Vegane Lasagne aus dem Schongarer

Statt Nudelwasser zu kochen, wandern die Lasagneplatten roh in den Schongarer - zusammen mit Tofu-Ricotta, Gemüse und Sauce. Nach Stunden auf NIEDRIG sind sie weich wie aus dem Ofen, nur ohne dass dafür vorgekocht werden musste.

Ungekochte Platten statt no-boil

Normale Lasagneplatten mit Wellrand nehmen im Schongarer die Feuchtigkeit kontrollierter auf als "no boil"-Platten, die für den trockeneren Ofen gemacht sind. Die stundenlange, feuchte Hitze im geschlossenen Topf übernimmt das Garen komplett.

Tofu-Ricotta statt Bolognese

Anders als die klassische Ofen-Lasagne mit Tofu-Bolognese setzt diese Version auf eine ricottaartige Masse aus zerbröseltem Tofu, Hefeflocken, Zitronensaft und Knoblauch. Zucchini, Spinat und Champignons kommen dabei komplett roh in die Schichten.

Einstellung Garzeit
NIEDRIG 3-4 Stunden

Das leere Sauceglas mit Wasser auszuspülen und die Flüssigkeit am Rand entlang einzugießen, hält die äußeren Platten weich, während die Mitte durch die Schichtung genug Sauce abbekommt. Wer die schnellere Ofen-Variante mit Bolognese und Béchamel sucht, findet sie im generischen Lasagne-Rezept.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
3 Std 30 Min
Gesamtzeit
3 Std 50 Min
Portionen
6 Portionen

Zutaten

  • 250 g Lasagneplatten mit Wellrand (normale, NICHT "ohne Vorkochen"), ungekocht
  • 700 g Tomatensauce oder Passata im Glas, plus das leere Glas zum Nachspülen
  • 400 g fester Tofu
  • 3 EL Hefeflocken
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 1 Zucchini, grob geraspelt
  • 200 g Blattspinat (aufgetaut und gut ausgedrückt, falls tiefgekühlt)
  • 200 g braune Champignons, in dünnen Scheiben
  • 200 g vegane Käsealternative, gerieben

Zubereitung

  1. Tofu mit einer Gabel fein zerbröseln und mit Hefeflocken, Zitronensaft, Knoblauch, Oregano, Salz und Pfeffer zu einer ricottaartigen Masse verrühren.
  2. Zucchini raspeln, Spinat ausdrücken und Champignons in Scheiben schneiden - alles bleibt roh.
  3. Boden des Schongarers mit etwas Tomatensauce bedecken. Lasagneplatten darauflegen, nach Bedarf brechen, damit sie passen.
  4. Schicht für Schicht aufbauen: Sauce, ein Drittel der Tofu-Ricotta, ein Drittel vom Gemüse, etwas geriebener Käse, dann wieder Platten. Zweimal wiederholen und mit Platten, der restlichen Sauce und dem restlichen Käse abschließen.
  5. Das leere Sauceglas mit 125 ml Wasser ausspülen und die Flüssigkeit am Rand entlang in den Schongarer gießen - das hält die Randstücke weich, während das Zentrum gart.
  6. Deckel schließen und 3-4 Stunden auf NIEDRIG garen, bis die Platten in der Mitte weich sind. Zwischendurch nicht öffnen, sonst verlängert sich die Garzeit.
  7. Vor dem Anschneiden 15-20 Minuten ruhen lassen, damit die Schichten fest werden.

Häufige Fragen

Warum normale Lasagneplatten statt "no boil"-Platten?
Der Schongarer erzeugt über Stunden viel Feuchtigkeit, die die Platten ohnehin weich kocht. "No boil"-Platten sind auf den trockenen Ofen abgestimmt und können im Schongarer zu matschig werden - normale Platten mit Wellrand nehmen die Flüssigkeit kontrollierter auf.
Muss das Gemüse vorher angebraten werden?
Nein, Zucchini, Spinat und Champignons kommen roh in die Schichten. Die stundenlange, feuchte Hitze gart sie butterweich, ein Anbraten in der Pfanne entfällt komplett.
Wozu das Wasser aus dem Sauceglas?
Die zusätzliche Flüssigkeit am Rand verhindert, dass die äußeren Lasagneplatten austrocknen, während die Mitte durch die Schichtung ausreichend Sauce abbekommt. Ohne diesen Schritt werden die Randstücke oft hart.
Wie lange hält sich die Lasagne und kann man sie einfrieren?
Abgedeckt im Kühlschrank 3-4 Tage. Eingefroren in portionierten Stücken hält sie sich bis zu 3 Monate - am besten über Nacht im Kühlschrank auftauen und im Ofen oder der Mikrowelle aufwärmen.