Veganer Sauerrahm

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Veganer Sauerrahm ist cremig, säuerlich und in der Küche vielseitig einsetzbar - und er ist inzwischen in vielen österreichischen Supermärkten erhältlich. Laut GFI Europe (2024) setzt allein Deutschland jährlich pflanzliche Milchprodukte im Wert von 1,68 Milliarden Euro um - pflanzliche Sauerrahm-Produkte sind Teil dieses wachsenden Sortiments. Ob als Dip, in Saucen oder auf dem Flammkuchen: Veganer Sauerrahm funktioniert genauso wie sein konventionelles Pendant.

Was ist veganer Sauerrahm und woraus wird er hergestellt?

Veganer Sauerrahm basiert auf pflanzlichen Cremes - am häufigsten aus Soja, Hafer, Cashew oder Kokosnuss. Sein charakteristischer säuerlicher Geschmack entsteht entweder durch Fermentation mit Milchsäurebakterien oder durch Zugabe von natürlicher Säure (Zitronensaft, Apfelessig).

Laut einer umfassenden Übersichtsstudie in Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety (Wiley, 2024) verbessert Fermentation mit Milchsäurebakterien Geschmack und Textur von pflanzlichen Sauerrahm-Produkten erheblich - und kann gleichzeitig die Nährstoffverfügbarkeit erhöhen. Fermentierte Produkte auf Pflanzenbasis haben damit deutliche Vorteile gegenüber einfach gesäuerten Varianten.

Basis Geschmack Fettgehalt Besonders geeignet für
Soja Neutral, cremig 8-12% Dips, Saucen, Suppen
Hafer Leicht süsslich 6-10% Dressings, Backwaren
Cashew Nussig, vollmundig 12-18% Dips, Desserts
Kokos Leicht nach Kokos 15-20% Asiatische Gerichte, Currys

Welche veganen Sauerrahm-Produkte gibt es in Österreich?

Das Sortiment an veganen Sauerrahm-Produkten wächst in Österreich stetig. Folgende Produkte sind in Supermärkten erhältlich oder lassen sich als direkter Ersatz verwenden:

Fertige Produkte:

Selbst angesäuert: Kochcremes (Soja, Hafer, Kokos) lassen sich mit Zitronensaft und Apfelessig einfach zu einem sauerrahm-ähnlichen Produkt umwandeln - mehr dazu weiter unten.

Wo kauft man veganen Sauerrahm in Österreich?

Österreichische Supermärkte haben ihr veganes Sortiment stark ausgebaut. Laut vgang.at sind vegane Sauerrahm-Alternativen inzwischen in den meisten grossen Ketten erhältlich:

Supermarkt Verfügbare Produkte Hinweise
Billa / Billa Plus Dr. Oetker Creme VEGA, Alpro Soja Cuisine, Alnatura Sojacreme Grösstes plant-based Sortiment in AT (4.000+ Produkte)
Spar / Interspar SPAR Veggie Sojasahne, Bio-Produkte SPAR Veggie: 130+ vegetarische & vegane Produkte
Hofer MY VAY Linie, Alpro Produkte Bis Ende 2025: 800 vegane Produktsorten geplant
Lidl Eigene Marke, wechselndes Sortiment Oft als Aktionsware erhältlich
DM DM Bio pflanzliche Cremes Reformhausabteilung bietet gute Auswahl
Denn's Biomarkt Natumi, Alnatura, diverse Bio-Marken Breitestes Bio-Sortiment

Tipp für Österreich: In der Tiefkühlsabteilung und im Asia-Regal findest du oft auch fermentierte Soja-Produkte, die sich hervorragend als Basis für veganen Sauerrahm eignen.

Wie verwendet man veganen Sauerrahm in der Küche?

Veganer Sauerrahm ist in der Küche genauso vielseitig wie sein konventionelles Pendant:

Klassische Anwendungen:

Kochtipp: Sojabasis ist hitzebeständiger als Haferbasis. Bei Saucen immer erst am Ende einrühren und nur noch leicht erhitzen.

Für ein klassisches Dressings eignet sich veganer Sauerrahm hervorragend - probiere ihn in unserem veganen Kartoffel-Rösti mit Kräuterquark oder als Basis für frischen Gurkensalat.

Wie macht man veganen Sauerrahm selber?

Wer keinen fertigen veganen Sauerrahm bekommt oder ihn frisch zubereiten möchte, hat zwei Optionen:

Schnelle Version (5 Minuten)

Diese Methode ohne Fermentation funktioniert zuverlässig und schmeckt frisch:

Alle Zutaten pürieren (oder mit dem Schneebesen verrühren), 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Für eine festere Konsistenz: 2 EL Cashewmus oder 1 TL Speisestärke hinzufügen und kurz erhitzen.

