Vegane Kürbiskernkipferl

Kürbiskernkipferl sind das steirische Herbstgebäck schlechthin: mürbe Mürbteig-Halbmonde aus fein gemahlenen grünen Kürbiskernen statt Mandeln. Diese vegane Version kommt komplett ohne Butter, Ei und Milch aus und schmeckt trotzdem genauso nussig-buttrig wie das Original.

Kürbiskernöl färbt den Teig beim Backen grün

Der Trick der Kipferl liegt in den fein gemahlenen Kürbiskernen: Beim Backen tritt ihr Öl aus und färbt den Teig zart grün - das ist bei diesem Gebäck normal und kein Fehler. Damit der Effekt gelingt, werden die Kerne im Blitzhacker so fein wie möglich gemahlen, fast wie Mehl.

Ohne Ei braucht der Teig mehr Kühlzeit

Klassische Kürbiskernkipferl binden mit Eigelb. Die vegane Variante gleicht das über eine volle Stunde Kühlzeit aus, damit die vegane Butter richtig durchhärtet und der Teig beim Formen der Halbmonde nicht zerbricht. Wer den Teig zu früh verarbeitet, merkt es sofort: Er bröselt statt sich rollen zu lassen.

Die fertigen Kipferl noch warm in Staubzucker zu wälzen ist Pflicht - kalt haftet der Zucker nicht mehr richtig. Wer zur Kürbiskernzeit noch mehr Kürbis-Gebäck sucht, wird bei den veganen Kürbis-Cookies fündig - beide schmecken herrlich zur herbstlichen Kaffeejause.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
95 Min
Portionen
20 Stück

Zutaten

  • 60 g grüne Kürbiskerne
  • 100 g Weizenmehl (Type 405)
  • 25 g Speisestärke
  • 80 g kalte vegane Butter (z.B. Alsan)
  • 50 g Staubzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 1-2 EL kalte Pflanzenmilch
  • 2 EL Staubzucker (zum Wälzen)

Zubereitung

  1. Kürbiskerne im Blitzhacker fein mahlen, bis ein mehlartiges Pulver entsteht. Mit Mehl und Speisestärke vermischen.
  2. Kalte vegane Butter, Staubzucker, Salz und Vanilleextrakt mit den Fingerspitzen oder dem Handmixer cremig verarbeiten. Kürbiskern-Mehl-Mischung einarbeiten, bis grobe Krümel entstehen. Falls der Teig zu trocken bleibt, löffelweise Pflanzenmilch einkneten, bis er gerade zusammenhält.
  3. Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen - er ist ohne Ei etwas weicher und muss richtig durchkühlen, sonst zerfallen die Kipferl beim Formen.
  4. Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus dem Teig 20 kleine Kugeln formen, zu Röllchen rollen und zu Halbmonden biegen. Die Kürbiskerne geben beim Backen ihr Öl ab und färben den Teig zart grün.
  5. 12-15 Minuten backen, bis die Unterseite hellbraun ist. Die Kipferl sind sehr zart - 5 Minuten auf dem Blech anziehen lassen, dann vorsichtig noch warm in Staubzucker wälzen.

Häufige Fragen

Warum werden meine Kipferl beim Formen brüchig?
Der Teig enthält kein Ei und ist dadurch weicher als klassischer Mürbeteig. Er braucht die volle Stunde Kühlzeit, damit die vegane Butter richtig fest wird. Ist der Teig nach dem Kühlen noch zu weich zum Formen, nochmals 15 Minuten kalt stellen, statt mehr Mehl einzukneten.
Kann ich die Kürbiskerne durch gemahlene Mandeln ersetzen?
Dann werden es klassische Vanillekipferl statt Kürbiskernkipferl - geschmacklich und optisch ein anderes Gebäck. Das feine Röstaroma und die grüne Farbe kommen ausschließlich von den gemahlenen Kürbiskernen.
Wie lange sind die Kipferl haltbar?
In einer gut schließenden Keksdose halten sie bei Zimmertemperatur etwa 2 Wochen und werden dabei sogar noch mürber. Für längere Lagerung eignen sich die ungewälzten Kipferl auch zum Einfrieren.