Ansatz für Veganes Glücksbrot oder Hermann
Für das Glücksbrot, auch Franziskusbrot genannt, benötigt man einen Teigansatz, den man über Tage hinweg füttert und stehen lässt - ähnlich wie bei einem Sauerteig. Angeblich kam der erste Ansatz für das Franziskusbrot aus dem Vatikan, war aber natürlich nicht vegan. Bekommt man einen Ansatz, wird er vermehrt und davon 3 Teile weiterverschenkt.
Einen Teil behält man als Basisteig für den eigenen Kuchen. Während man den Kuchen backt, hat man einen Wunsch frei - daher auch der Name Glücksbrot. Traditionell sollte das Franziskusbrot nur einmal im Leben gebacken werden, aber wir nehmen das nicht so streng.
Wir finden die Idee total nett, dass der Ansatz immer weitergegeben wird. Mit unserem veganisierten Rezept könnt ihr auch Freundinnen und Freunde dazu anregen, sich in der veganen Backstube auszuprobieren.
Hier geht es weiter zu dem Rezept für die Weiterverarbeitung des Basisteigs zum Glücksbrot.
Rezept
Zutaten
- 100ml Sojamilch oÄ
- 100g brauner Zucker oder Vollrohrzucker
- 100g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
- 50ml Sojamilch
- 50g brauner Zucker oder Vollrohrzucker
- 50g Dinkelvollkornmehl
Zubereitung
- Am 1. Tag vermische Zucker und Milch in einer Glas- oder Plastikschüssel. Verwende bitte auch kein Metallbesteck - das ist wichtig! Nimm einen hölzernen Kochlöffel und deck die Schüssel mit einem Geschirrtuch ab.
- Am 2. Tag kommen die 100g Mehl dazu und werden mit einem Holzlöffel untergerührt.
- Am 3. Tag rührt man alle weiteren Zutaten unter und lässt den Teig abgedeckt für einen weiteren Tag stehen. Erst am 4. Tag kann der Basisteig nach diesem Rezept weiterverarbeitet werden. Es dauert wiederum 6 Tage bis der Kuchen gebacken werden kann.
Häufige Fragen
- Was ist ein Glücksbrot oder Hermann-Teig?
- Das Glücksbrot, auch Hermann oder Franziskusbrot genannt, ist ein süßer Teigansatz, der ähnlich wie Sauerteig über mehrere Tage gefüttert und vermehrt wird. Traditionell schenkt man drei Teile davon weiter und backt mit dem eigenen Anteil einen Kuchen.
- Wie lange dauert die Zubereitung des Ansatzes?
- Der Ansatz braucht insgesamt vier Tage: Am ersten Tag wird Milch mit Zucker vermischt, am zweiten kommt Mehl dazu, am dritten die restlichen Zutaten. Danach ist der Basisteig fertig und kann zum Kuchen weiterverarbeitet werden, was noch einmal sechs Tage dauert.
- Warum darf ich kein Metallbesteck verwenden?
- Der fermentierende Teig reagiert empfindlich auf Metall, das den Gärprozess stören kann. Verwende daher ausschließlich einen hölzernen Kochlöffel und eine Schüssel aus Glas oder Kunststoff.
- Was mache ich mit den drei abgegebenen Teilen?
- Du verschenkst sie an Freundinnen und Freunde, die den Ansatz selbst weiterfüttern und nach einigen Tagen ihren eigenen Glücksbrot-Kuchen backen können. So wandert der Teig immer weiter.
- Kann ich auch Hafermilch statt Sojamilch verwenden?
- Grundsätzlich funktioniert jede ungesüßte Pflanzenmilch, am zuverlässigsten gärt der Ansatz aber mit Sojamilch wegen ihres höheren Eiweißgehalts. Beim Experimentieren den Ansatz in den ersten Tagen einfach genau beobachten.