes Püree den Teig weich macht.
- Welche vegane Quarkalternative passt am besten?
- Am besten eignet sich ein fester Quark auf Sojabasis. Pflanzenjoghurt funktioniert auch, ist aber flüssiger. Dann brauchst du etwas mehr Mehl oder Kartoffelpüree, damit der Teig formbar bleibt. Wie du Topfen selbst herstellst, steht im Rezept für veganen Topfen.
- Warum fallen meine Quarkkeulchen beim Braten auseinander?
- Meist ist der Teig zu feucht oder die Pfanne zu heiß. Arbeite 1-2 EL Mehl ein, forme die Küchlein nicht dicker als 1,5 cm und brate bei mittlerer Hitze. Das Testküchlein zeigt dir vorab, ob die Konsistenz stimmt.
- Kann ich Quarkkeulchen vorbereiten oder einfrieren?
- Ja. Der Teig hält sich abgedeckt 1 Tag im Kühlschrank. Fertig gebratene Küchlein lassen sich einzeln eingefroren etwa 2 Monate lagern und in der Pfanne oder im Ofen wieder aufbacken.
- Sind Quarkkeulchen süß oder herzhaft?
- Klassisch sind sie süß, mit Zimtzucker, Apfelmus oder Kompott. Lässt du Zucker, Vanillezucker und Rosinen weg und würzt mit Salz und Muskat, passen sie auch zu Kräuterdip oder Rotkraut.