Vegane Gulaschsuppe
Eine dampfende Schüssel Gulaschsuppe ist Wiener Küchenkultur pur – und mit ein paar cleveren Zutaten gelingt die vegane Version genauso herzhaft und wärmend wie das Original. Der Trick liegt im geduldigen Anschwitzen der Zwiebeln: Wer sich hier 12 bis 15 Minuten Zeit nimmt, legt den aromatischen Grundstein für die gesamte Suppe.
Champignons bringen von Natur aus eine fleischige Textur und viel Umami mit. Wer es noch gehaltvoller mag, gibt zusätzlich gewürfelten Räuchertofu hinein – er nimmt die Paprika-Gewürze wunderbar auf und sorgt für extra Biss.
Tipps für die perfekte Gulaschsuppe
Zwiebeln sind das Herzstück: Je länger du sie bei mittlerer Hitze anschwitzt, desto tiefer wird der Geschmack. Goldbraun, fast karamellisiert – so sollen sie sein.
Paprikapulver richtig dosieren: 4 EL klingt viel, aber Gulaschsuppe lebt vom Paprika! Verwende hochwertiges ungarisches oder österreichisches Edelsüß-Paprikapulver. Die geräucherte Variante ergänzt mit einer feinen Tiefe.
Nicht verbrennen lassen: Paprikapulver anbrennt bitter. Immer sofort mit Flüssigkeit ablöschen, sobald es ins Fett gegeben wird.
Kümmel und Majoran: Diese zwei Gewürze sind typisch österreichisch und dürfen in keiner Gulaschsuppe fehlen. Kümmel ganz oder gemahlen – nach Geschmack.
Konsistenz: Gulaschsuppe ist deutlich flüssiger als Gulasch. Sie soll in tiefen Tellern serviert werden, mit Brot zum Eintunken.
Reste: Wie alle Gulaschgerichte schmeckt die Suppe am nächsten Tag noch besser – einfach im Kühlschrank aufbewahren und aufgewärmt genießen.
Dazu passen hervorragend Vegane Bärlauch-Focaccia, knuspriges Veganes Ciabatta oder ganz klassisch eine frische Semmel.
Rezept
Zutaten
- 3 große Zwiebeln
- 400g Champignons, halbiert
- 2 rote Paprikaschoten, gewürfelt
- 3 Kartoffeln (ca. 400g), geschält und gewürfelt
- 3 Knoblauchzehen, gehackt
- 200g Räuchertofu, gewürfelt (optional)
- 4 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL gemahlener Kümmel
- 1 TL getrockneter Majoran
- 2 EL Sojasoße
- 1 EL Apfelessig
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 400ml Wasser
- 2 EL Rapsöl
- Salz und schwarzer Pfeffer
- Frische Petersilie zum Servieren
- Veganer Sauerrahm nach Belieben
- Frisches Brot oder Semmel zum Servieren
Zubereitung
- Zwiebeln schälen und fein würfeln. Rapsöl in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln hineingeben und unter gelegentlichem Rühren 12–15 Minuten goldbraun anschwitzen – das ist der Geschmacksschlüssel!
- Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitrösten. Tomatenmark einrühren und weitere 2 Minuten unter ständigem Rühren anbraten.
- Paprikapulver (edelsüß und geräuchert) einrühren und 30 Sekunden mitrösten. Achtung: Paprikapulver verbrennt schnell – sofort mit etwas Brühe ablöschen!
- Gewürfelte Kartoffeln und Paprikaschoten hinzufügen, kurz umrühren. Mit Gemüsebrühe und Wasser aufgießen.
- Kümmel, Majoran und Sojasoße einrühren. Aufkochen lassen, dann Hitze reduzieren.
- Champignons und optional den gewürfelten Räuchertofu hinzufügen. Alles 25–30 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
- Mit Apfelessig, Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken. Die Suppe sollte kräftig und aromatisch schmecken – lieber etwas mehr Paprikapulver nachgeben als zu wenig.
- In tiefen Tellern servieren, mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. Nach Belieben einen Klecks veganen Sauerrahm dazugeben. Frisches Brot oder Semmel nicht vergessen!