Vegane Lahmacun: Türkische Pizza selbst gemacht
Lahmacun – die türkische Antwort auf Pizza, nur besser! Diese hauchdünnen Fladenbrote mit würzigem Belag sind in der Türkei echtes Streetfood und schmecken frisch aus dem Ofen einfach unwiderstehlich.
Warum Lahmacun so besonders ist
Im Gegensatz zu Pizza ist Lahmacun hauchdünn und wird traditionell zusammengerollt gegessen. Der Name kommt aus dem Arabischen: "lahm" bedeutet Fleisch und "acun" Paste – aber unsere pflanzliche Version steht dem Original in nichts nach!
Tipps für perfekte Lahmacun
- Dünn ist Trumpf: Je dünner du den Teig ausrollst, desto authentischer wird das Ergebnis. Denke eher an Tortilla als an Pizza!
- Hohe Hitze: Ein sehr heißer Ofen (250°C oder mehr) sorgt für knusprige Ränder und saftigen Belag.
- Soja gut ausdrücken: Das eingeweichte Sojagranulat sollte wirklich gut ausgedrückt werden, damit der Belag nicht zu feucht wird.
- Frisch servieren: Lahmacun schmeckt am besten direkt aus dem Ofen. Die Restwärme ist perfekt für das knackige Topping.
Variationen
- Glutenfrei: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung für den Teig.
- Mehr Schärfe: Aleppo-Chili oder frische Chilischoten in den Belag geben.
- Extra Protein: Füge dem Belag geröstete Pinienkerne oder Sonnenblumenkerne hinzu.
- Mit Granatapfel: Ein paar Granatapfelkerne on top geben dem Ganzen eine fruchtig-frische Note.
Dazu passt
Lahmacun wird traditionell mit türkischem Ayran (salziges Joghurtgetränk) serviert. Du kannst auch veganen Joghurt mit einer Prise Salz und frischer Minze als Dip anbieten.
Probiere auch unsere veganen Samosas oder veganen Döner für mehr türkische und orientalische Küche!
Rezept
Zutaten
- **Für den Teig:**
- 300g Weizenmehl (Type 550 oder 700)
- 1 TL Trockenhefe
- 1 TL Zucker
- 1/2 TL Salz
- 2 EL Olivenöl
- 150ml lauwarmes Wasser
- **Für den Belag:**
- 100g Sojagranulat (fein)
- 1 rote Paprika, fein gewürfelt
- 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
- 2 Knoblauchzehen, gepresst
- 2 reife Tomaten, grob geraspelt
- 2 EL Tomatenmark
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
- 1 TL süßer Paprika
- 1/2 TL Chiliflocken (nach Geschmack)
- 1/2 TL schwarzer Pfeffer
- 1/2 TL Salz
- Frische Petersilie, gehackt
- **Zum Servieren:**
- 1/2 Eisbergsalat, in Streifen
- 1 rote Zwiebel, in dünnen Ringen
- 2-3 Zitronen, in Spalten
- Veganer Joghurt (ungesüßt)
Zubereitung
- Sojagranulat in einer Schüssel mit heißem Wasser übergießen und 10 Minuten quellen lassen. Anschließend gut ausdrücken.
- Für den Teig: Mehl mit Trockenhefe, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Olivenöl und lauwarmes Wasser hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen.
- Für den Belag: Das ausgedrückte Sojagranulat mit geraspelten Tomaten, Tomatenmark, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Olivenöl und allen Gewürzen zu einer streichfähigen Masse vermengen. Die Petersilie unterheben.
- Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen (oder so heiß wie möglich). Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Teig in 8 gleich große Stücke teilen. Jedes Stück auf einer bemehlten Arbeitsfläche hauchdünn ausrollen (1-2mm dünn – das ist der Schlüssel!).
- Die ausgerollten Teigfladen auf das Backblech legen und dünn mit der Belagmasse bestreichen, dabei einen kleinen Rand frei lassen.
- Im vorgeheizten Ofen 6-8 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und die Ränder leicht knusprig sind.
- Heiß aus dem Ofen servieren: Mit Salatstreifen, Zwiebelringen und einem Spritzer Zitronensaft belegen, zusammenrollen und genießen.