Vegane Paprikasuppe
Rote Paprika haben ab Juni bei Billa, Spar und Hofer in Österreich Hochsaison - und diese vegane Paprikasuppe ist in rund 40 Minuten fertig: cremig, aromatisch und mit tiefem Röstaroma.
Rösten und Häuten sind die zwei entscheidenden Schritte
Wer die Paprika direkt in den Topf wirft, bekommt eine Suppe - wer sie zuerst im Ofen röstet, bekommt eine außergewöhnliche Suppe. Die 25-30 Minuten bei 220 Grad karamellisieren den natürlichen Zucker der Paprika und erzeugen ein leicht rauchiges Aroma, das sich in keiner anderen Zubereitungsart erzielen lässt. Das anschließende Schwitzen in einer abgedeckten Schüssel ist dabei kein optionaler Schritt: Die entstehende Feuchtigkeit löst die Haut in Sekunden, ohne mühsames Kratzen.
Kokosmilch aus der Dose (Vollkonfekt, kein Light-Produkt) macht die Suppe samtig-cremig - kein Quirlen, kein Siebensieb. Als österreichische Variante passt geräuchertes Paprikapulver besonders gut: Es gibt einen Hauch Rauch mit, ohne den feinen Eigengeschmack der frischen Paprika zu überdecken. Rote Spitzpaprika aus AT/Ungarn sind von Juni bis Oktober bei Billa, Spar und Hofer verfügbar und süßer als die ganzjährigen Importe.
Das Tomatenmark kurz anrösten - 1 Minute bei etwas höherer Hitze - ist der dritte kleine Trick: Es verliert seine Bitterkeit und entwickelt eine nussige Tiefe, die der Suppe eine weitere Geschmacksebene gibt.
Welche Variationen der veganen Paprikasuppe sind möglich?
Für eine Tomaten-Paprika-Suppe (österreichisch: Paradeiser-Paprikasuppe) 200 g passierte Tomaten zusammen mit der Brühe angießen - das ergibt eine kräftigere, säuerlichere Note. Mit einem Teelöffel Chiliflocken oder einer kleinen getrockneten Chilischote wird die Suppe zur feurig-cremigen Variante. Wer die Suppe gerne als Vorspeise kalt serviert, sie vollständig abkühlen lassen und direkt aus dem Kühlschrank genießen - ähnlich einem Gazpacho, aber cremiger.
Für die Thermomix-Variante: Zwiebel und Knoblauch 4 Minuten / Varoma / Stufe 1 andünsten, dann alle Zutaten (mit vorgerösteter Paprika) 20 Minuten / 100 Grad / Stufe 1 köcheln, danach 1 Minute / Stufe 8 pürieren.
Dazu passen vegane Sommersuppen und Eintöpfe, der vegane Suppen-Guide und als Beilage vegane Paprika-Rahmsauce für Pasta oder Gnocchi.
Rezept
Zutaten
- 4 rote Paprika (ca. 700 g, Spitzpaprika oder Normalform)
- 1 mittelgroße Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Kokosmilch (Vollkonfektmilch, aus der Dose)
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
- 2 EL Olivenöl
- Saft von 1/2 Zitrone
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional zum Servieren - frisches Basilikum oder Koriander
Zubereitung
- Backofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen. Paprika halbieren, Kerne und weiße Scheidewände entfernen. Hälften mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Rund 25-30 Minuten rösten, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft.
- Paprika aus dem Ofen nehmen, in eine hitzebeständige Schüssel geben und sofort mit einem Deckel oder Frischhaltefolie abdecken. 10 Minuten schwitzen lassen - die Haut löst sich dann ganz leicht ab.
- Zwiebel fein würfeln. Olivenöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebel 5 Minuten glasig dünsten, dann Knoblauch dazupressen und 1 Minute mitdünsten.
- Tomatenmark einrühren und 1 Minute bei etwas höherer Hitze anrösten - das intensiviert den Geschmack erheblich.
- Paprika häuten: Folie oder Deckel abnehmen, die Haut mit den Fingern abziehen. Paprikafleisch grob hacken. Zusammen mit Paprikapulver und Kreuzkümmel in den Topf geben und kurz unterrühren.
- Gemüsebrühe angießen, aufkochen lassen, dann 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln.
- Mit dem Stabmixer direkt im Topf (oder portionsweise im Standmixer) fein pürieren. Kokosmilch einrühren und nochmals kurz aufwärmen.
- Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. In tiefen Tellern servieren, optional mit frischem Basilikum und einem Schuss Kokosmilch.
Häufige Fragen
- Warum die Paprika vor dem Kochen rösten?
- Das Rösten bei hoher Hitze karamellisiert den natürlichen Zucker in der Paprika und entwickelt ein tiefes, leicht rauchiges Aroma, das beim direkten Kochen nicht entsteht. Durch das anschließende Schwitzen löst sich die Haut außerdem mühelos ab. Das Ergebnis ist eine Suppe mit wesentlich mehr Tiefe und Süße - in 25-30 Minuten im Backofen erledigt.
- Kann ich vegane Paprikasuppe einfrieren?
- Ja, die Suppe ist sehr gut einfrierbar. Vollständig abkühlen lassen, dann in Portionsbehälter abfüllen. Im Gefrierfach hält sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann bei niedriger Hitze erwärmen - kurz nochmals abschmecken, da Gewürze nach dem Einfrieren etwas milder werden können.
- Was nehme ich statt Kokosmilch für die Cremigkeit?
- Hafersahne (Alpro Oat Cuisine oder Oatly Cooking Cream, bei Billa, Spar und Hofer erhältlich) funktioniert hervorragend und ergibt eine neutralere Geschmacksnote ohne Kokosaroma. Alternativ: 50 g Cashews über Nacht einweichen, abgießen und mit der Brühe mitpürieren. Beide Optionen machen die Suppe genauso cremig.