Fermentierte Version (12-24 Stunden)

Für den authentischeren, komplexeren Geschmack - basierend auf der Fermentationsmethode laut PMC-Studie zur Fermentation pflanzlicher Milchalternativen (2022):

Alle Zutaten verrühren, bei Raumtemperatur (22-26°C) 12-24 Stunden fermentieren lassen, dann kühlen. Das Ergebnis ist cremiger und geschmacklich komplexer als die Schnellversion.

Haltbarkeit selbst gemachter veganer Sauerrahm: 3-5 Tage im Kühlschrank.

Was kann man mit veganem Sauerrahm kochen?

Veganer Sauerrahm verbindet sich gut mit den saisonalen Zutaten, die in Österreich gerade Hochsaison haben:

Mehr Ideen mit cremigen Saucen und Aufstrichen findest du in unserer Übersicht zu veganen Alternativen zu Schmand und Crème fraîche und unserem veganen Topfen-Guide.

Häufige Fragen

Was ist veganer Sauerrahm?
Veganer Sauerrahm ist ein vollständig pflanzliches Produkt auf Basis von Soja-, Hafer-, Cashew- oder Kokosnusscreme, das durch Fermentation mit Milchsäurebakterien oder durch Zugabe von Zitronen- und Apfelessig den charakteristisch säuerlichen Geschmack bekommt. Er hat etwa 10-20% Fettgehalt und eignet sich als direkte Verwendung für Dips, Saucen, Suppen und Kuchen.
Wo kaufe ich veganen Sauerrahm in Österreich?
Veganen Sauerrahm oder pflanzliche Kochcremes als Ersatz bekommst du bei Billa (Dr. Oetker Creme VEGA, Alpro Soja Cuisine), Spar und Interspar (SPAR Veggie Sortiment), Hofer (MY VAY Linie), dm (dm Bio pflanzliche Produkte) und Lidl (eigene Marke). Alnatura- und Bio-Produkte sind in Denn's Biomarkt und Alnatura-Filialen erhältlich.
Welche Basis ist am besten für veganen Sauerrahm?
Sojabasis hat den mildesten, neutralsten Geschmack und die cremigste Textur - ideal für Dips und Saucen. Haferbasis ist sojafrei und leicht süsslich, Cashewbasis ist sehr cremig und nussig. Kokosbasis hat einen leichten Kokosgeschmack, der in asiatischen Gerichten gut passt.
Wie macht man veganen Sauerrahm ohne Fermentation selber?
Schnelle Version: 200 ml Sojasahne (oder abgetropfter Seidentofu) mit 1 EL Zitronensaft und 1 TL Apfelessig pürieren. 15 Minuten kühl stellen, fertig. Für eine festere Konsistenz kannst du 1 TL Speisestärke oder Cashewmus hinzufügen. Hält im Kühlschrank 3-4 Tage.
Kann man veganen Sauerrahm beim Kochen erhitzen?
Ja, veganer Sauerrahm auf Sojabasis ist hitzebeständig und eignet sich gut zum Einrühren in warme Saucen. Haferbasis neigt bei sehr hoher Hitze eher zum Flocken - bei mittlerer Hitze aber problemlos verwendbar. Immer erst am Ende des Kochens einrühren und nicht mehr aufkochen lassen.
Wie viele Kalorien hat veganer Sauerrahm?
Je nach Basis und Fettgehalt variiert veganer Sauerrahm zwischen 80 und 150 kcal pro 100g. Sojabasis liegt meist bei 90-100 kcal/100g, Cashewbasis bei 120-150 kcal/100g. Im Vergleich zu anderen Produkten ist das ein normaler Wert - entscheidend ist die cremige Textur und der säuerliche Geschmack.
Ist veganer Sauerrahm gesund?
Veganer Sauerrahm auf Sojabasis enthält wertvolles pflanzliches Protein. Laut einer Übersichtsstudie in Comprehensive Reviews in Food Science and Food Safety (2024) verbessert Fermentation mit Milchsäurebakterien die Nährstoffverfügbarkeit und kann positive Effekte auf das Mikrobiom haben. Grundsätzlich ist veganer Sauerrahm Teil einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung.
Wofür verwende ich veganen Sauerrahm in der Küche?
Veganer Sauerrahm ist vielseitig: als cremiger Dip zu Brot und Gemüse, eingerührt in Suppen und Eintöpfe, als Basis für Dressings und Kräuterquark-Varianten, auf Flammkuchen, in Gulasch oder als Topping für Kartoffeln. Er eignet sich auch zum Backen in Kuchen und Aufläufen.